WM: Tratsch und Klatsch
publiziert: Freitag, 7. Jul 2006 / 21:53 Uhr

Das Olympiastadion wird beim Final am Sonntagabend vor Sauberkeit glänzen. 30 Leute putzten während drei Tagen nochmals jeden der 72 000 Schalensitze.

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Das Olympiastadion in Berlin wird für den Final nochmals auf Hochglanz poliert.
Das Olympiastadion in Berlin wird für den Final nochmals auf Hochglanz poliert.
Auch die Rampen und Treppen im Stadion werden nochmals begutachtet. «Wir werden auch in die letzte Ecke nochmals zweimal schauen», sagte der Leiter der Stadion-Betreibergesellschaft. Für die Medienvertreter werden zudem zusätzlich 400 Plätze eingebaut. Damit hat es auf der Pressetribüne Platz für 2000 Journalisten.

Zu viel Alkohol nach Niederlage

Ein thailändischer Fan der deutschen Nationalmannschaft hat versucht, den Frust über die Halbfinalniederlage gegen Italien mit Alkohol herunterzuspülen. Mit zu viel Alkohol. Der 44-jährige Mann wollte nach dem 0:2 der «Klinsmänner» nichts mehr essen und nur noch trinken. Am nächsten Morgen war er tot.

Infotafeln bald bei WM-Freunden

Die an den bayrischen Strassen während der WM aufgestellten Infotafeln mit der Aufschrift «Die Welt zu Gast bei Freunden» kommen unter den Hammer. Die erste der 13 Tafeln sei bereits über die Internet-Plattform eBay bis zum 15. Juli zu ersteigern. Der künftige Besitzer braucht allerdings Platz und Hilfe beim Abtransport - die Schilder sind 3 x 3,5 m gross und wiegen rund 170 kg.

Langer Flug nach Stuttgart

Portugals Reise von München ins knapp 230 km entfernte Stuttgart, wo das Spiel um Platz stattfindet, dauerte fast viermal länger als vorgesehen. Wegen des schlechten Wetters über Stuttgart musste das Flugzeug mehrere Warteschleifen drehen und schliesslich eine Zwischenlandung in Frankfurt einlegen. Erst als sich die Witterung über Stuttgart wieder verbessert hatte, konnten die Portugiesen am Flughafen Echterdingen von Bord gehen und mit drei Stunden Verspätung ihr Quartier beziehen.

Pressezentrum in Berlin evakuiert

Das in einem Zelt untergebrachte Pressezentrum in Berlin musste bereits zum zweiten Mal während dieser WM evakuiert werden. War das erste Mal eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, sorgte diesmal der starke Wind für viel Wirbel unter den Journalisten. Weil die Böen stark an der Konstruktion zerrte, wurden die Medienschaffenden aus Sicherheitsgründen aus dem Zelt gewiesen.

Gefragtes Maskottchen

Kurz vor Ende der Fussball-WM hat der Hersteller des Maskottchens «Goleo» eine positive Verkaufsbilanz gezogen. Nach Angaben eines Sprechers des Unternehmens Nici sind in Deutschland seit Beginn des Turniers am 9. Juni mehr als eine Million Löwen-Nachbildungen in verschiedenen Formen über die Ladentheken gegangen. Verkaufschlager waren dabei kleine Schlüsselanhänger sowie die 25 Zentimeter grosse Plüsch-Figur.

320 Euro für Ronaldinho-Shirt

Trotz des frühzeitigen WM-Aus kann man mit Ronaldinho immer noch viel Geld für einen guten Zweck machen. Bei einer Versteigerung in Portugal brachte ein grünes T-Shirt, dass der Brasilianer bei der Aufzeichung eines Werbespots getragen hatte, 320 Euro ein. Die Einnahmen kommen einer Organisation zugute, die sich um arme, hungernde und heimatlose Menschen kümmert.

Italiener sind «Schwalben-Könige»

Das britische Statistikbüro IBI untersuchte alle bisherigen WM-Partien und kam zum Schluss, dass die Italiener die grössten Schauspieler des Turniers sind. 32 Schwalben zählten die britischen Statistiker. Den Franzosen attestieren die Briten dagegen schlechte Laune: 28 unkontrollierte Wutausbrüche wurden notiert.

Portugiesischer Fan gestorben

Der am vergangenen Samstag von einem Franzosen mit Gewehrschüssen schwer verletzte portugiesische WM-Fan ist in einem Spital in Nizza gestorben. Der Postbeamte hatte auf den 37-jährigen Mann und eine ebenfalls aus Portugal stammende Frau geschossen, weil sie seiner Meinung nach zu laut den Viertelfinalsieg ihrer Mannschaft über England gefeiert hatten. Der 58-jährige Täter wurde später von der Polizei erschossen, weil er - betrunken, nackt und mit einem Schwert bewaffnet - auch die Sicherheitskräfte bedrohte.

(smw/Si)

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