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Berner Derby zum Saisonstart

publiziert: Samstag, 17. Jul 2010 / 09:18 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Jul 2010 / 15:21 Uhr
Christoph Spycher beim Trainingsstart des BSC Young Boys.
Christoph Spycher beim Trainingsstart des BSC Young Boys.

In der Axpo Super League ist schon am Starttag der neuen Saison «Derby Time» angesagt. Im Kanton Bern empfängt heute der Aufsteiger Thun den Titelanwärter YB. Die Hauptstädter kämpfen gegen ihren Ruf.

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Es ist zwei Monate her, seit das Mode-Verb «veryoungboysen» in der hiesigen Fussball-Szene ein weiteres Mal die Runde machte. Die Young Boys hatten einmal mehr in einem entscheidenden Moment versagt, es erneut verpasst, erstmals seit 1987 einen Titel zu holen. Die Sehnsucht der Fans in Gelb-Schwarz konnte nicht gestillt werden. YB haftet ein Verlierer-Image an. Dabei waren die Voraussetzugen ausgezeichnet gewesen, doch die Berner liessen sich auf der Zielgeraden einholen und zum «ewigen Zweiten» degradieren.

Hoffnungsträger Spycher

In der Sommerpause haben eingehende Analysen stattgefunden. Sportchef Alain Baumann präsentierte bei der Vorsaison-Medienkonferenz die Schlüsse, welche die YB-Verantwortlichen aus der Enttäuschung gezogen haben: «Es sind ein paar Dinge zusammengekommen, die wir offenbar im mentalen Bereich nicht verkraften konnten.» Gegen Ende der Vorrunde habe sich einiges gegen YB verschworen. Er sprach die schwere Knieverletzung von Marco Schneuwly an, den abrupten Wegzug von Saïf Ghezal oder das Out im Cup gegen das unterklassige Lausanne.

Es sei weiter nicht ideal gewesen, dass schon früh in der Rückrunde die baldigen Abgänge von Topskorer Seydou Doumbia und Mittelfeld-Regisseur Gilles Yapi festgestanden hätten. Als dann Verletzungen dazu gekommen seien, habe es dem Kader für den Endspurt an Breite und Qualität gefehlt. «Ich gebe zu, dass die Situation vielleicht etwas unterschätzt wurde», so Baumann. Die Saison sei «gut bis sehr gut» gewesen, doch den angestrebten Titelgewinn habe man halt wieder einmal verfehlt.

Bei YB glaubt man heute, auf die Ernüchterung mit den richtigen Massnahmen reagiert zu haben. Nach dem Verlust von «Lunge» Doumbia und «Herz» Yapi wurde der Transfermarkt nach Leaderfiguren durchforstet. Die Hoffnung besteht, in der Person von Christoph Spycher einen solchen Leistungsträger gefunden zu haben. Der Schweizer Nationalspieler ist unverzüglich in den Spielerrat berufen und als Stellvertreter von Goalie Marco Wölfli zum Vize-Captain ernannt worden.

Von Spycher gleich Wunderdinge zu erwarten, wäre allerdings vermessen. Der von Eintracht Frankfurt gekommene Defensiv-Spezialist verbrachte keine einfache Vorbereitung. Knieprobleme, die ihn auch die WM-Teilnahme gekostet hatten, störten sein Training massiv. Wenn er denn fit sein sollte, ist Spycher nicht fix wie in der Nati als linker Aussenverteidiger vorgesehen, sondern eher als linker Mittelfeldspieler, und er wird auch für fähig befunden, die Position als «Sechser» vor der Abwehr auszufüllen.

Verteilte Verantwortung

Trainer Vladimir Petkovic hat als Devise ausgegeben, dass jede Position immer doppelt besetzt sein müsse, um Absenzen besser kompensieren zu können und variantenreicher zu werden. Ihm ist bewusst, dass es ein schwieriges Unterfangen ist, die Tore von Doumbia vergessen zu machen, spekuliert aber darauf, dass sich die Verantwortung in der Offensive auf mehr Schultern verteilt.

Thun ist für YB kein einfacher Gegner für den Meisterschaftsauftakt. Der von Murat Yakin betreute Aussenseiter dürfte nach dem Aufstieg und starken Testspiel-Resultaten von einer grossen Euphorie zehren. Das Lachen-Stadion ist möglicherweise ausverkauft. Die Oberländer können immer noch von sich behaupten, im Gegensatz zu den Young Boys schon in der Champions League gespielt zu haben -- notabene im Stade de Suisse, dem «Wohnzimmer» von YB. In dieser Hinsicht mit Thun gleichzuziehen, ist eines der grossen Ziele des Hauptstadt-Klubs.

Fragezeichen bei Luzern

In einer zweiten Partie von heute Samstag gastiert Neuchâtel Xamax bei den Grasshoppers. Bei GC interessierte im Vorfeld die «T-Frage». Swen König scheint gegen Ivan Benito das Duell zweier Keeper, welche nach dem Abgang von Yann Sommer verpflichtet worden sind, zu seinen Gunsten entschieden zu haben.

Am Sonntag möchte der FC Sion bei der beinahe abgestiegenen AC Bellinzona nach dem erfolgreichen Protest gegen die Transfersperre einen nächsten Sieg landen. Ob die Walliser auf ihre Neuzuzüge zählen dürfen, war allerdings bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

St. Gallen startet bei Luzern in eine Saison der Bestätigung. Die Ostschweizer wollen beweisen, dass sie mancherorts zu Unrecht als «Transferverlierer» gehandelt werden. Angeblich soll noch ein offensiver Mittelfeldspieler und ein Verteidiger geholt werden. In Luzern ist offen, ob WM-Teilnehmer Hakan Yakin bereits in dieser 1. Runde einsatzfähig ist. Er hat das Training gerade erst aufgenommen. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Österreicher Thomas Prager, der eine Virus-Erkrankung eingefangen hat, hinter dem Montenegriner Elsad Zverotic, der beim englischen Zweitdivisions-Klub Leicester City im Probetraining weilte, und hinter Daniel Gygax, der den Rhythmus sucht, nachdem er in Nürnberg auf dem Abstellgleis gelandet war.

Der Kracher Basel - FC Zürich wird aus fernsehtechnischen Gründen erst am Dienstag ausgetragen.

(bert/Si)

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