U21-Junioren auf dem Weg nach Dänemark
publiziert: Mittwoch, 18. Nov 2009 / 08:05 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Nov 2009 / 08:21 Uhr

Die U17-Junioren haben in den letzten Tagen den anderen Schweizer Fussballern die Show gestohlen. Heute Abend will sich die U21 in den Vordergrund spielen. Sie empfängt in Lugano im Rahmen der EM-Qualifikation Georgien.

Mit Eren Derdiyok zum Sieg über Georgien?
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Der eidgenössische Juniorenfussball hat ein traumhaftes Wochenende hinter sich. Die U17 von Dany Ryser schrieb mit dem Gewinn des WM-Titels Schweizer Sportgeschichte. Auch die anderen Auswahlen waren spitze unterwegs.

Die U19 von Martin Trümpler entschied in Frankreich ein prestigeträchtiges Vier-Länder-Turnier für sich und die U21 von Pierluigi Tami feierte mit dem 3:1 in der Türkei einen wichtigen Sieg in der Ausscheidung für die EM 2011 in Dänemark.

Stocker raus, Derdiyok rein

Die U21, die älteste Nachwuchs-Auswahl des SFV, liegt auf Kurs. Sie führt ihre Gruppe an. Der Vorsprung auf die zweitklassierten Türken beträgt bei einer Partie mehr vier Zähler. Die blamable 0:1-Heimniederlage gegen Estland beim Debüt von Pierre-André Schürmanns Nachfolger Tami ist schon fast vergessen.

Seither hat die Equipe von vier Auslandreisen zehn Punkte mitgebracht. Auch in die vergangene U21-EM-Qualifikation waren die Schweizer schwach gestartet, ehe sie das Feld von hinten aufrollten und erst in der Verlängerung des Barrage-Rückspiels an Spanien scheiterten.

Türkei-Sieg bestätigen

Gegen Aussenseiter Georgien fordert Tami einen weiteren Sieg: «Der Erfolg gegen die Türkei ist nur etwas wert, wenn wir ihn nun bestätigen können.» Im Vergleich zum Samstag muss er Umstellungen vornehmen.

Gleich vier Schützlinge sind gesperrt; der formstarke Leistungsträger Valentin Stocker vom FC Basel, der in Trabzon zwei Tore erzielt hatte, das YB-Duo Xavier Hochstrasser/François Affolter und Bellinzonas Stürmer Alessandro Ciarrocchi.

Anderseits steht Tami eine prominente Verstärkung zur Verfügung. Von der A-Nationalmannschaft aus ist Eren Derdiyok zum Team gestossen. Der Stürmer von Bayer Leverkusen kann in der U21 eine vorzügliche Tor-Quote vorweisen. In sechs Einsätzen gelangen ihm acht Treffer. Am Sonntag gastiert Derdiyok mit seinem Verein bei Bayern München.

Zudem sind nach auskurierten Krankheiten Stammgoalie Yann Sommer (GC) und Adrian Nikci (FCZ) ins Kader zurückgekehrt. Sommer wird wohl Kevin Fickentscher wieder verdrängen. Trainer Tami meinte zufrieden: «Ich habe genug Alternativen.»

Georgien mit Kenia und einem Stürmer von Wohlen

An einen Ausrutscher wie im August gegen Estland glaubt er nicht: «Jener Ernstkampf kam zu früh. Die Saison war jung, wir hatten konditionelle Defizite. Jetzt befinden wir uns in einer viel besseren Verfassung.»

Über den Gegner Georgien weiss Tami zu erzählen: «Sie haben drei, vier gute Individualisten in ihren Reihen. Und sie sind in der Lage, aus einer starken Defensive heraus schnelle Konter einzuleiten. Für uns wird es gefährlich, wenn wir die Geduld und die Ruhe verlieren.» Die Auswahl von Selektionär Otar Gabelia sorgte im September für Aufsehen, als sie zuhause die Türkei überraschend mit 4:0 bezwang. Tami sass damals auf der Tribüne.

Der Star der georgischen Truppe heisst Lewan Kenia. Der offensive Mittelfeldspieler verdient sein Geld in der Bundesliga bei Schalke 04. Einer, der die Schweiz bestens kennt, ist George Iwanischwili. Der Stürmer gehört dem Challenge-League-Klub Wohlen an und hat in der laufenden Meisterschaft zwei Tore geschossen.

Tamis «Wohnzimmer»

Dass die Partie in Pierluigi Tamis «Wohnzimmer», dem Cornaredo-Stadion, stattfindet, habe nichts mit seiner Person zu tun, erklärt der Tessiner Coach mit Wohnsitz in Muralto. Er war einst sowohl als Spieler als auch als Trainer in Lugano tätig gewesen.

Vielmehr habe man bei der Ansetzung geglaubt, man fände Mitte November im italienischsprachigen Teil des Landes die besten Bedingungen vor. Und das Cornaredo erfülle die Auflagen. Es sei aber durchaus möglich, dass für die Heimduelle mit der Türkei und Irland St. Gallen oder die mit Kunstrasen ausgestattete Arena in Neuenburg zum Zuge käme.

EM-Qualifikation der U21-Junioren.
Gruppe 2. Dienstag. In Jerewan: Armenien - Irland 4:1. -- Mittwoch. In Lugano: Schweiz - Georgien (19 Uhr). In Rize: Türkei - Estland. -- Rangliste: 1. Schweiz 6/13. 2. Türkei 5/9. 3. Estland 5/8. 4. Georgien 4/5. 5. Armenien 6/4. 6. Irland 6/4. -- Die weiteren Spiele der Schweiz. 26. Mai 2010: Schweiz - Türkei. 30. Mai: Georgien - Schweiz. 3. September: Schweiz - Irland. -- Modus: Die zehn Gruppensieger und die besten vier Gruppenzweiten qualifizieren sich für die Barrage, in der im nächsten Oktober die sieben freien Plätze für die EM 2011 in Dänemark vergeben werden.

(Marco Ackermann/Si)

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