Vorschläge gegen Gewalt in und um Stadien
publiziert: Freitag, 8. Sep 2006 / 19:57 Uhr

Zürich - Die Fussball-EM 2008 in der Schweiz zwingt Veranstalter, Bund, Kantone, Städte und Klubs, die Sicherheitsprobleme in und um die Stadien möglichst rasch in den Griff zu bekommen.

Die Notwendigkeit des Hooligan-Gesetzes wurde mehrfach betont.
Die Notwendigkeit des Hooligan-Gesetzes wurde mehrfach betont.
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Dies ist die an einem Polizeikongress in Zürich vielfach geäusserte Meinung. Spätestens die Ausschreitungen nach dem Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich im vergangenen Mai in Basel haben gezeigt, dass die Situation in der Schweiz sehr unbefriedigend und ernsthaft ist, wie mehrere Referenten an einem Kongress der städtischen Polizeidirektoren am Freitag in Zürich erklärten.

Am Kongress wurden Massnahmen vorgeschlagen und diskutiert, mit welchen Gewalt rund um Sportveranstaltungen wirksam verhindert werden kann - dies nicht zuletzt wegen der EURO 08. Dann wird die Schweiz im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit stehen. Diese Chance will die Schweiz nutzen, um ein gutes Bild von sich abzugeben.

Thomas Helbling, Sicherheitsverantwortlicher der Swiss Football League (SFL), begrüsste die Umsetzung des Hooligan-Gesetzes per Anfang 2007. Und er erinnerte an den Beschluss des SFL vom Juli, wonach die Klubs mehr für die Sicherheit in den Stadien tun müssen.

Notwendigkeit des Hooligan-Gesetzes

Die Notwendigkeit des Hooligan-Gesetzes betonte auch Gerhard Lips, Chef Region Ost der Stadtpolizei Zürich. Damit erhielten die Polizeikorps endlich international vergleichbare Möglichkeiten.

«Wenn man die Probleme national nicht in den Griff bekommt, besteht das Risiko, dass es an der EURO 08 auch nicht klappt», erklärte Jos van Deursen, Korpschef der Regionalpolizei Gelderland-Midden in Arnhem (NL) und Hooligan-Spezialist. Von zentraler Bedeutung seien die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden.

Probleme haben keine Grenzen

Otto Adang, Professor an der Polizeiakademie Appledorn (NL) sowie Hooliganismus-Experte, ergänzte, «dass Probleme keine Grenzen haben». Deshalb müssten Städte und Kantone die Gewalt im Sport in zunehmendem Masse als gemeinsam zu lösendes Problem begreifen.

Am Beispiel seiner Forschungen im Rahmen der EURO 04 in Portugal präsentierte Adang das an einigen Austragungsorten umgesetzte Konzept «low-profile-policing» für die Polizeiarbeit. Hauptmerkmal ist eine relativ geringe Polizeipräsenz, verbunden aber mit der Möglichkeit einer raschen konsequenten Intervention bei Bedarf.

(smw/sda)

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