13 WM-Teilnehmer testen für die EM 2004

publiziert: Montag, 19. Aug 2002 / 17:24 Uhr

Basel - Am ersten grossen Länderspielabend nach der WM in Südkorea und Japan stehen am Mittwoch 25 Partien auf dem Programm. Neben der Schweiz und Österreich testen auch 13 europäische WM-Teilnehmer ihre Form vor dem baldigen Start in die EM-Qualifikation 2004.

Eingepfercht zwischen die Qualifikationsspiele der europäischen Vereine um eine Champions-League-Teilnahme gibt sich am Mittwoch die «Crème de la crème» der europäischen Nationalmannschaften die Ehre. Der entthronte Weltmeister Frankreich kommt ebenso zum Einsatz wie der WM-Finalist Deutschland, der WM-Dritte Türkei oder die in Asien früh ausgeschiedenen Spanien und Italien.

Aus Schweizer Sicht interessant sind neben dem Testspiel gegen Österreich in Basel auch die Ergebnisse von drei kommenden EM- Qualifikationsgegnern. Georgien, der erste Schweizer Kontrahent am 8. September in Basel, absolviert seinen Abschlusstest in der heissen türkischen Stadt Trabzon. Irland, Gegner der Schweiz am 16. Oktober in Dublin, trifft in Helsinki auf Finnland, und Russland empfängt in Moskau den WM-Achtelfinalisten Schweden.

Wie schon bei der WM muss Deutschlands Coach Völler in Sofia gegen Bulgarien auf ein Rumpfteam zurückgreifen. Mit Kahn, Böhme, Ricken, Ziege, Rehmer, Baumann, Frings, Hamann und Neuville mussten ihm gleich neun WM-Fahrer eine Absage erteilen. Zudem fehlen die seit Längerem verletzten Nationalspieler Nowotny und Wörns. Weli Metzelder, Asamoah und Lehmann angeschlagen sind, nominierte Völler am Montag mit Borowski und Ernst (beide Werder Bremen) zwei weitere Youngsters nach. Zuvor schon hatte der deutsche Teamchef mit der Nomination des Herthaners Friedrich nach nur einem Bundesliga- Einsatz und des Bochumers Freier für eine deutliche Kader- Verjüngung gesorgt.

Auf fünf Neulinge setzt Frankreichs Coach Jacques Santini in seinem ersten Länderspiel in Tunis gegen Tunesien. Govou und Bréchet (beide Lyon), Mexès (Auxerre), Réveillère (Rennes) und Cheyrou (Liverpool) sollen die Wachablösung beim an der WM kläglich gescheiterten Exweltmeister einläuten.

Noch bevor vor dem Saisonbeginn in der Serie A und in der Primera Division unternehmen die Italiener (in Triest gegen WM- Teilnehmer Slowenien) und die Spanier (in Budapest gegen Ungarn) einen Aufgalopp. Liechtenstein steht auf den Färöern im Einsatz. Und Weltmeister Brasilien gelangt in Fortaleza gegen den WM- Teilnehmer Paraguay zum ersten Auftritt nach der WM.

(von René Baumann /sda)

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