Rueda mit guten Erinnerungen
YB gastiert in Moskau bei Anschi Machatschkala
publiziert: Donnerstag, 4. Okt 2012 / 14:00 Uhr
Das Team von Martin Rueda ist in dieser Saison noch nicht auf Touren gekommen.
Das Team von Martin Rueda ist in dieser Saison noch nicht auf Touren gekommen.

Die Young Boys bestreiten nach dem missglückten Auftakt ihr zweites Spiel in der Europa-League-Gruppenphase. Sie treffen in Moskau auf das reiche und exzellent besetzte Anschi Machatschkala (18.00 Uhr/SFzwei).

Der Trainer der Young Boys kennt das Lokomotive Stadion von Moskau gut. Martin Rueda schaffte dort, wo heute YB im Einsatz steht, mit Lausanne 2010 einen Exploit. Mit dem damaligen Challenge-League-Klub qualifizierte er sich gegen den viel höher eingeschätzten russischen Vertreter Lokomotive Moskau für die Gruppenphase der Europa League. «Das damals war eine Riesensensation. Wenn YB gegen Anschi gewinnt, wäre das der Normalfall», meinte Rueda mit einem Lächeln.

Rueda weiss genau, dass ein Sieg gegen Anschi keineswegs der Normalfall ist. Seine Mannschaft ist in dieser Saison noch nicht auf Touren gekommen. Auf gute Leistungen folgten meistens enttäuschende Auftritte. Die Konstanz ist momentan das grosse Manko bei den Bernern. 19 Spiele hat YB in dieser Saison schon bestritten und nur zweimal reihten sie zwei Siege aneinander.

Selbstvertrauen sammeln

Nach dem 6:2 gegen ein inferiores Servette am Wochenende kann YB den nächsten Versuch starten, zu einer Serie anzusetzen. Der Trainer Martin Rueda spricht von der Möglichkeit, gegen einen starken Gegner Selbstvertrauen zu sammeln. Vielleicht schafft es die Mannschaft endlich, den Match abzuliefern, den es braucht, um in Zukunft mit einem gewissen Selbstverständnis aufzutreten. In den letzten Wochen stand den Bernern in vielen Partien auf dem Weg zum Erfolg etwas im Wege - nicht selten das eigene Unvermögen, wie etwa zum Auftakt der Gruppenphase vor zwei Wochen daheim gegen Liverpool.

Einfacher als gegen Liverpool wird es gegen Anschi kaum. Mit Christoph Spycher (Knientzündung) und Alexander Farnerud (Leistenprobleme) muss Rueda auf zwei Routiniers verzichten. Sie machten am Dienstag den Flug und die anschliessende, fast gleich lang dauernde Busfahrt durch den Moskauer Stossverkehr nicht mit. Dass die Berner einer Reise nach Machatschkala an das Kaspische Meer entgingen, liegt an der unsicheren politischen Lage dort. Anschi muss seine Heimspiele im Europacup in Moskau bestreiten. «Das ist für uns sicherlich kein Nachteil», urteilte Rueda. Der Zuschaueraufmarsch dürfte sich heute Abend in Grenzen halten. Gegen Alkmaar in der Qualifikation waren es 5000 gwesen.

Teure Anschi-Kicker

Anschi Machatschkala hat seit der Übernahme durch den Oligarchen Sulejman Kerimow viel Geld in Spielerverpflichtungen gesteckt. Bei der letzten Transferperiode waren es 28 Millionen Euro, unter anderem für den französischen Internationalen Lassana Diarra und den über zwei Meter grossen Ivorer Lacina Traoré. Mit Guus Hiddink (10 Mio. Euro Jahresgehalt) und Samuel Eto'o (20 Mio.) standen schon zuvor zwei prominente Grossverdiener auf der Lohnliste von Anschi.

Die Transferoffensive der Mannschaft aus dem Kaukasus geht bislang auf. Am Wochenende schlug sie dank Toren von Traoré und Eto'o in der 10. Runde der russischen Meisterschaft Wolga Nischni Nowgorod und übernahm die Tabellenspitze. «Das kommt für uns eher unerwartet», gestand Hiddink. «Wir haben ein junges, aufstrebendes Team. Wir sind eigentlich erst daran, eine Basis aufzubauen.»

Anschi - Young Boys
Donnerstag, 18.00 Uhr MEZ. - Lokomotive Stadion, Moskau. - SR Felix Zwayer (De).

Voraussichtliche Formationen:
Anschi: Pomasan; Agalerow, João Carlos, Samba, Schirkow; Jucilei, Boussoufa; Diarra, Eto'o, Schatow; Traoré.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Nef, Ojala, Raimondi; Zverotic, Costanzo; Zarate, Schneuwly, Nuzzolo; Bobadilla.

Bemerkungen: Young Boys ohne Spycher, Farnerud, Simpson und Doubai (alle verletzt).

(bg/Si)

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