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Allgemeines: Rückblick auf das Sportjahr 2002

publiziert: Mittwoch, 18. Dez 2002 / 09:56 Uhr

(Si) Die "goldenen" Flüge des jungen Toggenburgers Simon Ammann auf den Schanzen von Salt Lake City und eine Kette fussballerischer Sternstunden bildeten für die Schweizer Sportgemeinde die herausragenden Ereignisse des bemerkenswerten Sportjahrs 2002.

Mit 11 Medaillen (3 Gold/2 Silber/6 Bronze) und 16 Diplomen schnitt die Schweiz bei den Olympischen Winterspielen im US-Staat Utah über Erwarten gut ab. Sie setzte sich im Medaillenspiegel auf die Ränge 10 (nach Metallfarbe sortiert) oder 7 (Gesamtzahl Medaillen). Und dies, obwohl in der Hauptsportart Ski alpin lediglich einmal Bronze (durch Sonja Nef) heraus schaute. Die Schweiz war in Salt Lake City eine der wenigen Nationen, die sich gegenüber Nagano 1998 verbessern konnten.

Vor allem Simon Ammann schrieb in den USA Geschichte. Seit zehn Jahren hatte es keinen Schweizer Weltcupsieg im Skispringen mehr gegeben, und bloss eine WM-Bronzemedaille (1997 durch Sylvain Freiholz). Und nun flog der 20-jährige "Simi" Ammann auf der Normal- wie auf der Grossschanze selbst den favorisierten Adam Malysz (Pol) und Sven Hannawald (De) davon und wurde als erster Doppel-Olympiasieger seit Matti Nykänen (Fi) 1988 zu einem der Stars der Spiele. Seine ulkige Grimassen zierten die Titelseiten der grössten amerikanischen Zeitungen. Einen Monat später stellte er am berühmten Holmenkollen in Oslo auch seinen ersten Sieg im Weltcup sicher.

Überraschender Philipp Schoch

Für die dritte Goldmedaille bei Winterolympia sorgte zur Überraschung der Experten der 22-jährige Snowboarder Philipp Schoch. Der Tösstaler "Nobody" deklassierte mit der hohen Startnummer 29 im K.o.-Wettbewerb des Parallel-Riesenslaloms die Weltelite. Bronze in der Halfpipe gewann Fabienne Reuteler. Mit Silber und Bronze im Zweierbob-Rennen durch Christian Reich und Martin Annen erfüllten die Bobsportler ihr Soll. Skeletonfahrer Gregor Stähli holte im Eiskanal als Dritter ebenfalls eine Medaille. Erneut als Volltreffer erwiesen sich die Schweizer Curlingteams. Vier Jahre nach dem Gold für Patrick Hürlimann in Nagano kehrten die Equipen von Luzia Ebnöther (Bern AAM) mit Silber und von Andreas Schwaller (Biel-Touring GATE) mit Bronze heim.

3,2 Auszeichnungen hätte es für die Alpinen statistisch auf Grund der Weltcup-Podestplätze geben sollen; bei einer Bronzemedaille von Weltmeisterin Sonja Nef im Riesenslalom blieb es. Und auch das erst am zweitletzten Wettkampftag. Dafür trumpften Andrea Huber, Laurence Rochat, Brigitte Albrecht Loretan und Natascia Leonardi Cortesi 30 Jahre nach Sapporo auf. Wie 1972 Alfred und Alois Kälin, Albert Giger und Edi Hauser eroberten die Schweizerinnen überraschend Staffel-Bronze. Die Sperre der russischen Staffel wegen Dopingverdachts konnte die Freude nicht trüben.

Mit leeren Händen, aber als "Heroine" der Spiele reiste die Skiakrobatin Evelyne Leu nach Hause. Die Baselbieterin hatte sich mit einem Weltrekord (203,16 Punkte) für den Final qualifiziert, war haushoch überlegen, griff nach Gold -- und stürzte kopfüber aus der Entscheidung, weil sie wieder alles riskierte.

Die Schweiz als Fussballnation

Was sich in den Jahren zuvor zaghaft beim Nachwuchs angedeutet hatte, wuchs 2002 in euphorische Sphären: die Begeisterung über Schweizer Fussballsiege. Im Mai gewannen die U17-Junioren bei den EM in Dänemark den ersten internationalen Titel in der 107-jährigen Geschichte des Schweizer Fussballverbandes; Frankreich wurde im Final nach torlosem Spiel im Penaltyschiessen 4:2 bezwungen. Im Juni unterlag das U21-Team bei der EM in der Schweiz erst in den Halbfinals Favorit Frankreich 0:2.

Im Oktober besiegte das Nationalteam in der EM-Qualifikation für 2004 den WM-Achtelfinalist Irland in Dublin 2:1. Es war der schönste Sieg für Köbi Kuhn als Nationalcoach. Zuvor hatte es einen 4:1-Heimerfolg gegen Georgien und ein 1:1 in Albanien gegeben. Damit führte die Schweiz die EM-Gruppe 10 beim Jahreswechsel mit 7 Punkten an.

Solche (lang ersehnten) Sternstunden wurden noch übertroffen: durch den FC Basel, der in der Champions League nie für möglich gehaltene Träume verwirklichte. Die Truppe von Christian Gross qualifizierte sich mit Erfolgen gegen Zilina (Slk) und Celtic Glasgow für die erste Phase in Europas Spitzenliga. Obgleich in der Setzliste nur Nummer 32 unter 32 Teams, zeigten die Bebbi wenig Respekt vor grossen Namen, schlugen Spartak Moskau zweimal 2:0, trotzten Valencia nach einer 2:6-Auswärtsschlappe ein 2:2 sowie Liverpool zunächst auswärts ein 1:1 ab. Das Finale der ersten Phase spielte sich im (wie immer) ausverkauften St.-Jakobs-Park vor 30 000 Zuschauern ab und endete mit einem 3:3 -- womit der englische Rekordmeister aus dem Wettbewerb flog und Basel (als erstes Schweizer Team) für die 2. Phase der Champions League qualifiziert war.

Total 115 Medaillen

Insgesamt eroberten Schweizer Sportler im Jahr 2002 an Olympia, Welt- und Europameisterschaften 116 Medaillen, darunter 22 WM- und 41 EM-Titel. Diese Ausbeute bewegt sich im Rahmen von 2001 (118 Medaillen), liegt aber deutlich höher als in den Vorjahren. Sind auch diese Zahlen nur bedingt mit einander zu vergleichen, so gab es immerhin 7 WM-Medaillen in olympischen Sommersportarten. Schütze Marcel Bürge wurde Kleinkaliber-Dreistellungsweltmeister (und schoss daneben noch zwei weitere WM-Titel heraus), Radrennfahrerin Nicole Brändli gewann gleich zweimal WM-Silber, im Strassenrennen und im Zeitfahren. Aus den 42 EM-Medaillen ragt das Silber von 800-m-Weltmeister André Bucher nach einer verletzungsbedingten Trainingspause heraus.

Im weltweit beachteten Tennissport schaffte mit Roger Federer aufs Jahresende hin erstmals ein Schweizer den Sprung in der Weltrangliste auf Rang 6. Er gewann drei Turniere und verpasste am Masters in Schanghai den Final gegen den nachmaligen Titelgewinner Lleyton Hewitt (Au) hauchdünn. Die Ex-Nummer 1 der Welt, Martina Hingis, siegte zum Jahresauftakt in Sydney, fiel dann aber wegen Verletzungen aus den Top 10 der Weltrangliste. Dagegen kämpfte sich Patty Schnyder wieder nach vorne. Höhepunkt ihres Schaffens war der Sieg von Zürich-Kloten. Unter die Turniersiegerinnen reihten sich auch Marie-Gaiané Mikaelian und Myriam Casanova.

Highlights: Von Zülle bis Alinghi

- Eine der Sternstunden des Schweizer Sports bildete der Erfolg des zuletzt gebeutelten Alex Zülle in der Tour de Suisse. Zwei Jahre nach Oscar Camenzind gewann Zülle, der zuvor in der Tour de Romanie Platz 2 belegt hatte, die Schweizer Rundfahrt im vierten Anlauf. Bis zuletzt bot ihm Laurent Dufaux harten Widerstand.

- Wenn auch nicht in Salt Lake City, so konnten insgesamt sieben Schweizer Alpine im Weltcup immerhin zehn Siege bejubeln. Sonja Nef war drei Mal, Didier Cuche zwei Mal erfolgreich.

- Eine gigantische Siegesspur zog Orientierungsläuferin Simone Luder durch die Wälder. Die Biologie-Studentin wurde Europameisterin und eroberte als erste Schweizerin den Weltcup mit 8 Einzelsiegen in 12 Rennen.

- Zum dritten Mal in Folge und zum insgesamt vierten Mal gewann die 35-jährige Natascha Badmann die legendäre Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii -- wie immer mit einem strahlenden Lächeln.

- In der Formel-1-WM belegte der Sauber-Rennstall den 5. Rang und liess damit mehrere werkunterstützte Teams hinter sich.

- Völlig überraschend und entgegen der abwärts neigenden Tendenz errangen die Schweizer Springreiter den Sieg im Nationenpreis beim CHIO in Aachen.

- Zu den Highlights des Jahres gehörte auch der 7 Tage dauernde Expo-Gigathlon über 1477 km. Wie die Sieger Urban Schumacher und Silvia Pleuler-Frey vollbrachten viele Teilnehmer nicht für möglich gehaltene Leistungen.

- Mehr noch als in der Schweiz sorgte das Unternehmen Alinghi des Genfer Milliardärs Ernesto Bertarelli in der grossen weiten Welt für Aufsehen. Das Schweizer Syndikat qualifizierte sich vor Auckland (Neus) sicher für den Final in der Herausforderung um den America´s Cup -- eine Leistung, von der grosse Segelnationen nur träumen können.

Weniger erfolgreich hingegen schnitten die Eishockeyaner ab. Bei Olympia gabs Rang 11 statt die Viertelfinals (und einen Ärger erregenden Nachtbummel), bei der WM in Schweden Platz 10. Dafür kam es in der nordamerikanischen Prestige-Liga NHL zum ersten Schweizer Torhüterduell: Martin Gerber (Anaheim Mighty Ducks) gewann gegen David Aebischer (Colorado Avalanche) 3:2.

Einen der Tiefpunkte des Jahres erfuhr der Schweizer Sport Ende September, als im Kanton Bern die Olympiakandidatur "Berne 2010" mit 78 Prozent der Stimmen gebodigt wurde. Dafür setzte die UEFA im Dezember dem Schweizer Fussball-Höhenflug die Krone auf, als sie die EM 2008 der Kandidatur Österreich-Schweiz zusprach.

(bert/sda)

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