Türken sind draussen - und was sonst noch so passierte
publiziert: Samstag, 10. Okt 2009 / 21:29 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Okt 2009 / 00:04 Uhr

In der Gruppe 5 der WM-Qualifikation hat sich hinter dem verlustpunktlosen Leader Spanien nicht die Türkei, sondern etwas überraschend Bosnien-Herzegowina den Barrage-Platz gesichert. Die von Miroslav Blazevic trainierten Bosnier machten mit dem 2:0 in Estland alles klar.

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2002 in Japan und Südkorea hatten die Türken sensationell den 3. Platz erobert, vor der letzten Weltmeisterschaft erreichten sie immerhin die Barrage (gegen die Schweiz), nun sind sie bereits in ihrer Qualifikationsgruppe 5 gescheitert. Bosnien-Herzegowina ist vor dem letzten Spieltag vom Mittwoch entscheidend entrückt.

Die Bosnier ihrerseits dürfen mit dem Einzug in die Barrage den grössten Erfolg in ihrer noch jungen Verbandsgeschichte feiern. Beim wegweisenden Sieg in Estland sorgten wie so oft die Legionäre aus der deutschen Bundesliga für den Unterschied.

Tore von «Hoffenheim» und «Wolfsburg»

Die Tore schossen Wolfsburgs Edin Dzeko (32.) und Hoffenheims Vedad Ibisevic (62.). Trainer Blazevic hatte einst in der Schweiz diverse Klubs und das Nationalteam betreut.

Der Mittelfeldspieler Jakob Poulsen schoss Dänemark in der Gruppe 1 mit seinem 1:0 gegen Schweden zur WM in Südafrika. Der 26-jährige Spätzünder, der erst Anfang Jahr zu seinem ersten Länderspiel-Einsatz gekommen war, erzielte eine knappe Viertelstunde vor Schluss seinen ersten Treffer für Dänemark.

Die Vorlage gab Arsenal-Stürmer Niklas Bendtner. Der Sieg war alles andere als zwingend. Schweden war in Kopenhagen lange Zeit die gefährlichere Mannschaft und erarbeitete sich vorab in der ersten Halbzeit durch Henrik Larsson, Anders Svensson und Kim Källström gute Torchancen.

Dänemark ist erst zum vierten Mal dabei

Dänemark, das in den Achtziger- und Anfang Neunzigerjahren als «Danish Dynamite» für Furore gesorgt hatte, bestreitet im kommenden Juni die erst vierte Weltmeisterschaft nach 1986, 1998 und 2002.

Die Slowakei vergab in der Gruppe 3 den ersten «Matchball». Im Heimspiel verlor der Leader gegen Verfolger Slowenien 0:2. Um die Barrage zu verhindern, muss die Slowakei am Mittwoch nun in Polen gewinnen.

Ein Remis dürfte wohl nicht reichen, weil Slowenien (zwei Punkte Rückstand) gegen San Marino antritt. Knapp eine Stunde lang waren die Slowaken in Bratislava auf WM-Kurs, dann beendete Valter Birsa das Fest.

Tschechien wackelt

Der 22-jährige Stürmer von Auxerre traf nach 58 Minuten und ebnete den Weg zum zweiten Erfolg Sloweniens gegen die Slowakei in dieser Qualifikation. Das 2:0 fiel durch Pecnik in der Nachspielzeit.

Durch den Sieg Sloweniens sind die Chancen von Tschechien auf die WM-Teilnahme trotz des 2:0 gegen Polen auf ein Minimum gesunken. Nur ein Ausrutscher der Slowenen in San Marino würde dem Europameister von 1976 den Weg auf Platz 2 und damit in die Barrage doch noch weisen.

Italien hats geschafft

Ein Tor von Alberto Gilardino in der 89. Minute ebnete Titelverteidiger Italien in der Gruppe 8 in Irland den Weg zur WM frühzeitig. Das 2:2 im mit 80'000 Zuschauern ausverkauften Croke Park in Dublin reichte den Azzurri, um Platz 1 zu sichern.

Irland bleibt immerhin die Gewissheit, die Barrage bestreiten zu dürfen. In der turbulenten Schlussphase kam Italien gegen Trapattonis Irland doch noch ins Zittern.

St. Ledger lenkte nach einem Freistoss den Ball in der 86. Minute mit dem Kopf zum vermeintlichen Sieg der Iren ins Tor. Doch wie schon nach dem frühen Rückstand (Whelan/7.) und vor dem Ausgleich zum 1:1 (Camoranesi/27.) reagierten die Weltmeister auch nach dem zweiten Gegentreffer bemerkenswert.

Serbien fährt zur WM

Nach einem flüssigen Angriff über Simone Pepe und Vincenzo Iaquinta schob Gilardino den Ball aus wenigen Metern über die Linie.

Die Serben sicherten sich in der Gruppe 7 mit dem 5:0-Heimsieg gegen Rumänien das direkte WM-Ticket. In Belgrad sorgte der Zweimeter-Stürmer Nikola Zigic kurz vor der Pause mit seinem 15. Länderspiel-Treffer für das erlösende und hochverdiente 1:0.

Der Spanien-Legionär stieg nach einem Corner am höchsten und belohnte das Team von Radomir Antic für die spielerische Dominanz gegen einmal mehr enttäuschende Rumänen.

Frankreich in der Barrage

In der zweiten Halbzeit machten der ehemalige Berliner Marko Pantelic, der eingewechselte Ex-Basler Zdravko Kuzmanovic und zweimal Standard Lüttichs Milan Jovanovic den Kantersieg perfekt. Rumänien, vor einem Jahr noch EM-Teilnehmer, liegt in der Gruppe 7 auf dem vorletzten Platz. Einzig die Färöer sammelten bislang weniger Punkte.

WM-Finalist Frankreich muss Mitte November die Barrage bestreiten. Die «Equipe tricolore» sicherte sich den zweiten Platz dank einem 5:0 gegen die Färöer. Der Ligue-1-Torschützenkönig der letzten Saison, André-Pierre Gignac, stellte die Weichen mit zwei Treffern in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit auf Sieg.

Zuvor hatten die Franzosen im bretonischen Guingamp durch Jérémy Toulalan, Sydney Govou und William Gallas dreimal die Torumrandung getroffen.

(tri/Si)

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