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Spanien versagt in London
Totalabsturz der überheblichen «Rojita»
publiziert: Donnerstag, 2. Aug 2012 / 15:00 Uhr
Iker Muniain und die Iberer stürzten auf den Boden der Tatsachen.
Iker Muniain und die Iberer stürzten auf den Boden der Tatsachen.

Sagenhafte zwölf Titel hat der spanische Fussball-Verband innerhalb einer Dekade gewonnen. Wenige Wochen nach der Demonstration im EM-Final gegen Italien (4:0) nahm Spanien die Olympia-Goldmedaille ins Visier - und stürzte komplett ohne einziges Plustor ab.

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Schon das 0:1 gegen Japan war einer mittleren Sensation gleichgekommen. «La Rojita» nahm den Fehlstart dennoch nicht allzu ernst. Die Stars aus Iberien glaubten, das negative Resultat sei gegen Honduras problemlos zu korrigieren. Die mit den drei Europameistern Jordi Alba (Barcelona), Juan Mata (Chelsea) und Javier Martinez (Bilbao) veredelte U23-Auswahl der Weltnummer 1 unterlag den im FIFA-Ranking an 63. Stelle klassierten Exoten aus Mittelamerika erneut 0:1.

In Newcastle trauten die Fans ihren Augen nicht: Tanzende Honduraner in Ekstase und wild fluchende Spanier. Mit dem Scheitern ohne die geringste Ansage hatten die Spanier nicht eine Sekunde gerechnet. Entsprechend reagierten sie. Im Stolz bitter verletzt umringten Mata und Co. den venezolanischen Schiedsrichter Juan Soto, der ihnen in der Schlussphase einen Foulpenalty unterschlagen hatten. Mata beschimpfte den Referee im Millimeterabstand übel. Andere rempelten den Spielleiter von hinten an.

Medaille der Enttäuschung

«Sie sind es sich gewohnt, immer zu gewinnen. Darum haben die Spanier auch so frustriert reagiert», kommentierte Verteidiger Crisanto die peinlichen Jagdszenen am Ende des Spiels. Obschon er und seine Abwehrkollegen einem nahezu beispiellosen Sturmlauf ausgesetzt waren, überstand Honduras die 90 Minuten schadlos. Der brillante Keeper José Mendoza trieb die Prominenz zur Verzweiflung und besass das in solchen Fällen nötige Glück des krassen Aussenseiters, dass zwei Bälle von der Torumrandung zurückprallten.

«Schande!» Die Titelproduzenten der «Marca» rechneten nach dem völligen Versagen in England gnadenlos mit den Hochtalentierten ab: «Das Edelmetall war reserviert, und jetzt verlassen die Spanier die Spiele mit der Medaille der Enttäuschung um den Hals.» Die grenzenlosen Verlierer begriffen die Dimension ihres Scheiterns rasch. Captain Javi Martinez mochte nicht fassen, dass sie trotz einem Torverhältnis von 24:7 (!) Schüssen kein Tor markierten: «So etwas ist mir im ganzen Leben noch nie passiert. Es ist nicht zu glauben!»

Mehr Demut würde nicht schaden

Martinez, der von Bayern und allen spanischen Topklubs umworben wird, appellierte nach der grössten Enttäuschung seiner bisherigen Karriere an den Stolz seiner Mitspieler: «Wir müssen jetzt aufstehen und das Spiel gegen Marokko unbedingt gewinnen.» Nicht einmal die Rettung der Ehre gelang. Im Old Trafford fiel der Olympia-Theater-Vorhang nach einem trostlosen 0:0.

Im Verband werden sie die Enttäuschung exakt analysieren. Nach dem jahrelangen Rausch der Siegesfeiern wurde «La Selección» vor Augen geführt, dass ein bisschen mehr Demut nicht schaden würde. Auch die Erfinder des «Tiqui-Taqua» stossen an ihre Grenzen, wenn die die Überheblichkeit wesentlich grösser ist als die Kampfbereitschaft. Beeindruckende Ballbesitzwerte garantieren keine Siege - auch nicht Zahlen über der 66-Prozent-Marke.

(bg/Si)

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