Chiumientos Entscheid
publiziert: Donnerstag, 19. Aug 2004 / 21:20 Uhr

Mit einem Systemwechsel versuchte Nationalcoach Köbi Kuhn im Testspiel gegen Nordirland die Schweizer Torflaute zu beheben. Das enttäuschende 0:0 zeigt aber, dass dies nicht gelang. Ein 'Ja' von Davide Chiumiento zur Schweiz könnte Kuhn weiterhelfen.

Chiumiento ringe heftig mit sich selber.
Chiumiento ringe heftig mit sich selber.
Das Team offenbarte gegen die Nordiren Schwächen in verschiedenen Bereichen. Goalie Pascal Zuberbühler strahlte nicht die gewünschte Sicherheit aus, die Abwehr gestand dem harmlosen Gegner zu viele Torchancen zu, das Mittelfeld brachte den Ball zu langsam in die Abschlusszone, und die Stürmer schossen einmal mehr keine Tore.

Um Johan Vonlanthen, der sich als einzige Sturmspitze einige gute Möglichkeiten erarbeitete, braucht sich Kuhn viel weniger Sorgen zu machen als um Hakan Yakin. Die Unterform des designierten Spielmachers war nicht zu übersehen. Zudem wird Yakin in Stuttgart vor den nahenden WM-Ausscheidungsspielen gegen Färöer und Irland kaum zu Wettspielpraxis gelangen.

Kreativität gefragt

Yakin benötigt in dieser Verfassung zusätzliche Unterstützung bei der Auslösung der Schweizer Angriffe. Ricardo Cabanas hat dies gegen Nordirland ansatzweise getan, wenn auch der GC-Spieler noch zu wenig entschlossen in die unmittelbare Abschlusszone geht. Ein weiterer kreativer Spieler wird dringend benötigt.

Zu finden wäre er in der U21-Mannschaft: Davide Chiumiento, der hoch talentierte Mittelfeldspieler aus Appenzell, der sich derzeit mit Siena auf die kommende Serie-A-Saison vorbereitet. Nur -- Chiumiento hat sich noch nicht entschieden, ob er dereinst lieber das italienische oder das Schweizer Nationaltrikot tragen will.

Noch in dieser Woche erwarte er den definitiven Bescheid des bald 20-Jährigen, sagte Kuhn am Dienstag. Anfang Monat hatten Kuhn und Bernard Challandes dem Nachwuchs-Juwel anlässlich eines Besuchs in Italien nochmals die Vorteile eines Bekenntnisses zur Schweizer Nationalmannschaft vor Augen geführt. Chiumiento könne schon in den Ausscheidungsspielen mithelfen, die Schweiz an die WM 2006 in Deutschland zu führen, hatten sie ihm erklärt. Zudem dürfe er sich schon jetzt über die sichere Teilnahme an der EM-Endrunde 2008 freuen.

Kuhn rechnet zwar damit, dass sich auch Italien für die beiden nächsten grossen Turniere qualifizieren wird, hält es aber für unsicher, das Chiumiento in seinem zweiten Heimatland Italien schon in den nächsten Monaten ein Aufgebot bekommt.

50-Prozent-Chance

Chiumiento ringt heftig mit sich selber. Die Chancen stünden momentan 50:50, sagte er gestern dem Reporter der "Sportinformation". Er werde sich bei Kuhn weitere Bedenkzeit bis Ende Woche erbitten. Seine Familie rate ihm zur Schweiz, er selber habe jedoch den Italien-Traum noch nicht aufgegeben. Noch rund ein Jahr könnte er ihn träumen, ehe der Entscheid altershalber fallen muss.

Chiumiento weiss aber auch: "Es würde mich in Siena weiter bringen, wenn ich ein Internationaler wäre." Das sieht auch Kuhn so: "Momentan darf Davide in Siena nicht auf seiner Lieblingsposition spielen. Er wird nicht als Spielmacher im Mittelfeldzentrum hinter den Sturmspitzen, sondern auf der rechten Seite eingesetzt. Den Status eines Arrivierten, der Wünsche anbringen kann, hat er noch nicht erreicht."

Abschiedsspiele für Chapuisat?

Sagt Chiumiento bis zum Sonntag ab, geht Kuhns Suche nach valablen Offensiv-Alternativen im Hinblick auf die ersten WM-Ausscheidungsspiele Anfang September unvermindert weiter. Blaise N´Kufo ist für den Nationalcoach aus zwischenmenschlichen Gründen endgültig kein Thema mehr, Marco Streller kann wegen seiner Verletzung noch eine ganze Weile keines sein. Der gesperrte Alex Frei steht erst für das Auswärtsspiel am 9. Oktober in Israel wieder zur Verfügung.

Kommt nun Altmeister Stéphane Chapuisat wieder ins Gespräch, nachdem er in der noch jungen Saison (inklusive Europacup) bereits vier Tore erzielt hat? Ein Einsatz gegen Färöer oder Irland würde dem erfolgreichsten Schweizer Stürmer der Gegenwart zumindest das verdiente Abschiedsspiel bescheren, das ihm an der EM in Portuagal beim letzten EM-Aufritt des Teams (gegen Frankreich) verwehrt worden war.

(von René Baumann/Si)

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