«Vertrag mit Challandes um 20 Jahre verlängern»
publiziert: Freitag, 18. Nov 2005 / 09:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Nov 2005 / 22:21 Uhr

Nach dem Out im EM-Achtelfinal in Portugal herrschte im Schweizer U21-Lager Resignation.

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Niederlagen gegen führende Nationen im Fussball werden nicht mehr mit dem «Selbstverständnis» früherer Jahre hingenommen, sondern sind Ansporn für weitere harte Arbeit. «Wir sind nicht mehr die kleine Schweiz, die sich mit dem Scheitern gegen das grosse Portugal zufrieden gibt», sagte Trainer Bernard Challandes stellvertretend für seine enttäuschten Spieler.

«Die zweite Halbzeit in Porto hat halt gezeigt, dass noch etwas fehlt, um ganz oben mitzuspielen. Ich bin frustriert, dass nach den beiden Gegentoren niemand Charakter gezeigt und das Spiel an sich gerissen hat.» Vorwürfe machte der ausgebildete Lehrer seiner Mannschaft gleichwohl keine: «Die Spieler taten, was sie konnten.»

Drei Akteure in der Nati

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Qualifikationsphasen wurde der entscheidende Schritt, die EM-Teilnahme, dieses Jahr zwar verpasst. Doch wie schon 2001 und 2003 leistete Challandes mit seinem Team wiederum wichtige Arbeit -- für die U21 und das A-Nationalteam. Mit Philipp Degen, Philippe Senderos und Valon Behrami wurden drei Akteure, die für die älteste Junioren-Auswahl spielberechtigt waren respektive immer noch sind, während der laufenden Saison von Köbi Kuhn berücksichtigt.

Die Tatsache, dass im WM-Barrage-Rückspiel in Istanbul 8 der 14 eingesetzten Schweizer in den letzten vier Jahren Mitglied der U21-EM-Mannschaft waren, spricht für die gute Ausbildung bei Challandes. Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner brach in Portugal nicht nur aus diesen Gründen eine Lanze für seinen Chefcoach: «Wenn ich Herr Zloczower wäre, würde ich den Vertrag mit Bernard Challandes um 20 Jahre verlängern.»

Nachrückende Jahrgänge

Weil im kommenden «Übergangsjahr» der Modus für die U21-Ernstkämpfe geändert wird, steht Challandes der 84er-Jahrgang für die neu nur noch aus maximal vier Partien (eine auswärts, eine in der Schweiz sowie als allfälliger Gruppensieger die Barrage mit Hin- und Rückspiel) bestehende Qualifikationsphase nochmals zur Disposition.

Als ersten Test für die nachrückenden Jahrgänge wird die U21 im März ein Turnier mit Deutschland, Österreich und Italien bestreiten.

Stürmerproblem

Grösstes Problem für Challandes dürfte es erneut werden, valable Stürmer zu rekrutieren und diese «nati-reif» auszubilden. Marco Schneuwly (YB), Goran Antic (Vaduz), Cédric Tsimba (Sturm Graz), Milos Malenovic (Wohlen) oder Guilherme Afonso (Twente Enschede) sind laut dem Coach momentan noch nicht auf dem «gewünschten Niveau».

Ein Nachfolger für David Degen, dem Challandes das Potenzial für das A-Nationalteam attestiert («aber nur, wenn er so spielt wie in der ersten Halbzeit in Portugal»), ist nicht in Sichtweite.

(von Stefan Baumgartner, Porto/Si)

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