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Chancen für Wiedergutmachung

publiziert: Freitag, 4. Aug 2006 / 23:41 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Aug 2006 / 00:25 Uhr

Die 4. Runde der Axpo Super League steht im Zeichen zweier Klassiker. Am Samstag ist für den FC Zürich (gegen die Young Boys) und Basel (gegen die Grasshoppers) Wiedergutmachung angesagt.

«FCZ gegen YB waren immer sehr emotionale und aggressive Spiele.»
«FCZ gegen YB waren immer sehr emotionale und aggressive Spiele.»
Sich auf unmittelbar bevorstehende Aufgaben zu konzentrieren und nicht zwei Denkschritte aufs Mal zu tätigen, ist eine Maxime von FCZ-Trainer Lucien Favre. Dass er sich zu einem derart frühen Zeitpunkt der Saison bereits ausschliesslich mit nationalen Wettbewerben beschäftigen kann, hätte der besonnene Romand aber kaum erwartet.

Nach dem bitteren (und durchaus vermeidbaren) Ausscheiden in der Champions-League-Qualifikation gegen Salzburg liegt das Augenmerk der Zürcher auf der Titelverteidigung. Über 45 Prozent der Fans, die sich an einer Umfrage auf der Klub-Homepage beteiligt haben, glauben an eine Trotzreaktion - sprich den Gewinn des Doubles.

Erster Gradmesser

In der Super League trumpfte der FCZ in den drei bisherigen Partien gross auf. «Wir traten in der Liga sehr stilsicher auf und haben noch keinen Gegentreffer kassiert. Aber nun kommen andere Gegner», sagte Favre, dessen Team nun hintereinander gegen YB, in St. Gallen, gegen GC und in Basel anzutreten hat. Erster Gradmesser, ob und welche Spuren das Europacup-Out hinterlassen hat, werden heute die Young Boys sein.

«Ich habe das Gefühl, die Niederlage hat keine psychologischen Nachwirkungen. Meine Spieler werden es wegstecken können», denkt Favre. Die Partie wird nach dem fast schon locker scheinenden Aufgalopp in der Meisterschaft der erste Prüfstein für die tadellos funktionierende Angriffsmaschinerie der Stadtzürcher.

Doch Favre wäre nicht Favre, würde er nicht den Warnfinger heben: «Gegen YB hatten wir zu Hause in jüngster Zeit stets Probleme. Wir kassierten viele Gegentore, auffallend viele nach stehenden Bällen.»

Emotionen und Aggressionen

Noch nicht vergessen sind die letzten zwei Duelle zwischen den beiden Traditionsteams. Der 9. April 2006 war laut Favre für den FCZ, der mit einer kaum mehr für möglich gehaltene Aufhjoljagd auf dem Letzigrund aus einem 0:3 ein 3:3 machte, ein entscheidender Schritt Richtung Meistertitel.

Keinen Monat vorher war Favres Ensemble von den Young Boys als Titelhalter des Swisscom Cups entthront worden. Vom 1:4, der bis heute letzten Niederlage in einem Pflichtspiel auf helvetischem Boden, blieben die schwache Leistung des Heimteams und der Aussetzer von Alhassane Keita (Tätlichkeit) in Erinnerung.

YB-Trainer Gernot Rohr, der den erwähnten Triumph immer wieder und gerne aufleben lässt, kann wie sein Zürcher Berufskollege personell aus dem Vollen schöpfen. «Alle Spieler sind fit, und ich hoffe, dass sie es auch nach der Partie sein werden», sagte der französisch-deutsche Taktikfanatiker.

«FCZ gegen YB waren immer sehr emotionale und aggressive Spiele. Ob Zürich im Europacup weiter kam oder nicht, spielt für uns keine Rolle. Ich denke, die werden noch motivierter sein.»

Basels zweites «Geisterspiel»

Während der FCZ auf dem Hardturm mit einem ordentlichen Publikumsaufmarsch rechnen kann, sieht sich GC-Trainer Krassimir Balakov mit einem Novum konfrontiert.

Im Basler St.-Jakob-Park muss der erfahrene Bulgare erstmals in seiner Karriere in einer Arena ohne Fans antreten, weil der FCB die letzte von zwei totalen Stadionsperren verbüssen muss. «Es scheint eher ein Nachteil für uns zu sein, weil Basel die Situation bereits kennt», so Balakov.

Das «Geisterspiel», dem etwas mehr als die 349 Zuschauer gegen Schaffhausen beiwohnen werden, war im Vorfeld der Partie weniger das Hauptthema. Vielmehr verlangte Basels Coach Christian Gross von den WM-Teilnehmern Scott Chipperfield und Mile Sterjovski entschlosseneren Einsatz vor dem gegnerischen Tor als bei der 2:3-Niederlage am letzten Sonntag in St. Gallen.

Gewiss hatte der FCB nicht schlecht gespielt, doch musste er feststellen, dass die Zeiten, in denen «Rotblau» jeden Gegner fast nach Belieben dominieren konnte, ein Ende gefunden haben.

Erstarktes Selbstvertrauen

Dem heutigen Gegner GC attestierte Gross «ein klares Gesicht und eine gewisse Handschrift». In der Tat schaffte es Balakov zumindest in den letzten zwei Partien, seine Mannschaft optimal vorzubereiten. «Wir standen hinten sehr kompakt, und vorne waren wir sehr effizient. Wenn das Niveau gehalten werden kann, sehe ich gute Chancen, in Basel zu gewinnen.»

Das sind ungewohnte Töne der auf einer gesunden Basis bescheiden gewordenen Grasshoppers - und dennoch sind sie ein Zeichen, sich dem Erzrivalen vom Rheinknie annähern wollen. «Ich sehe GC näher an Basel und dem FCZ als noch in der letzter Saison», sagt Balakov.

Basel - Grasshoppers (Letzte Spiele: 1:1, 2:1, 1:0, 2:2)
Samstag, 17.45 Uhr (live/Teleclub). - Absenzen: Carignano, Dzombic, Eduardo, Smiljanic; Denicolà (alle verletzt). - Fraglich: Keiner; Rak. - Bemerkungen: Der letzte Auswärtssieg der Grasshoppers im St. Jakob-Park liegt über dreieinhalb Jahre zurück. Beim 2:1 am 1. Dezember 2002 hiessen die Torschützen Sebastian Rozental und Richard Nuñez. Der einzige Spieler, der auch im heutigen Vergleich das FCB-Dress tragen wird, ist der Australier Scott Chipperfield.

Luzern - Aarau (2:4, 0:1/jeweils Saison 2003/04; 2:0, 2:1/jeweils Saison 2002/03)
Samstag, 17.45 Uhr. - Absenzen: Calapes, Mehmeti; Berisha, Bieli, De Almeida, Zarn (alle verletzt). - Fraglich: Righetti; Bengondo, Mesbah. - Bemerkungen: Nach drei Niederlagen mit jeweils drei Gegentoren ist Luzern zum Siegen gezwungen. Das neue Innenverteidiger-Duo dürfte David Bader mit dem erstmals einsatzbereiten Kameruner Lucien Mettomo bilden, dafür rückt Mario Cantaluppi ins defensive Mittelfeld. Bei Aarau stünde Fernando Carreño nach ausgeheilter Verletzung wieder zur Verfügung, zudem dürfte der kürzlich verpflichtete Schotte Mark Fotheringham debütieren.

Zürich - Young Boys (3:3, 2:0, 1:1, 1:3)
Samstag, 17.45 Uhr (live/Teleclub). - Absenzen: Keine. - Bemerkungen: YB war am 15. März 2006 im letztlich gehässigen Halbfinal des Swisscom Cups (1:4) der letzte Bezwinger von Zürich in nationalen Wettbewerben. Die letzten beiden Begegnungen im Letzigrund endeten jeweils remis, davor gab es ein 0:5. Der Umzug in den Hardturm bedeutet für den FCZ also auch die Chance, eine negative Serie zu beenden. Bei YB sind zwei Änderungen zu erwarten. Für Stürmer Marcos und Flügel Thomas Häberli dürften Joao Paulo und Carlos Varela in die Startformation rücken.

Sion - St. Gallen (0:1, 1:1/jeweils Saison 2002/03; 1:2, 0:2/jeweils Saison 2001/02)
Sonntag, 16.00 Uhr. - Absenzen: Saborio (verletzt); Callà, Garat (beide verletzt), Feutchine (noch ohne Spielberechtigung). - Fraglich: Meoli; Alex. - Bemerkungen: Sittens Trainer Nestor Clausen wird den wegen Eisenmangels an Gewichtsschwankungen leidenden Goran Obradovic allenfalls als «Joker» einsetzen. Dafür trafen die Spielberechtigungen für die Neuverpflichtungen Virgile Reset, Sofiane Kheyari und Ahmed Yahiaoui im Wallis ein. Bei St. Gallen wird Philippe Montandon den gegen Basel verletzt ausgeschiedenen Juan Pablo Garat in der Innenverteidigung ersetzen.

Thun - Schaffhausen (3:2, 2:1, 0:3, 4:0)
Sonntag, 16.00 Uhr. - Absenzen: Aegerter; Keiner. - Fraglich: Friedli, Schönenberger; Truckenbrod. - Bemerkungen: Nach dem ungewollten Abgang von Achille Njanke, der laut SFL einen gültigen Vertrag mit Challenge-League-Verein Baulmes hat, stehen Thuns Trainer Heinz Peischl nur noch drei Stürmer zur Verfügung. Von Schaffhausen sind endlich Tore gefragt. Seit dem 1:1 im Startspiel gegen St. Gallen und Francisco Neris Foulpenalty (66.) sind die Nordostschweizer seit 204 Minuten ohne Erfolgserlebnis.

Rangliste: (je 3 Spiele)
1. Zürich 9. 2. Sion 7. 3. Grasshoppers 5 (4:1). 4. St. Gallen 5 (4:3) und Young Boys 5 (4:3). 6. Basel 4. 7. Thun 2. 8. Aarau 1 (2:7). 9. Schaffhausen 1 (1:6). 10. Luzern 0 (4:9).

(bert/Si)

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