Nati in Griechenland angekommen
Schweizer Statements zu einem dunklen Fussball-Kapitel
publiziert: Montag, 4. Feb 2013 / 19:28 Uhr
Auch Ottmar Hitzfeld äusserte sich zum Wettskandal.
Auch Ottmar Hitzfeld äusserte sich zum Wettskandal.

Die Schweizer Equipe musste sich am Tag der Anreise zum Test in Griechenland nicht nur mit sportspezifischen Angelegenheiten beschäftigen. An anderen Fronten kam es dafür zur Entwarnung.

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Für die Entscheidungsträger beim SFV rückte das freundschaftliche Rendezvous mit den Griechen kurz vor dem Abflug nach Athen vorübergehend in den Hintergrund. Unangenehme Nachrichten aus Den Haag erreichten die Funktionäre und Spieler des Nationalteams. Neben Deutschland und der Türkei soll auch die Schweiz weitreichender vom Manipulations-Skandal der Jahre 2008 bis 2011 betroffen sein. Die polizeilichen Ermittler von Europol sprechen «vom grössten Fall aller Zeiten».

Verbands-Präsident Peter Gilliéron stand deshalb plötzlich mehr im Fokus als der Nationalcoach. Er kündigte an, dass die Kontrollinstanzen des SFV sofort tätig würden, sobald neue Fakten und weitere Beweise vorlägen. «Sollte das zutreffen, ist es eine traurige Meldung. Eigentlich würde ich mich lieber auf das Spiel in Griechenland freuen», kommentierte der Jurist und kündigte an, mit der UEFA Verbindung aufzunehmen. Seit den letzten Wettbetrugsvorwürfen in der Challenge League sei der SFV Teil eines Kontrollsystems der europäischen Föderation, erklärte Gilliéron auf Anfrage.

Ottmar Hitzfeld sprach im Zusammenhang mit der womöglichen Ausweitung der Betrügereien von einer Katastrophe für den Fussball. «Liegen Fakten vor, muss man natürlich sehr hart durchgreifen», sagte der Schweizer Nationaltrainer.

«Die Situation immer wieder prüfen»

Vergleichsweise harmlos sind die sportlichen Sorgen Hitzfelds. Mehrere Akteure, die im ersten Teil der WM-Kampagne zum Stamm zählten, kommen in ihren Klubs nicht auf Touren. Der linke Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez ist in Wolfsburg zurzeit nur zweite Wahl - so wie eigentlich nahezu die gesamte Offensiv-Abteilung der Schweizer. Granit Xhaka (Mönchengladbach), Tranquillo Barnetta (Schalke) und Eren Derdiyok (Hoffenheim) kommen in der Bundesliga seit Monaten kaum mehr zum Zug; Bayerns Joker Shaqiri fehlt verletzt.

Hitzfeld hat die Problemzone erkannt, allzu viele Alternativen besitzt der Schweizer Selektionär allerdings nicht: «Man muss die Situation immer wieder neu prüfen. Ein Spieler, der auf der Bank sitzt, ist im Normalfall wettkampftauglich. Aber wenn einer gar nie mehr spielt, wirds schwierig.» Namen nannte Hitzfeld (bewusst) keine. Mit dem FCB-Linksaussen Valentin Stocker stünde zweifelsohne einer bereit, um in die Startformation vorzurücken.

Derdiyok angereist

Mit Ausnahme von Shaqiri (Knöchelverletzung) sind alle Nominierten angereist - auch Derdiyok. Der Stürmer von Hoffenheim unterzog sich einer Kernspintomografie und bestieg danach in Deutschland den Flieger, traf allerdings erst später am Abend in Athen ein und verpasste die erste Trainings-Einheit. Medizinisch dürfte einem Einsatz indes nichts im Wege stehen.

Die Frage wird allerdings sein, wie belastbar Pirmin Schwegler beim zu erwartenden Comeback in der Start-Aufstellung sein wird. Der Captain der Eintracht Frankfurt rückte nicht hundertprozentig fit ein. Er spüre die Nachwirkungen seiner Erkältung, meldete der Mittelfeldspieler.

(pad/Si)

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