Weltmeister: Die grossartige Leistung unserer U17
publiziert: Sonntag, 15. Nov 2009 / 21:12 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Nov 2009 / 09:49 Uhr

Der Schweizerische Fussballverband hat erstmals in seiner 114-jährigen Geschichte einen WM-Titel geholt.

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Die U17-Junioren gewannen den Final in Nigeria gegen den Gastgeber sensationell mit 1:0.

Das goldene Tor erzielte Haris Seferovic in der 63. Minute. Der Stürmer von den Grasshoppers traf per Kopf nach einem Corner von Oliver Buff. Dieser Erfolg wird unvergesslich bleiben.

Die Schweizer überzeugten auch im Endspiel und wahrten so die Ungeschlagenheit. Keine Fussball-Grossmacht konnte dem Team von Trainer Dany Ryser das Wasser reichen. Alles räumten Nassim Ben Khalifa und Co. aus dem Weg. Der Jubel nach dem Schlusspfiff war grenzenlos.

Ein Wunder in Rot-Weiss

Zwar dominierten die Nigerianer das Spielgeschehen in der Hauptstadt Abuja, doch die Schweizer hielten mit einem effizienten Defensiv-Konzept dagegen.

Goalie Benjamin Siegrist und seine Vorderleute wurden stark gefordert, doch sie erledigten ihre Aufgaben mit Bravour und manchmal auch mit etwas Glück. Eine Viertelstunde vor Schluss half die Torumrandung, als ein nigerianischer Kopfball von der Latte zurückprallte.

Alter nun unwichtig

Somit erübrigen sich auch die Diskussionen um die Altersangaben der Nigerianer.

Im Vorfeld des Finals war gemunkelt worden, möglicherweise würden die Schweizer den WM-Titel nachträglich sowieso zugesprochen erhalten, weil die Afrikaner angeblich im Turnier mit einigen Spielern antraten, die nicht mehr in der U17-Kategorie einsatzberechtigt gewesen wären.

Beim Heimteam und seinen Fans war die Enttäuschung riesig. Einige Zuschauer verliessen das Stadion vorzeitig.

Schweiz - Nigeria 1:0 (0:0)
National Stadium, Abuja. - 64 000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Vazquez (Uru). - Tor: 63. Seferovic 0:1.

Schweiz: Siegrist; Martignoni (68. Gonçalves), Chappuis, Veseli (78. Hajrovic), Rodriguez; Xhaka (90. Nimeley), Buff, Kasami, Kamber; Seferovic, Ben Khalifa.

Nigeria: Paul; Oliha, Chukwudi, Omeru, Aliyu; Egbedi (71. Kayode), Azeez, Ajagun, Envoh; Omeruo, Emmanuel (77. Otubanjo).

Bemerkungen: Schweiz komplett. Verwarnungen: 20. Buff, 53. Martignoni, 80. Xhaka (alle Foul). 78. Kopfball von Otubanjo an die Latte. 88. Schweizer Mauer lenkt Freistoss von Ajagun an die Latte ab.

(pad/Si)

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Die Zuschauer-Quote betrug im Schnitt 44 Prozent.
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Hat was
Na ja, in der Schweiz geht es ja auch 20 Jahre bis man mit einem Nachbarn Freundschaft unter Schweizer aufbauen kann. So gesehen stimmt schon.
Realos
Zitat midas
"Den Rest des Jahres dürfen diese Jungs dann aber wieder in die Realität zurück"

Die Realität ist doch, dass es normal ist, dass Einwanderer sich ihre Sporen abverdienen müssen. Das ist so in jedem Land der Welt. In Japan sagte ein Bauer mal auf die Frage, wie es stehe, mit der Akzeptanz der Japaner Neuen gegenüber, das sei gar kein Problem. Er zum Beispiel werde unterdessen sehr gut akzeptiert, obwohl seine Familie erst vor ca. 300 Jahren aus Korea eingewandert sei.
So gesehen ist die Schweiz immer noch sehr weltoffen und das obwohl sie unterdessen einen Ausländeranteil von ca. 25 % beherbergt. Eingebürgerte nicht mitgezählt.
Mir geht es weniger um die hier gut integrierten Ausländer, die etwas zur Wertschöpfung beitragen, als vielmehr um diejenigen, die in Parallelwelten leben und sich nicht integrieren wollen, gleichzeitig aber gerne von den Annehmlichkeiten des Westens allgemein, und der Schweiz im Besonderen profitieren.
Diesen ist der Tarif durchzugeben. Auch damit den Integrationswilligen eine Leitplanke gegeben wird und diese dadurch in diesem Prozess unterstützt werden. Es hilft keinem, an der Realität vorbei zu diskutieren und sich mit Pflästerlipolitik um die Lösung der unbequemen Probleme zu drücken. Es geht auch darum, ob die Schweiz als Willensnation eine Zukunft hat. Das Team der Nationalmannschaft hat uns diesen Willen vorgelebt. Ich bin stolz darauf und stolz darauf, in diesem Land leben zu dürfen.
Toll gemacht!
Ich freue mich über diesen Erfolg der Jungen. Eine tolle Leistung. Ich möchte hier aber auch einen Teil eines Beitrags von mir von letzter Woche re-posten. Vor dem Sieg:

"Ja da sind wir aber wieder stolz! Toll gemacht Jungs! Namen wie Haris Seferovic oder Nassim Ben Khalifa schiessen Tore für die Schweiz und das ganze Land ist stolz. Toll echt!

Den Rest des Jahres dürfen diese Jungs dann aber wieder in die Realität zurück und über die SVP oder hier im Forum erfahren, was so Viele in diesem Land offensichtlich wirklich über die Secondos in der Schweiz denken."
auf dem punkt kubra
lieber kubra, wir sind ja durchaus nicht immer derselben meinung... aber diesmal kann ich ihnen nur beipflichten und ihen zu ihrem treffenden 3zeiler gratulieren!
was unsere durchmischte u17 mannschaft auf den grünen rasen gelegt hat war buchstäblich weltmeisterlich..... und das team lebt, was für viele in unserer gesellschaft völlig unmöglich zu sein scheint. zusammen was auf die beine stellen, einander gegenseitig respektieren, zusammen ein team sein, egal welche hautfarbe, rasse oder sprache man spricht.... sondern zu erkennen, dass wir alle ein grosses team sind.... in einem spiel..... nicht in einem krieg!
what a day!
Österreich
In Österreich kann man schon lange eine Ausbildung neben dem Sport machen.

Da wird dann der Unterrichtsstoff langsamer bearbeitet.

Der SFV will ja, dass man Menschen schneller einbürgert. Nur wer garantiert dann dem SFV, dass diese Menschen auch für die CH spielen?

Oder will man so restrektive Gesetze wie im FL, dass man nur einen Pass haben darf?
Es könnte ja auch so sein!
Die Meinung von Vielen „Secondos“ seien bessere Fussballer. Auch U17 Fussballer erhalten frühestens als 65-jährige die AHV. Die Meisten von ihnen werden also noch von etwas Anderem leben müssen. Die meisten Schweizer Eltern schauen doch, dass die berufliche Ausbildung der Junioren nicht vernachlässigt wird. Das beeinträchtig eben dann die fussballerische Ausbildung. Eine Analyse in diesem Sinne wäre sehr interessant
Gratulation
Eine Mannschaft zusammengesetzt aus den unterschiedlichsten Ethnien, Rassen und Religionen. Ein Spiegelbild der heutigen Schweiz. Wenn alle zusammenhalten und den Willen zum Sieg als Team verinnerlicht haben, sind wir Weltmeister.
Was für ein Tag!

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