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Spitzenkampf im Letzi: GC will St. Gallen entmachten
publiziert: Montag, 1. Okt 2012 / 09:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 1. Okt 2012 / 22:12 Uhr
GC's Stürmertalent Nassim Ben Khalifa.
GC's Stürmertalent Nassim Ben Khalifa.

Wer vor Saisonstart auf einen Spitzenkampf zwischen den Grasshoppers und St. Gallen gewettet hätte, wäre belächelt worden. Zum Abschluss der elften Runde der Super League steht dieses Duell im Programm. GC wäre mit einem Sieg Leader.

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Die grosse Euphorie ist in Zürich nicht ausgebrochen. Die letzten Saisons mit wenig Grund zur Freude haben, so scheint es, Spuren hinterlassen. Heuer praktizieren die Grasshoppers einen Fussball, der aufhorchen und sich sprichwörtlich sehen lässt. Zu den fünf bisherigen Heimspiele erschienen im Schnitt 6270 Fans, Tendenz steigend. Für Trainer Uli Forte braucht es Zeit, bis die Leute wieder kommen. «Ein paar Siege genügen noch nicht, die Leute wieder ins Stadion zu locken. Aber ich wünsche mir natürlich ein grösseres Publikum. Das Team hat definitiv mehr Zuschauer verdient.» Für das heutige Duell um die Ranglistenspitze der Super League rechnet GC mit rund 10'000 Zuschauern, was Saisonrekord bedeuten würde.

Im Vergleich mit der Vorsaison wirken die Grasshoppers ungemein gefestigt. «Der Rückkehrer Salatic, Vilotic, Grichting und Ben Khalifa haben uns wieder zu Stabilität verholfen. Sie ermöglichen den Jungen, auch wieder etwas zu wagen, ohne dass gleich alles zusammenbricht», sagt Forte. Die Unbeschwertheit ist zurück, GC strahlt Spielfreude in der Vorwärtsbewegung und Sicherheit in der Defensive aus. Das wirkt auf die Konkurrenz. Die Marke von sechs Siegen in Folge und 540 Minuten ohne Gegentor ist beeindruckend. «Es läuft gut, sehr gut sogar. Ich wusste, dass wir besser sein würden als in der letzten Saison. Es wäre aber sicher vermessen gewesen, mit einem solchen Start zu rechnen», so Forte. «Das hätte so keiner für möglich gehalten.»

Hoppers greifen nach dem Leaderthron

Gegen Fortes vorherigen Arbeitgeber St. Gallen geht es für die Grasshoppers um die Leaderposition. Gewinnen die Hoppers zum siebten Mal in Serie (wie letztmals in der Saison 1997/98, neun Siege), würden sie die Woche vor der Nationalmannschafts-Pause als Erster in Angriff nehmen. Forte tritt auf die Bremse. «Auf dem Papier ist es der Spitzenkampf. Klar, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber vieles gilt es zu relativieren, es ist alles nur eine Momentaufnahme. Der Erste spielt gegen den Zweiten. Ob es wirklich die besten Teams der Liga sind, wird sich weisen. Es sind erst zehn Runden gespielt. St. Gallen ist mit uns nicht zu vergleichen. Sie kommen aus einer ganz anderen Situation - das Team hat eine Saison lang gewonnen, wir nicht.»

St. Gallen wird im Letzigrund mit der Referenz von fünf Siegen hintereinander antreten - und mit dem Wissen, wie man gegen GC Tore schiesst. Nico Abegglen war am 4. August in der letzten Minute des ersten Saisonduells (1:1) der letzte Spieler, der gegen die Grasshoppers getroffen hat. St. Gallens Trainer Jeff Saibene weiss um die Schwierigkeiten. «Sicher ist, dass wir gegen diese Mannschaft nicht 15 Möglichkeiten haben werden. Aber wir haben viele Spieler, die Tore erzielen können.» Die bislang 17 Treffer verteilen sich auf sieben Akteure. Eine gute Nachricht erhielt Saibene am Wochenende. Der am Donnerstag gegen den FCZ ausgewechselte Topskorer Oscar Scarione (5) kann beim zweiten St. Galler Auftritt im Letzigrund innerhalb von vier Tagen auflaufen.

Grasshoppers - St. Gallen (bisheriges Resultat: 1:1)
Montag, 19.45 Uhr. - SR Pache

Abwesend: Adili, Coulibaly, Hossmann; Lehmann, Ivic (alle verletzt).

Statistik: Mit den Grasshoppers und St. Gallen treffen die besten beiden Defensiven (je 5 Gegentore) aufeinander. St. Gallen, das auswärts in fünf Spielen 13 Punkte geholt hat, stellt die offensiv stärkste Mannschaft der Liga (17 Tore). GC blickt auf sechs Siege in Folge und 540 Minuten ohne Gegentor zurück, St. Gallen auf fünf «Dreier» und 350 Minuten ohne Gegentor.

(bg/Si)

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