Neuanfang für die FIFA?
Scheich Salman oder Infantino - wer wird neuer FIFA-Präsident?
publiziert: Freitag, 26. Feb 2016 / 07:21 Uhr
Die klaren Favoriten.
Die klaren Favoriten.

Mit der Wahl eines neuen Präsidenten will die FIFA in ein neues Zeitalter starten. Der Nachfolger von Joseph Blatter muss dem Weltverband nach Monaten der Skandale wieder zu Reputation verhelfen.

11 Meldungen im Zusammenhang
Nach 6472 Tagen endet die Dauer-Regentschaft von FIFA-Chef Sepp Blatter beim ausserordentlichen Kongress des Fussball-Weltverbandes in Zürich. Mit der Kür eines Nachfolgers für den gesperrten Präsidenten will die skandalerschütterte FIFA am Freitag den viel beschworenen Neuanfang starten.

Vor der Abstimmung mit den klaren Favoriten Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa und Gianni Infantino steht im Hallenstadion von Zürich aber noch die Entscheidung über die Annahme der umfangreichen Statuten-Reform an. «Wenn das Reformpaket nicht angenommen wird, ist egal, wer Präsident wird, der hätte dann einen Scherbenhaufen», warnte FIFA-Exekutivmitglied Wolfgang Niersbach vor einem Scheitern des Erneuerungsprojekts.

Nur mit der Trennung von politischer und ökonomischer Entscheidungsebene kann der Weltverband verhindern, dass die US-Justiz ihre Ermittlungen wegen der Korruptionsanschuldigungen intensiviert und sich die finanziell schwierige Situation der FIFA weiter verschärft.

Stimmen-Fang

Vor der Abstimmung der 207 wahlberechtigten FIFA-Mitgliedsländer über den neuen Präsidenten ging das Werben der Top-Kandidaten weiter. Nach Gerüchten über einen Wechsel des Südamerika-Blocks mit zehn Stimmen in das Lager von Scheich Salman, versicherte CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez die Zusage an Infantino.

Der UEFA-Generalsekretär kann auch auf praktisch alle Stimmen aus Europa bauen. Scheich Salman soll neben den 44 Asien-Stimmen auch den Grossteil der Afrikaner (54) hinter sich wissen.

Aussenseiter wohl ohne Chance

Erstmals in der 112-jährigen FIFA-Geschichte treten gleich fünf Kandidaten zur Präsidentenwahl an. Der Jordanier Prinz Ali bin al-Hussein, Jérôme Champagne aus Frankreich und der Südafrikaner Tokyo Sexwale haben aber keine realistische Chance.

Bekommt kein Kandidat im ersten Wahlgang die dann nötige Zwei-Drittel-Mehrheit (138 Stimmen) würden erstmals seit 1974 wieder zwei Wahlgänge abgehalten. Blatter hatte bei seinen fünf Wahlsiegen seit 1998 nie eine extra Runde absolvieren müssen. Im zweiten Wahlgang reicht die Mehrheit der gültigen Stimmen (104) zum Sieg.

Erzwungener Rücktritt

Blatter, der nun vor dem CAS gegen seine Sperre von sechs Jahren wegen Ethikvergehen vorgehen will, hatte den Weg für einen Neuanfang mit seiner Rücktrittsankündigung am 2. Juni 2015 freigemacht. Zu diesem Schritt war er aber erst durch die Ermittlungen der US-Justiz wegen Korruption und Vetternwirtschaft in der Funktionärs-Welt gedrängt worden. Der 79-jährige Walliser hatte gehofft, sich auf dem ausserordentlichen Kongress von den Delegierten umjubelt in den Funktionärsruhestand verabschieden zu können. Stattdessen hat er Hausverbot.

(bert/Si)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese fussball.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tokyo Sexwale zieht sich aus dem Rennen um die Nachfolge von Sepp Blatter zurück. Der Kongress läuft, nur noch vier ... mehr lesen
Tokyo Sexwale will kein Kandidat sein der alles spaltet.
179 von 207 Verbänden stimmten für die Reformen.
Der FIFA-Kongress stimmt in Zürich dem Reformpaket zu. Die notwendige ... mehr lesen
Bei der FIFA-Präsidentschaftswahl sind nur 207 satt 209 Verbände stimmberechtigt. mehr lesen
Kuwait und Indonesien nehmen an der Wahl nicht teil.
Gianni Infantinos Wählbarkeit ist unumstritten.
Zwei Europäer, ein Afrikaner und zwei Vertreter des Nahen Ostens bewerben sich um ... mehr lesen
Peter Gilliéron ist ein international respektierter und vorzüglich vernetzter Fussball-Diplomat. Sein Wort hat vor der FIFA-Wahl ... mehr lesen
Peter Gilliéron würde Gianni Infantino als guten Präsident sehen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
FIFA-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien hat in einem Gespräch mit Journalisten in Genf die ... mehr lesen
Prinz Ali bin al-Hussein möchte neuer Fifapräsident werden. (Archvibild)
Die zehn Fussballverbände Südamerikas wollen nach Angaben des bolivianischen Verbandschefs bei der anstehenden FIFA-Wahl ... mehr lesen
Die Unterstützung Infantinos sei einstimmig beschlossen worden.
Im Rennen um die FIFA-Präsidentschaft kann der Schweizer UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino vorerst nicht mit der Unterstützung aller europäischen Fussballverbände rechnen. mehr lesen 
Der Schweizerische Fussballverband unterstützt Infantinos Kandidatur.
Der Schweizerische Fussballverband unterstützt die Kandidatur von Gianni Infantino ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Die Spieler werden laufend wertwoller.
Die Spieler werden laufend wertwoller.
So wertvoll sind die Mannschaften der Top-Vereine  Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Fussball «nur» ein Sport war, heutzutage steht hinter der beliebten Sportart ein riesiges Business. mehr lesen 
Begehrter Torjäger  Armando Sadiku hat eigentlich keine Lust die neue Saison in der Challenge League zu ... mehr lesen
Der FCZ fordert eine Ablöse von 9 Mio. Franken für Torjäger Armando Sadiku
Der FC Zürich muss wegen dem Verhalten seiner Fans eine Busse in Höhe von 15'000 Franken zahlen.
Saftige Busse für den FCZ Der FC Zürich muss wegen den Vorfällen beim letzten Spiel der vergangenen Saison zahlen.
Zwei FCZler im Fokus von YB Zwei Spieler des FC Zürich werden von den Young Boys umworben.
Die Young Boys könnten beim FCZ auf Einkaufstour gehen.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 18°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Basel 17°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 16°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 17°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Luzern 19°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 16°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 17°C 27°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten