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Vaduz will YB mit Geduld begegnen
publiziert: Samstag, 13. Feb 2016 / 12:05 Uhr
Adi Hütter ist seit September Cheftrainer bei YB. (Archivbild)
Adi Hütter ist seit September Cheftrainer bei YB. (Archivbild)

YB gibt den Kampf um den 2. Platz der Super League und die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation nicht auf. Am Samstag haben die Berner in Vaduz eine vier Monate alte Rechnung zu begleichen.

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Nach der Trennung von Uli Forte und dem kurzen Interregnum von Assistent Harald Gämperle war Adi Hütter im letzten September in Bern sogleich der Heilsbringer. Er reichte der verunsicherten Mannschaft sein Credo des offensiven Pressings weiter. Die Spieler schienen es schier von einem Moment auf den andern zu verinnerlichen. Es schauten vier Siege in Serie heraus, nachdem YB als vermeintlicher Herausforderer des FC Basel davor nur zwei von sechs Spiele gewonnen hatte. Den guten Lauf stoppte dann Mitte Oktober das bescheidene Vaduz mit einem 1:1 im Ländle.

Seither ist den Bernern keine positive Serie mehr geglückt, einzig noch eine Serie von drei Unentschieden. Die Berner wollen die Rechnung am Samstag in Vaduz begleichen. Zum Auf und Ab gesellte sich das Ausscheiden aus dem Cup daheim gegen den FCZ.

Adi Hütters Powerspiel hat seinen Glanz wie auch seine Wirksamkeit zum Teil verloren. Die wachsamen Trainerkollegen in der Super League wissen längst, was sie erwartet und wie sie sich auf das Pressing und den Sturmlauf der Young Boys einstellen können. Und fast jeder Trainer, der gegen YB nicht verliert, verwendet nach dem Match das Schlüsselwort: Geduld. Man muss Geduld haben. Die Berner verlieren innerhalb eines Spiels mit dem Pressing so viel Kraft, dass sie mit der Zeit zahm werden.

Vorbereitung nicht optimal

Der Match YB - GC (1:1) vom letzten Sonntag war ein Musterbeispiel. Die Berner hätten aus der ersten Halbzeit eine Zwei-Tore-Führung herausholen müssen, aber die Zürcher waren am Ende näher am Sieg. Adi Hütter führt dies auch darauf zurück, dass einige Spieler wie von Bergen, Hoarau, Hadergjonaj und Sulejmani aus den verschiedensten Gründen noch nicht ganz fit waren und keine optimale Vorbereitung auf die Rückrunde hatten.

Der Vaduzer Trainer Giorgio Contini macht sich wie seine Kollegen auf eine starke erste Hälfte der Berner gefasst. «Wir brauchen einfach Geduld», sagt auch er. «Es muss uns gelingen, diese Phase zu überstehen. Dann sollten wir eine Chance haben.» Unter dem 5:2-Sieg in Lugano hat das Selbstvertrauen der Vaduzer wohl nicht gelitten.

(arc/Si)

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