Weltmeister als letzte Prüfung vor der WM
publiziert: Samstag, 5. Jun 2010 / 08:39 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Jun 2010 / 20:23 Uhr
Hitzfeld kann mit Wunschformation gegen Italien antreten. Hier die Mannschaft beim Abschlusstraining.
Hitzfeld kann mit Wunschformation gegen Italien antreten. Hier die Mannschaft beim Abschlusstraining.

Die Schweiz schliesst heute Samstag den ersten Teil der WM-Vorbereitung mit dem Test in Genf gegen Weltmeister Italien ab (20.45 Uhr). Anders als unter Köbi Kuhn hat sie sich einen grossen Gegner für die WM-Hauptprobe ausgesucht.

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Nach zehn Tagen hat die Schweizer Nationalmannschaft am Freitag die Walliser Berge verlassen und ist nach Genf disloziert. «Wir haben in Lens gut gearbeitet und während der Vorbereitung viel Spass gehabt - ausser im Spiel gegen Costa Rica», sagte Nationalcoach Ottmar Hitzfeld. Der Deutsche ging mit dieser Aussage in medias res. Wie das Team in den vielen Trainings arbeitet, sieht die Öffentlichkeit nicht. Sie interessieren die Resultate. Und wenn diese nicht stimmen, wie in den letzten Monaten bei der Schweizer Mannschaft, wird vieles in Frage gestellt und kritisiert.

Hitzfeld ist daher bemüht, die Aussagekraft von Testspielen zu relativieren, ohne sie dabei zu Mustern ohne Wert zu degradieren. «Wir arbeiten auf das WM-Spiel gegen Spanien hin. Darauf ist die Vorbereitung ausgerichtet und nicht auf die Testspiele gegen Costa Rica und Italien. Ein Erfolg gegen den Weltmeister wäre trotzdem nicht schlecht. Einen solchen Gegner zu schlagen würde uns sehr viel Selbstvertrauen geben.»

Bewusst schweren Weg gewählt

Mit der Ansetzung des Tests gegen Italien ist der SFV ein Wagnis eingegangen. Er riskiert, mit einem (weiteren) Negativerlebnis die Reise nach Südafrika anzutreten. «Wir haben bewusst Italien als Gegner ausgesucht. Das stimmt uns auf das WM-Startspiel ein. Italien spielt zwar anders als Spanien, aber der grosse Name, die Erfahrung der Spieler, ihre Cleverness sind für uns ein echter Test.» Der letzte Sieg gegen Italien liegt zwar 17 Jahre zurück, doch die Schweiz sieht gegen den vierfachen Weltmeister oft gut aus. Die letzten beiden Duelle endeten unentschieden. Zuletzt trennten sich die beiden Teams vor zehn Monaten in Basel torlos.

Die Schweiz geht diesmal bewusst einen schwierigen Weg. Vor den drei Endrunden mit Köbi Kuhn wählte sie zweimal Liechtenstein (2004, 2008) und einmal China (2006) als letzten Sparringpartner aus. Die drei programmierten Siege vermittelten im Team, im Umfeld und bei den Fans ein gutes Gefühl.

Nach dem 4:1-Spektakel im Hardturm gegen China vor vier Jahren wurde das Land vollends von einer Welle der Euphorie erfasst. Gleichwohl schaffte es die SFV-Auswahl danach in Deutschland nicht, über sich hinauszuwachsen. Ganz zu schweigen von den missratenen EM-Endrunden 2004 und 2008, die den Heimsiegen gegen Liechtenstein (1:0, 3:0) folgten.

«Werden frischer sein als gegen Costa Rica»

Gegen Italien, das am Donnerstag im Testspiel gegen Mexiko eine 1:2-Niederlage bezog, ist keine Gala der Schweizer zu erwarten. Zum Abschluss eines harten Vorbereitungscamps ist dies nicht möglich, «sonst hätten wir in Crans-Montana nur einmal trainieren sollen», so Hitzfeld. Eine Steigerung gegenüber dem tristen Auftritt vom Dienstag erhofft er sich gleichwohl. «Wir werden frischer sein als gegen Costa Rica. Das sollte sich auf die Leistung auswirken.»

Im wohl ausverkauften Stade de Genève wird Hitzfeld erstmals seit langem wieder alle Spieler zur Verfügung haben. An seiner Wunschformation nimmt er keine Änderungen mehr vor. Valon Behrami wird auf die linke Seite im Mittelfeld zurückkehren und zusammen mit Tranquillo Barnetta im Spiel nach vorne den zurückhängenden Alex Frei unterstützen. Vom Captain fordert Hitzfeld, dass er sich nicht bis zum eigenen Strafraum zurückfallen lässt. «Das hat die Organisation gestört. Gegen Italien müssen wir kompakter sein und aggressiver. Wir haben Costa Rica zu sehr spielen lassen.»

(et/Si)

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