Van Gaals interessante Ansichten zum Fussball
publiziert: Montag, 8. Mrz 2010 / 12:50 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Mrz 2010 / 17:29 Uhr
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Bayerns Trainer Louis van Gaal nach der 1:1-Pleite gegen Köln: «Wir brauchen technische Hilfsmittel.»
Bayerns Trainer Louis van Gaal nach der 1:1-Pleite gegen Köln: «Wir brauchen technische Hilfsmittel.»

Bayern-Trainer Louis van Gaal fordert umfangreiche Reformen im Regelwerk und den Einsatz moderner Technik.

1 Meldung im Zusammenhang
«Wir brauchen technische Hilfsmittel. Ich will alles», sagt van Gaal. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) hatten sich am Wochenende zum wiederholten Mal gegen die Einführung technischer Hilfen entschieden - sehr zum Verdruss van Gaals, der sich zudem am «passiven Abseits» stört. «Wir brauchen klare Regeln. Das muss abgeschafft werden», sagte er.

Dass sich der IFAB gegen den vieldiskutierten, aber technisch realisierbaren Chip im Ball aussprach, empörte den Holländer: «Es ist doch Wahnsinn, dass wir das nicht verwenden», sagte van Gaal, «wir müssen das menschliche Urteil ausschalten, weil es immer subjektiv ist.» Die in der Europa League getesteten Torrichter lehnte er deshalb ab: «Das kann man mit einem Chip lösen.»

Schiri-Assistenten überflüssig

Der 58-Jährige ging noch weiter. Mit Hilfe einer elektronischen Seitenauslinie könnten Schiedsrichter-Assistenten überflüssig gemacht werden: «Weg mit den Linienrichtern. Die Technik haben wir und können sie auf einen Millimeter einsetzen.» Van Gaal forderte: «Wir brauchen wie im Basketball oder Eishockey zwei Schiedsrichter, einen in jeder Hälfte und in der Diagonalen positioniert.»

Zudem sprach sich der Bayern-Coach für eine Abschaffung des Einwurfs aus: «Das muss ein Einschuss sein.» Laut van Gaal würde das Spiel dadurch «attraktiver» werden, denn der Einschuss habe den Effekt eines Freistosses: «Das ist besser, weil dann die verteidigenden Teams nicht so einfach den Ball ins Aus schiessen.»

Penaltyschiessen ist Lotterie

Und auch vom Penaltyschiessen hält der van Gaal wenig. Das sei nur eine «Lotterie». Als Gegenmodell bot er das sogenannte «Gladiatorenspiel» an: «Geht eine Partie in die Verlängerung von zweimal 15 Minuten, wird alle fünf Minuten von jeder Mannschaft ein Spieler herausgenommen.» Ab der 115. Minute würde dann nur noch sechs gegen sechs gespielt. «Jetzt gewinnt nur noch die bessere Mannschaft - und nicht der einzelne Spieler beim Elfmeterschiessen», sagt van Gaal.

(tri/Si)

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