U21-Nati muss um EM-Qualifikation zittern
publiziert: Sonntag, 30. Mai 2010 / 20:11 Uhr

Die Schweizer U21-Nationalmannschaft vergab in der EM-Qualifikation auch die zweite Chance, sich vorzeitig den Gruppensieg und die Teilnahme an der Barrage zu sichern.

Pierluigi Tami war mit dem Resultat nicht unzufrieden. (Archivbild)
Pierluigi Tami war mit dem Resultat nicht unzufrieden. (Archivbild)
In Tiflis reichte es der SFV-Auswahl gegen Georgien bloss zu einem 0:0.

Zwei Spiele, ein Punkt, null Tore: die Woche mit der Heimniederlage gegen die Türkei (0:2) und der Nullnummer in Georgien brachte nicht die erwünschten Resultate für die U21. Nun muss sie am 3. September das letzte Spiel der Qualifikation zuhause gegen Irland gewinnen, um aus eigener Kraft Platz 1 zu sichern.

Das Spiel fand im grossen Nationalstadion der Hauptstadt vor fast 20'000 Fans statt. Die Atmosphäre war nicht zu vergleichen mit der Partie vom Frühjahr 2003, als Bernard Challandes Titanen auf dem Weg an die EM-Endrunde 2004 vor rund 2000 Zuschauern einen lockeren 2:0-Sieg einfuhren.

Die Schweiz und die vergebenen Torchancen

Dennoch stand Tamis Auswahl dem Sieg näher als die Gastgeber, die sich mit einem Erfolg ebenfalls nochmals ins Rennen um den 1. Platz hätten bringen können. Vorab nach der Pause boten sich den Schweizern zwei, drei gute Gelegenheiten zum erlösenden Tor. Doch Pajtim Kasami vergab kurz nach Beginn der zweiten 45 Minuten alleine vor dem gegnerischen Keeper, dann verpasste Verteidiger Daniel Pavlovic mittels Kopfball nach einem Corner. Und kurz vor dem Ende kam Nassim Ben Khalifa im Strafraum zu Fall; trotz der Proteste der Schweizer pfiff der Schiedsrichter aus der Slowakei aber keinen Penalty.

Letztlich war Tami mit dem Resultat auch deshalb nicht unzufrieden, weil er die halbe Mannschaft im Vergleich zum Mittwoch auswechseln musste. Fabian Frei, Jonathan Rossini, Mario Gavranovic und Fabian Lustenberger waren allesamt gesperrt, auf Moreno Costanzo, eine der Entdeckungen der Axpo-Super-League-Saison, griff Tami erst nach der Pause zurück.

Dafür konnte er diesmal die Barragisten aus Bellinzona, Stürmer Alessandro Ciarocchi und Mittelfeldspieler Frank Feltscher sowie U17-Weltmeister Kasami, für die Startformation nominieren.

Georgien U21 - Schweiz U21 0:0
Schweiz U21: Sommer; Rolf Feltscher, Philipp Koch (35. Abrashi), Affolter, Pavlovic; Frank Feltscher, Hochstrasser, Kasami, Schürpf (86. Wiss); Ben Khalifa, Ciarocchi (46. Costanzo).

Bemerkungen: Schweiz ohne Gavranovic, Rossini, Frei und Lustenberger (alle gesperrt) sowie Stocker und Kusungen (beide verletzt). Verwarnungen der Schweizer: 45. Kasami (Foul). 65. Hochstrasser (Foul). 71. Frank Feltscher (Foul). 73. Costanzo (Foul). 94. Abrashi (Foul).

Rangliste:
1. Schweiz 9/17. 2. Türkei 8/13. 3. Estland 9/12. 4. Armenien 8/10. 5. Georgien 7/9. 6. Irland 7/4.

Das letzte Spiel der Schweiz: 3. September: Schweiz - Irland.

Modus:
Die zehn Gruppensieger und die besten vier Gruppenzweiten qualifizieren sich für die Barrage, in der im Oktober die sieben freien Plätze für die EM 2011 in Dänemark vergeben werden. Bei Punktgleichheit entscheiden die Direktbegegnungen (Europacup-Regel).

(pad/Si)

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