Harte Zeiten
Sparkurs in der Primera Division
publiziert: Freitag, 17. Aug 2012 / 10:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Aug 2012 / 12:07 Uhr
Barça liess sich Jordi Alba 14 Millionen Euro kosten.
Barça liess sich Jordi Alba 14 Millionen Euro kosten.

Im Westen nichts Neues: In der Primera Division bleiben Real Madrid und der FC Barcelona die ersten Titelanwärter. Allerdings haben sich beide Klubs im Zug der wirtschaftlichen Misere in Spanien ungewohnt zurückhaltend auf dem Transfermarkt bewegt.

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Wenn es dem ganzen Land schlecht geht, können es sich auch die Fussball-Vereine nicht leisten, mit Millionen um sich zu werfen. Fakt ist: Die 20 Vereine der Primera Division sitzen auf einem Gesamtschuldenberg von rund 3,5 Milliarden Euro. Insgesamt wurden bis zum jetztigen Zeitpunkt «nur» rund 60 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben - in der gesamten Liga. Noch vor drei Jahren gab allein Real Madrid 250 Millionen Euro für Einkäufe aus. Von Verhältnissen, wie sie zum Beispiel Paris St-Germain mit den potenten Geldgebern aus dem Mittleren Osten derzeit erlebt, können die Spanier derweil nur träumen. Grosse Namen fehlen in den Transferlisten der spanischen Klubs vollends. Der spanische Verteidiger Jordi Alba (14 Millionen Euro) ist zum jetztigen Zeitpunkt die teuerste Neuverpflichtung der gesamten Liga.

Die finanziell harten Zeiten machen auch vor den Schwergewichten Real Madrid und FC Barcelona nicht Halt. Real Madrid hat noch keinen neuen Spieler verpflichtet. Bis zum Transferende am 31. August wird mit grösster Wahrscheinlichkeit der Kroate Luka Modric von den Tottenham Hotspur zu den «Königlichen» wechseln. Der 26-Jährige ist der Wunschkandidat von Trainer José Mourinho, der mit Real die erfolgreiche Titelverteidigung anpeilt. Da seine Mannschaft keine gewichtigen Abgänge hat verkraften müssen und mit eingespielter Truppe agieren kann, sind die Madrilenen sicherlich Titelkandidat Nummer 1.

Der Meisterschaftskampf wird sich wie schon in den letzten acht Jahren zwischen Madrid und dem FC Barcelona abspielen. Die Katalanen haben sich noch mehr auf heimisches Schaffen konzentriert, was ihnen in Spanien selbst viele Sympathien einbringt. Seit 1996 standen nie mehr so wenige Ausländer im Kader von «Barça». Neben dem neuen Trainer Tito Vilanova, der an die erfolgreichen Jahre seines Vorgängers Pep Guardiola anknüpfen will, hat Barcelona bisher nur einen grösseren Transfer getätigt. Der 23-jährige Linksverteidiger Jordi Alba, ein eigener Junior, der 2007 zu Valencia gewechselt war, unterschrieb für fünf Jahre. Ausserdem ist Barcelona an Arsenals Kameruner Alexandre Song interessiert und will für ihn 18 Millionen bezahlen.

Galicien mischt wieder in der Primera mit

Im Konzert der «Grossen» spielen auch Valencia und Malaga. Seit seinem letzten Meistertitel 2004 gehörte Valencia mit einer Ausnahme (Saison 2004/05) stets zu den Top 5 der Liga. Den Abgang von Jordi Alba kompensierten die Valencianos mit Zuzügen wie Nelson Valdez oder den bei Real Madrid ausgemusterten Fernando Gago und Sergio Canales. Ein Neuling in der vorderen Tabellen-Region ist Malaga. 2010 kaufte der katarische Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani den andalusischen Klub auf. Dank den Millionen aus Nahost hat es Malaga in der vergangenen Saison auf Platz 4 geschafft - und sich die Chance erarbeitet, via Qualifikation erstmals in der Vereinsgeschichte in die Champions League vorzustossen. Allerdings müssen die Andalusier diesen Exploit aus der letzten Saison noch bestätigen. Neuverpflichtungen gab es bisher keine. Vielmehr muss Malaga den Abgang von Nationalspieler Santi Cazorla zu Arsenal verkraften.

In der autonomen Region Galicien, im nordwestlichsten Zipfel Spaniens, ist die Vorfreude auf die am Samstag beginnende Saison besonders gross. Mit Deportivo La Coruña und Celta Vigo stiegen gleich zwei galicische Klubs in die Primera Divison auf. Die Fans dürfen sich Ende Oktober auf das erste «Gallego»-Duell freuen. Darauf haben sie seit dem Abstieg Vigos Ende der Saison 2006/07 gewartet.

Mittags wird nicht mehr gespielt

Eine Neuerung, die letzte Saison eingeführt worden war, ist bereits wieder abgeschafft worden. Um den asiatischen Markt besser zu erschliessen, hatte die Liga 2011/12 Spiele um die Mittagszeit eingeführt. Dieser Versuch ist wieder eingestellt worden. Die Spiele finden nun um 19 Uhr, 21 Uhr und 23 Uhr am Samstag, Sonntag und Montag statt.

(knob/Si)

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