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205. Derby unter ganz speziellen Umständen

publiziert: Samstag, 19. Aug 2006 / 09:47 Uhr

Erstmals tritt der FC Zürich im Hardturm-Stadion als Gastgeber zu einem Stadtzürcher Derby an.

Lucien Favre: «Ich darf das Büro von GC-Trainer Krassimir Balakov benützen.»
Lucien Favre: «Ich darf das Büro von GC-Trainer Krassimir Balakov benützen.»
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Das allein ist schon speziell, aber es kommt noch besser: Erstmals seit 13 Jahren begegnen sich die beiden Zürcher Rivalen wieder als Spitzenteams.

Am 25. September 1993 kam es zum letzten Zürcher Derby, das der Affiche Spitzenkampf auch wirklich gerecht wurde. Danach, in den Saisons 2000/01 und 2002/03, als die Grasshoppers letztmals Schweizer Meister wurden, und im Vorjahr, als der FCZ seinen zehnten Titel errang, war der Konkurrent aus der Stadt in hinteren Regionen klassiert.

Vor 13 Jahren aber lag der FCZ nach zehn Runden an der Spitze und folgte GC unmittelbar dahinter. Das Spiel fand ebenfalls im Hardturm statt, jedoch mit Hausherr GC als Gastgeber. Die Grasshoppers gewannen 2:0, übernahmen die Tabellenspitze und wurden schliesslich Qualifikationssieger. Der Titel wurde ihnen im aber noch von Servette abgejagt.

Aufregung unter den Fans

Beide Trainer bemühen sich im Vorfeld des ASL-Spitzenkampfes, die Bedeutung der Partie nicht zu dramatisieren. Gleichwohl brodelt es im Umfeld.

Einzelne Saisonkarten-Besitzer der Grasshoppers reklamierten heftig, als sie für das Spiel in «ihrem» Stadion ein Ticket kaufen mussten. Nur 2000 Billette gingen an «Gast» GC. Die FCZ-Fans dagegen ärgern sich, dass sie sich das Derby in der normalerweise von den GC-Supportern besetzten Osttribüne anschauen müssen.

FCZ-Trainer Lucien Favre findet das ganze Hin und Her lustig: «Gemäss Reglement darf ich am Samstag im Stadioninnern sogar das Büro von GC-Trainer Krassimir Balakov benützen.»

Ob er die Gelegenheit ergreift und sich nach dem Geheimnis des aktuellen GC-Höhenfluges umschaut? Die Grasshoppers sind diese Saison als einziges Team noch ungeschlagen, obwohl sie inklusive UI-Cup bereits zehn Partien bestritten haben. Favre: «GC hat viel Qualität und will zurecht vorne mitreden. Es wird dieses Jahr ein sehr, sehr enges Rennen um den Meistertitel.»

FCZ in schwieriger Phase

Der FCZ-Coach sieht sein Team zurzeit in einer schwierigen Phase; auf die erste Meisterschafts-Niederlage in St. Gallen folgen die Auswärtsspiele im Hardturmstadion und beim FC Basel. Das 1:3 im Espenmoos sei noch nicht verarbeitet, denn er, Favre, habe sein komplettes Kader seither nie mehr gesehen. Acht Spieler waren diese Woche weg, sieben in diversen Nationalmannschaften und Cesar aus Krankheitsgründen.

Dennoch ergebe sich die Startformation fast von selber. «Wir haben elf Spieler für zehn Positionen. Die Aufstellung ist damit schnell gemacht», sagt Favre. Angriff und Abwehr seien gegeben, im Mittelfeld stellt sich noch die Frage, ob Cesar nach seiner Absenz von Beginn weg zum Einsatz kommt.

Auch Balakov befindet sich mit seiner Mannschaft in einem wichtigen Saisonabschnitt. Er verpackt den Spitzenkampf gegen den FCZ und das UEFA-Cup-Rückspiel vom Donnerstag gegen Szekesfehervar punkto Bedeutung, Emotionen und Spannung ins gleiche Paket. Innerhalb von sechs Tagen kann GC sehr viel gewinnen, aber auch einiges verlieren.

Aufgrund des Titelgewinns und der langen Erfolgsserie mit 28 Partien ohne Niederlage sei der FCZ für ihn dennoch klarer Favorit, sagt Balakov. Er sieht es aber als kleinen Vorteil, dass er das Derby als Gastmannschaft im eigenen Stadion bestreiten kann. Balakov: «Ich werde entspannt auf der Bank sitzen und schauen, wie reif meine Mannschaft bereits geworden ist.»

Die Partien im Überblick

Luzern - Schaffhausen. -- Anpfiff: Samstag, 17.45 Uhr. -- Abwesend: Mehmeti (verletzt); keiner. -- Fraglich: Claudio Lustenberger; Tarone (Fuss), Fernando (Oberschenkel). -- Statistik: Viermal erst gastierten die Schaffhauser auf höchster Ebene im Luzerner Allmendstadion und kehrten nur einmal als Verlierer nach Hause zurück. Die Schaffhauser sind diese Saison aber auswärts noch ohne Punktgewinn. Trainer Seeberger wird jedoch bestrebt sein, eine gute Visitenkarte zu hinterlassen, nachdem er im Sommer in Luzern noch einer der Trainerkandidaten gewesen war.

Zürich - Grasshoppers (letzte Saison: 4:2, 0:1, 0:0, 2:0). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Abwesend: Schneider (verletzt), Rochat (noch nicht qualifiziert); Denicolà (verletzt). -- Statistik: Das 205. Zürcher Stadtderby findet unter speziellen Umständen statt. Erstmals empfängt der FCZ Rivale GC als Heimteam im Hardturm. Der Titelverteidiger will seine Ungeschlagenheit in Derby-Heimspielen (5 Partien seit 29. Oktober 2003) weiter ausbauen. GC ist aber als einziges Team der Axpo Super League noch ungeschlagen und insgesamt in dieser Saison seit zehn Spielen ohne Niederlage.

Aarau - Young Boys (0:0, 1:0, 1:2, 1:5). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Abwesend: Berisha, Bieli, Carlos (alle verletzt); Yakin (Knöchel). -- Fraglich: Burki (Zehe); keiner. -- Statistik: Die Berner liegen dem Aarauer Trainer Urs Schönenberger. Mit Thun hat er in vier Spielen gegen YB nie verloren. Aarau dagegen hat schlechte Erinnerungen an die Young Boys. Im letzten Heimspiel am 23. April setzte es April eine 1:5-Niederlage ab.

Sion - Basel. -- Sonntag, 16 Uhr. -- Abwesend: Chihab, Meoli (beide verletzt); Ba (gesperrt), Carignano, Dzombic, Eduardo, Smiljanic (alle verletzt). -- Fraglich: Carlitos (Fussprellung); keiner. -- Statistik: Nur ungern denken die Basler an ihren zweitletzten Auftritt im Tourbillon zurück. Am 7. Juli 2001 gingen sie im Wallis gleich 1:8 unter. Es war die zweithöchste Niederlage in der Vereinsgeschichte. Die Revanche im folgenden Frühling ging dann mit 3:0 klar an die Basler, die darauf auch den Titel gewannen.

Thun - St. Gallen (1:5, 5:1, 0:1, 3:1). -- Montag, 19.45 Uhr. -- Abwesend: keiner; Gelabert (gesperrt), Callà (verletzt). -- Fraglich: Hämmerli, Schönenberger; Garat. -- Statistik: Zum vierten Mal trifft Thuns Trainer Heinz Peischl auf seinen Ex-Klub. Die Bilanz ist mit je zwei Siegen und Niederlagen ausgeglichen. Im Gesamt-Duell der beiden Vereine hat St. Gallen mit sechs Siegen sowie je vier Niederlagen und Unentschieden die Nase noch leicht vorne. In den letzten vier Spielen in Thun vermochte St. Gallen aber nie mehr zu gewinnen.

Rangliste (je 5 Spiele):
1. Zürich 12. 2. Grasshoppers 11. 3. Sion 10. 4. Young Boys 8 (7:7). 5. St. Gallen 8 (7:8). 6. Basel 7. 7. Thun 5. 8. Aarau 4. 9. Luzern 3. 10. Schaffhausen 1.

(rr/Si)

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