Aus die Maus

Bellinzona ist am Ende

publiziert: Montag, 22. Apr 2013 / 11:04 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Apr 2013 / 15:59 Uhr
Bellinzona ist am Ende.
Bellinzona ist am Ende.

Die AC Bellinzona scheint nach 109 Jahren am Ende. Konkursrichter Marco Ambrosini verhängte am Montag den Konkurs über den Challenge-League-Klub. Der Klub kämpft indes weiter. Der eingereichte Rekurs hat aufschiebende Wirkung.

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Präsident Gabriele Giulini will noch nicht aufgeben. «Ich glaube weiterhin an die Rettung, wir geben nicht auf», sagte der Italiener nach dem negativen Entscheid durch Konkursrichter Marco Ambrosini gegenüber dem Tessiner «Radio3i» . Seine Anwälte haben umgehend Rekurs eingereicht und erzielten damit eine aufschiebende Wirkung. Damit kann die AC Bellinzona ihren Betrieb um weitere zehn Tage weiterführen und hat solange Zeit, weitere Dokumente nachzureichen. Das Spiel von gestern (Montagabend) beim FC Wil fand daher ganz regulär statt.

Wie es nach Ablauf dieser Frist weitergeht, ist ungewiss. «Wir hoffen, dass Bellinzona die Saison zu Ende spielen kann», hiess es von Seiten der Swiss Football League (SFL). Muss der Klub die Meisterschaft vorzeitig abbrechen, würden alle Resultate Bellinzonas seit dem Start zur zweiten Saisonhälfte im Februar gestrichen. Der FC Aarau stünde mit einem Vorsprung von zwölf Punkten auf Winterthur (Stand am Montag Nachmittag) kurz vor dem Aufstieg.

Giulini: «Zwei potenzielle Investoren»

Noch ist es gemäss Giulini nicht so weit: «Es fehlen uns drei Millionen Franken, um die Saison zu beenden», sagte Giulini. Auch am Montag sprach er von «zwei potenziellen Investoren», die den Verein retten könnten. Konkursrichter Marco Ambrosini hat offenbar andere Zahlen zur Hand. So soll die AC Bellinzona eine Schuldenlast von 8,5 Millionen Franken drücken. Ein zu hoher Betrag, um dem Klub nochmals eine Chance zu geben. Offenbar hat die AC Bellinzona am Montag nicht überzeugend darlegen können, wie die Sanierung aussehen soll.

Die Vermutung liegt nahe, dass Giulini auf Zeit spielt, wie er dies seit Mitte Dezember macht. Noch immer sind seine Investoren nicht aus dem Schatten getreten. Zuletzt hatte Giulini erreicht, dass das Ende der AC Bellinzona bis zur Abstimmung über das neue Stadion (am vorletzten Wochenende) hinausgezogen wurde. Die Abstimmung über die Umzonung wurde zwar gewonnen, doch ist unwahrscheinlich, dass auf dem Areal in Arbedo neben dem Einkaufszentrum auch tatsächlich eine Fussball-Arena gebaut wird.

Ist Bellinzona die Nummer 4?

Bellinzona wäre nach Lugano (2003), Servette (2005) und Neuchâtel Xamax (2012) der vierte Verein der SFL, der wegen der Schuldenlast kapituliert. Vor einem Jahr hatte die SFL-Disziplinarkommission das Ende von Xamax vorweggenommen, indem es dem Neuenburger Super-League-Klub des Tschetschenen Bulat Tschagajew die Lizenz entzogen hatte, bevor der Konkurs eröffnet wurde.

Zumindest einen vorzeitigen Lizenzentzug scheint Bellinzona nicht fürchten zu müssen. Die SFL hat gegen Bellinzona - anders als bei Xamax vor einem Jahr - derzeit keine Disziplinarverfahren laufen. Bellinzona wurden bereits drei Punkte abgezogen.

Das Pech von Bellinzona könnte am Ende der Saison das Glück des Kantonsrivalen Locarno sein. Geht es mit der ACB zu Ende, gibt es aus der Challenge League keinen Absteiger in die 1. Liga Promotion. Locarno als abgeschlagener Tabellenletzter wäre gerettet.

(pad/Si)

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