Tami und seine Jungs vor dem letzten Schritt
publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2012 / 11:00 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Sep 2012 / 14:54 Uhr
Pierluigi Tami ist voller Hoffnung.
Pierluigi Tami ist voller Hoffnung.

Nach dem missglückten Olympia-Abenteuer gehen die Schweizer U21-Junioren in die Schlussphase der Qualifikation für die EM 2013 in Israel. Mit vier Punkten aus den beiden Heimspielen gegen Spanien (heute Donnerstag in Sitten) und Estland (am Montag in Thun) dürfte die Auswahl von Pierluigi Tami in die Playoffs einziehen.

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Es ist fast sicher, dass die Schweiz in ihrer Gruppe auf dem 2. Platz bleiben wird. Spanien, das verlustpunktlos und mit einem eindrucksvollen Torverhältnis von 21:2 an der Spitze steht, kann praktisch nicht mehr vom Leader-Thron gestossen werden. Sollte man die Iberer heute bezwingen, müsste man darauf hoffen, dass diese wider Erwarten in ihrer abschliessenden Partie zuhause gegen Kroatien nochmals Punkte abgeben. Ein spanischer Einbruch ist kein realistisches Szenario.

Von hinten hat die Schweiz keine Gefahr zu befürchten. Georgien und Kroatien sind abgehängt. Rang 2 könnte in der Endabrechnung ebenfalls für die Playoff-Teilnahme reichen. In diese Qualifikationsphase schaffen es nicht nur die zehn Gruppensieger, sondern auch die besten vier Zweiten. Um diese zu ermitteln, würden bei der Schweiz alle Resultate herangezogen, während bei einem Team aus einer Sechser-Gruppe die Ergebnisse gegen den Tabellenletzten wegfallen würden.

Mindestens drei Punkte sind Pflicht

Auf der SFV-Homepage spekuliert man, dass der Schweiz unter Umständen auch drei Punkte genügen könnten, um dann Mitte Oktober in den Playoffs dabei zu sein. Diese Ausbeute aus den letzten beiden Gruppenspielen ist eigentlich Pflicht. Zwar darf für das Duell mit den Spaniern, gegen die man im Hinspiel 0:3 verloren hat, kein Sieg erwartet werden, doch zuhause gegen Estland wäre alles andere als ein «Dreier» eine Enttäuschung. Die Balten liegen mit nur einem Punkt aus sechs Partien am Tabellenende der Gruppe. Aber aufgepasst: Diesen Zähler ergatterten sie ausgerechnet gegen die Schweiz, mit einem torlosen Remis zu Beginn der Qualifikation.

Pierluigi Tami hat vor einer Woche St. Gallens Stürmer Nico Abegglen und Berat Djimsiti vom FCZ erstmals in die U21 einberufen. Abegglen konnte allerdings dem Aufgebot bloss bedingt Folge leisten. Er musste wegen starken Bauchschmerzen aus dem Trainingslager in Saillon abreisen. An seiner Stelle wurde Sébastien Wüthrich nachnominiert. Zu den erfahrensten im Schweizer Kader gehören GC-Goalie Roman Bürki, Bremens Verteidiger François Affolter und Premier-League-Profi Pajtim Kasami. Knapp die Hälfte war an den Olympischen Spielen in London am Out in der Gruppenphase beteiligt. Josip Drmic, im letzten EM-Quali-Match in Kroatien in der Nachspielzeit Siegtorschütze, fehlt, weil er bei der A-Nati weilt. Pierluigi Tami meint: «Nun müssen wir noch den letzten Schritt gehen. Wir haben alles in der eigenen Hand. Ich bin voller Hoffnung.»

Das Programm:
Heute Donnerstag: In Sitten (19.30 Uhr): Schweiz - Spanien. In Tiflis: Georgien - Estland.
Am Montag: In Thun (20.15 Uhr): Schweiz - Estland. In Alicante: Spanien - Kroatien.

Rangliste:
1. Spanien 6/18. 2. Schweiz 6/13. 3. Georgien 7/7. 4. Kroatien 7/7. 5. Estland 6/1.

Schweizer Aufgebot:
Torhüter: Roman Bürki (Grasshoppers/8 U21-Länderspiele, 0 Tore), Joël Mall (Aarau/0/0), Benjamin Siegrist (Aston Villa/0/0).

Verteidiger: François Affolter (Werder Bremen/13/2), Fabio Daprela (Brescia/14/0), Berat Djimsiti (FC Zürich/0/0), Philippe Koch (FC Zürich/23/1), François Moubandje (Servette Genf/2/0), Fabian Schär (Basel/2/0), Silvan Widmer (Aarau/2/0).

Mittelfeldspieler und Stürmer: Amir Abrashi (Grasshoppers/13/0), Nassim Ben Khalifa (Grasshoppers/12/2), Vullnet Basha (Sion/3/0), Izet Hajrovic (Grasshoppers/1/0), Pajtim Kasami (Fulham/18/3), Antonio Marchesano (Bellinzona/0/0), Haris Seferovic (Fiorentina/7/2), Nzuzi Toko (Grasshoppers/9/1), Alain Wiss (Luzern/8/0), Sébastien Wüthrich (Sion/9/0), Steven Zuber (Grasshoppers/15/4).

(bg/Si)

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