Exploit bei Sporting Braga nötig
Sion mit zwei Gesichtern
publiziert: Mittwoch, 24. Feb 2016 / 08:50 Uhr
Die Walliser sind heute gewaltig gefordert.
Die Walliser sind heute gewaltig gefordert.

Sion droht heute (Anspielzeit 18.00 Uhr) das Aus in der Europa League. Die Walliser müssen im Rückspiel bei Sporting Braga einen Rückstand wettmachen, wenn sie die Achtelfinals erreichen wollen.

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Sechs Tage nach dem 1:2 im Hinspiel im Tourbillon benötigt der FC Sion in Portugal einen Exploit. Das Team von Didier Tholot muss im 30'000 Zuschauer fassenden, architektonisch auffälligen Estádio Municipal de Braga mindestens zwei Auswärtstore schiessen, um das Resultat aus dem Hinspiel zu korrigieren. «Die vielen Chancen im Hinspiel zeigen, dass es möglich ist, die Wende zu schaffen», sagt Captain Veroljub Salatic.

Just vor der schwierigen Aufgabe in Portugal bahnt sich beim FC Sion aber ein neuerlicher Stimmungsumschwung an. Präsident Christian Constantin, bisher ruhig und gemässigt, rechnete nach dem sonntäglichen 0:3 bei GC vor: «Nur ein Sieg aus den letzten neun Pflichtspielen.» In der Super League steckt Sion im Mittelfeld auf Platz 7 fest, nur sechs Punkte vor dem Letzten Vaduz. Und jetzt droht in der Europa League das Aus.

Auf schmalem Grad

Der Pessimist sieht die nächste Krise heranrücken. Der Optimist wendet ein, dass den Wallisern in der Meisterschaft nur ein Punkt zum 4. Platz fehlt, dass sie im Cup dank dem Sieg im Penaltyschiessen gegen Basel im Halbfinal stehen. Und dass das 1:2 im Hinspiel gegen Braga, das am Wochenende gegen Vitória Guimarães mit einer B-Elf 3:3 spielte, keine Hypothek ist, die sich nicht noch ausmerzen lässt.

Die zwei Betrachtungsweisen zeigen: Sion bewegt sich auf einem schmalen Grat, Erfolg und Misserfolg liegen nah beieinander. Noch kann die Mannschaft viel erreichen. Allein, der Glaube, dass sie die Kurve in der Meisterschaft und in der Europa League noch kriegt, ist bei Constantin am Schwinden. Letzte Woche noch euphorisch, ist er nun beunruhigt, sagt: «Wir sind dabei, alles zu verlieren.» Er stört sich am Eigensinn im Sturm und an der Durchlässigkeit in der Abwehr.

Muss Tholot bald zittern?

Sollte sich der jüngste Trend fortsetzen, sitzt Didier Tholot, mit 435 Tagen seit Kurzem der dienstälteste Trainer in Constantins zweiter Ära als Präsident, bald nicht mehr sicher im Sattel. Auch der Franzose weiss, dass der Totomat ausschlaggebend für seine Weiterbeschäftigung ist. Ein Aus im Sechzehntelfinal wäre nicht förderlich, eine weitere Niederlage am 2. März im Cup noch weniger.

Für Constantin ist klar: Die Mannschaft macht zu wenig aus dem Potenzial, das in ihr steckt. Tatsächlich zeigte sie vereinzelt, wozu sie imstande ist: etwa in den Gruppenspielen der Europa League gegen Liverpool, als sie dem Vertreter aus der Premier League zwei Unentschieden abrang (0:0, 1:1). Oder, ganz besonders, im Cupfinal gegen Basel (3:0) im letzten Frühjahr, als ein furioser Auftritt im 13. Cupsieg im 13. Final gipfelte.

Doch Auftritte wie diese sind nicht die Regel. Die Mannschaft hat zwei Gesichter: eines geprägt von Leidenschaft, das andere von Lethargie. Letzteres zeigte sie für Constantins Geschmack zuletzt zu oft. «Was wir bieten, ist trostlos», sagt er. Ein Exploit beim SC Braga käme da gelegen.

(bg/Si)

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