Fussball: Vorschau auf Mittwoch-Spiele

Champions League: Ruhmreiches Quartett auf dem Prüfstand

publiziert: Dienstag, 4. Dez 2001 / 19:52 Uhr

Bern - Mit Titelverteidiger Bayern München, Manchester United, Liverpool und der AS Roma steht am Mittwoch in der Zwischenrunde der Champions League ein ruhmreiches Quartett auf dem Prüfstand. Alle vier benötigen einen Sieg, um nicht in Zugzwang zu geraten.

Bei den Bayern (Ciriaco Sforza) und Liverpool (Stéphane Henchoz) dürften auch die beiden einzigen, noch im Wettbewerb verbliebenen Schweizer zum letzten internationalen Einsatz in diesem Jahr gelangen.

«ManU»-Trainer Alex Ferguson appellierte in der Krise an seine schlaffen Stars, Bayerns Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge forderte von seinen frisch gekürten Klub-Weltmeistern fünf Siege in den fünf verbleibenden Spielen dieses Jahres und in Italien sollen Beatles-Songs den FC Liverpool vor dem Gastspiel bei der AS Roma auf andere Gedanken bringen. Am zweiten Zwischenrunden-Spieltag stehen die Giganten des europäischen Fussballs allesamt unter Erfolgsdruck.

Vor allem Manchester United (gegen Boavista Porto) klammert sich fast schon verzweifelt an die «Königsklasse», denn national hat sich der Serienmeister in den letzten Wochen zum Gespött der Fans gemacht. «ManU» rutschte in der Premier League nach den peinlichen Pleiten gegen Arsenal (1:4) und Chelsea (0:3) auf Rang sieben ab und erlebt die schwerste Krise seit mehr als einem Jahrzehnt. Ferguson hat den Titelgewinn bereits abgeschrieben und nahm seine Stars in die Pflicht: «Wir müssen diesen Fluch verbannen. Ich nehme die Herausforderung an.»

Besser läuft es in der Premier League momentan Spitzenreiter Liverpool, doch in der Champions League könnten die «Reds» nach einer weiteren Niederlage in Rom das Jahr 2001 in der «Königsklasse» punktlos beenden. Nach der bitteren Heimpleite gegen Barcelona muss der diesjährige Uefa-Cup-Sieger in Italien demnach unbedingt punkten. Vielleicht helfen den Engländern im Olympiastadion heimatliche Klänge. Denn vor dem Spiel sollen einige Songs der aus Liverpool stammenden Beatles gespielt werden -- zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen Band-Gitarristen George Harrison.

Nur eine Woche nach dem Weltcup-Triumph stehen die erfolgsverwöhnten Bayern schon wieder am Scheideweg und müssen ausgerechnet beim Favoritenschreck Nantes ihren Frankreich-Komplex ablegen. «Es kann nicht so weiter gehen, dass wir nach Frankreich fahren und dort verlieren», sagte Trainer Ottmar Hitzfeld, der an der rauhen Atlantikküste unter keinen Umständen ein zweites Lyon erleben möchte.

Im vergangenen Erfolgsjahr in der Champions League verloren die Bayern insgesamt nur zwei Mal -- in Lyon und bei Paris St-Germain (0:1 in der Vorrunde). «Offensichtlich ist es für uns nicht einfach, mit französischen Gegnern klar zu kommen», so Rummenigge ratlos. Doch Hitzfeld will weder den Frankreich-Komplex noch Müdigkeit angesichts des jüngsten Reisestresses (Tokio, Berlin, Nantes) gelten lassen.

Auch wenn der 0:3-Schock vor neun Monaten gegen Lyon mit der anschliessenden Brandrede von Präsident Franz Beckenbauer (»Altherrenfussball») eine heilsame Wirkung gezeigt hatte: «Damals haben wir in Lyon den Grundstein zum Champions-League-Sieg gelegt», erinnerte Hitzfeld vor der Abreise nach Frankreich an den 6. März 2001. In 13 Champions-League-Spielen sind die Bayern danach ohne Niederlage geblieben.

Die Weichen müssen erneut ohne Kapitän Stefan Effenberg und Torhüter Oliver Kahn, der wie beim 1:2 gegen Hertha Berlin erneut von Stefan Wessels vertreten wird, gestellt werden. Immerhin sei durch die Niederlage in Berlin ohne Effenberg die Diskussion um den Kapitän vom Tisch, meinte Hitzfeld: «Aber das ist ein schwacher Trost.» Als Spielmacher-Ersatz für Effenberg plant der Trainer noch nicht wieder mit Mehmet Scholl, der am Sonntag ein Kurz-Comeback gefeiert hatte. Stattdessen winkt Ciriaco Sforza eine weitere Bewährungschance.

(kil/sda)

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