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Shaqiri fliegt nach Tätlichkeit vom Platz
Unglaublich: Basel vergeigt 2:0-Führung
publiziert: Donnerstag, 17. Feb 2011 / 23:12 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Feb 2011 / 00:51 Uhr

Der FC Basel sorgt in Europa zwar weiter für Spektakel, verlor das 1/16-Final-Hinspiel der Europa League zuhause gegen Spartak Moskau aber nach einem 2:0-Vorsprung noch 2:3 (2:0).

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Der eingewechselte Jano Ananidze entschied in der Nachspielzeit mit einem Freistoss die turbulente Partie im St.-Jakob-Park zugunsten des russischen Rekordmeisters, das eine Stunde wie der sichere Verlierer ausgesehen hatte. Das Sturmduo Alex Frei (36.) und Marco Streller (41.) hatten vor der Pause mit ihren Kopfballtoren für die verdiente Basler Führung gesorgt.

Dimitri Kombarow und Artem Dsjuba machten die gute Basler Ausgangslage Mitte der zweiten Halbzeit innerhalb von zehn Minuten zunichte, ehe Ananidze dem FCB noch den K.o-Schlag versetzte.

Tätlichkeit von Shaqiri

Beim 2:3 in der 92. Minute agierte der FCB in Unterzahl, nachdem in der 77. Minute Xherdan Shaqiri vom Platz geflogen war. Der 19-Jährige, der beide Basler Treffer mit einem Corner vorbereitet und eine Stunde lang überragend gespielt hatte, streckte seinen Gegenspieler nieder und flog vom Platz. Spartak, das mit einem Budget von rund 110 Millionen Franken operiert, reicht nun in einer Woche in Moskau bereits eine knappe Niederlage, um sich den Einzug in die Runde der letzten 16 zu sichern.

Noch im Pauseninterview mit dem Schweizer Fernsehen forderte Thorsten Fink seine Mannschaft auf, den dritten Treffer zu suchen, am Schluss stand dem FCB-Trainer vor 13'073 Zuschauern im St.-Jakob-Park die Konsternation ins Gesicht geschrieben. Der Schweizer Meister gab ein Spiel, dass er eine Stunde sicher kontrolliert hatte, ohne Not noch komplett aus der Hand. Spartak, das nur phasenweise seine Spielstärke unter Beweis stellen konnte, war lange Zeit anzumerken, dass es seit mehr als zwei Monaten keinen Ernstkampf mehr bestritten hatte.

Das 2:1 brachte den Umschwung

Bis zum Anschlusstreffer von Dimitri Kombarow, der Costanzo mit einem Schlenzer aus 14 Metern bezwang, war der FCB das klar bessere Team. Dank zwei einstudierten Cornervarianten hatten sie nach 41 Minuten 2:0 geführt und zeigten eine starke Leistung. Vor allem Shaqiri und Valentin Stocker, der beim 1:0 den Ball per Kopf zu Frei verlängerte, wirbelten die Spartak-Defensive durcheinander. Weniger auffällig als Shaqiri und Stocker agierte Granit Xhaka. Das 18-jährige Ersatz des verletzten Benjamin Huggel zeigte bei seiner Premiere in der Startaufstellung eines Europacupspiels zwar eine solide Leistung, den Basler Einbruch konnte aber auch er nicht verhindern.

Beim FCB wirkte vor allem die Innenverteidigung nicht sattelfest. Die gegenseitige Absicherung von David Abraham und Géneric Kusunga, der den verletzten Beg Ferati vertrat, funktionierte nicht reibungslos. Artem Dsjuba, die einzige Sturmspitze Spartaks, hätte bereits in der ersten Halbzeit zweimal beinahe davon profitiert: In der 20. Minute kam er nach einem Querpass von Dimitri Kombarow einen Schritt zu spät, zehn Minuten später scheiterte er nach einem Fehler Abrahams unbedrängt aus acht Metern mit einem zu unplatzierten Schuss am gut reagierenden FCB-Captain Franco Costanzo. In der 70. Minute machte es Dsjuba dann besser, als er einen Stellungsfehler Kusungas eiskalt ausnutzte.

Schwere Aufgabe in Russland

Dem FCB bietet sich damit eine schwierige Ausgangslage für das Rückspiel am nächsten Donnerstag in Moskau. Zwar muss Waleri Karpin auch dann auf seine beiden gesperrten Brasilianer Ibson und Topskorer Welliton verzichten, zwei Vorteile haben die Moskowiter aber dennoch: Sie sind sich den Kunstrasen im Luschniki-Stadion gewöhnt und dürften auch die eisige Kälte, die derzeit in Moskau und ganz Russland herrscht (minus 20 Grad), besser ertragen. Der Sieger des Duells dürfte mit grösster Wahrscheinlichkeit in den Achtelfinals am 10. und 17. März auswärts auf Ajax Amsterdam treffen. Der vierfache Meistercupsieger (inkl. Champions League) und UEFA-Cup-Sieger von 1992 siegte gestern auswärts in Anderlecht 3:0.

Basel - Spartak Moskau 2:3 (2:0)
St.-Jakob-Park. - 13'073 Zuschauer. - SR Stavrev (Maz). - Tore: 36. Frei 1:0. 41. Streller 2:0. 61. Kombarow 2:1. 70. Dsjuba 2:2. 92. Ananidse 2:3.

Basel: Costanzo; Steinhöfer, Kusunga, Abraham, Safari; Shaqiri, Yapi (88. Cabral), Granit Xhaka, Stocker (88. Zoua); Frei (80. Tembo), Streller.

Spartak Moskau: Dykan; Kirill Kombarow, Rojo, Suchy, Makejew (85. Jakowlew); Scheschukow (46. Ananidse), Carioca; McGeady, Alex, Dimitri Kombarow; Dsjuba.

Bemerkungen: Basel ohne Ferati, Huggel (beide verletzt) und Dragovic (nicht spielberechtigt), Spartak Moskau ohne Ibson,Welliton (beide gesperrt), Ari, Pareja und Parschiwljuk (alle verletzt). 78. Rote Karte gegen Shaqiri (Tätlichkeit). Verwarnungen: 34. Stocker und McGeady (beide Unsportlichkeit). 47. Yapi (Foul). 52. Carioca (Reklamieren). 71. Alex (Foul). 82. Dykan (Unsportlichkeit). 90. Suchy (Foul). 92. Kusunga (Foul).

(pad/Si)

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