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Berner Tänze und Zürcher Theorien
publiziert: Montag, 23. Mrz 2009 / 00:02 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Mrz 2009 / 00:19 Uhr

YB hat eine Woche nach dem Lapsus in Vaduz auf beeindruckende Art reagiert: Die Berner fertigten den FC Zürich mit einem spektakulären 4:2 ab und stürmten wieder mitten ins Meisterrennen.

Keine Analyse von Bernard Challandes. (Archivbild)
Keine Analyse von Bernard Challandes. (Archivbild)
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Für einmal interpretierten die Berner die YB-Viertelstunde etwas anders - oder sie verlegten den legendären Abschnitt etwas vor. Der rasante Umschwung vom 1:2 zum 4:2 dauerte jedenfalls exakt 15 Minuten und war eng verbunden mit dem Eintritt von Seydou Doumbia. Der beste Joker der Liga traf nach einem Irrlauf von FCZ-Keeper Johnny Leoni zum 2:2, ehe die Young Boys dank zwei späten Penaltys auf 4:2 erhöhten.

Derweil die Sieger mit ihren 27'000 Anhängern tanzten und wieder vom ersten Titelgewinn seit 1986 träumen, schäumten die Zürcher vor Wut. Einige formulierten im Frust gar die Theorie der bewussten Meisterschaftsverfälschung. Nach dem krassen Fehlentscheid am letzten Mittwoch, der zum 0:1 gegen Basel führte, fühlten sie sich vom Schiedsrichter erneut schwer benachteiligt.

Die beiden (strengen) Penaltypfiffe von Jérôme Laperrière lösten speziell beim FCZ-Trainer Bernard Challandes ein unangenehmes Déjà-vu aus. Regazzonis rascher Fall nach einem Zweikampf mit Lampi (der Finne erlitt dabei womögliche eine Hirnerschütterung) und Abdis Hands taxierte der Referee als penaltywürdig. In beiden Fällen gestikulierte Challandes - nicht völlig grundlos - wild.

In seiner grenzenlosen Verärgerung war der Romand nicht bereit, das gesamte Spiel zu analysieren. «Für mich war das Spiel nach dem 2:2 fertig. Über den Rest sollen die Journalisten schreiben. Ich will darüber nicht sprechen», hielt er mit säuerlichem Gesichtsausdruck fest. «Zu viel ist zu viel», schob er nach - und verliess den Medienraum mitten in der Konferenz fluchtartig.

Wenig Drück der Zürcher

Dem temperamentvollen Romand entglitt die Kontrolle etwa in ähnlichem Ausmass wie seiner Mannschaft zuvor auf dem Platz. Penalty hin, falscher Pfiff her, ein Team mit der Offensivstärke Zürichs müsste in einer taktisch «offenen» Partie den Gegner mehr bedrängen können. Vor und nach dem Foulpenalty Abdis produzierte die Kreativabteilung schlicht zu wenig gute Szenen. Schönbächler wirkte zu leichtgewichtig, Alphonse war bis auf eine Ausnahme isoliert. Abdi verschwand in der Schlussphase ebenfalls von der Kunstrasenfläche.

Für die Gäste endete damit die Woche der sportlichen Wahrheiten unschön. Sie verspielten nicht nur eine 2:1-Führung, sondern auch die Leaderposition. Der FC Basel, gegen den die Zürcher seit November 2006 kein Spiel mehr gewonnen haben, ist in die Pole-Position gerückt. Und YB liegt nach dem sechsten Heimsieg in Serie nur noch drei Punkte hinter dem FCZ zurück. Challandes´ Equipe ist nun wieder in einen heiklen Dreikampf verwickelt.

Reaktion auf dem Platz angekündigt

YB-Coach Vladimir Petkovic mochte die Zürcher Reaktionen nicht überbewerten: «Uns wurde in Vaduz auch ein klarer Penalty unterschlagen. Das ärgerte mich auch.» Die beiden Penaltys in der Schlussphase seien klar gewesen, beurteilte Petkovic aus der Perspektive des Siegers. Das 4:2 gegen «das defensivstarke Zürich» wertete er als Charakterstärke. «Wir zeigten nach der Niederlage in Vaduz sofort eine Reaktion. Das ist nicht selbstverständlich.»

Nun bleibt abzuwarten, wie die Zürcher ihre aufgestaute Wut kanalisieren können. Investieren sie ihre Energie weiterhin ins Lamento, droht ihnen in absehbarer Zeit ein weiterer Rückfall. Daran mag Challandes trotz allgemeiner Verstimmung nicht glauben: «Basel und die Young Boys müssen nochmals in Zürich antreten. Darauf freuen wir uns.» Die Freude wirkte wie eine Drohung. Der Vulkan Challandes spieh verbales Feuer.

(Sven Schoch, Bern/Si)

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