Wie die Männer ... aber mit Happy-End
Deutsche Frauen sollen für Sommermärchen sorgen
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2011 / 14:54 Uhr
Die deutsche Bundestrainerin Silvia Neid.
Die deutsche Bundestrainerin Silvia Neid.

Fünf Jahre nach den Männern haben Deutschlands Fussballerinnen die Chance, im eigenen Land ein WM-Sommermärchen zu schreiben. Die DFB-Auswahl strebt an der am Sonntag beginnenden Frauen-WM den dritten Titel in Folge an.

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Seit der ersten Austragung der Frauen-WM 1991 sind die Titel je zweimal an die USA (1991/1999) und Deutschland (2003/2007) sowie einmal an Norwegen (1995) gegangen. Dieses Trio bildet zusammen mit den Weltranglisten-Dritten aus Brasilien auch in Deutschland den Favoritenkreis. Dazu kommen auch WM-Neulinge wie Kolumbien und Äquatorial-Guinea.

Die weibliche DFB-Auswahl ist als Titelverteidiger bei der Heim-WM der Favorit. Bei der letzten Endrunde kassierte Deutschland keinen einzigen Gegentreffer. Die letzte Niederlage erlitt das Team von Trainerin Silvia Neid 2003 und ist damit seit 12 WM-Partien ungeschlagen. In der Gruppe A mit Gegnerinnen aus Kanada, Nigeria und Frankreich dürfte das Heimteam keine Mühe haben, sich für die Viertelfinals zu qualifizieren. Erst im Halbfinal wäre ein Duell mit Brasilien möglich, das es in der Gruppe D mit Australien, Norwegen und Äquatorial-Guinea zu tun bekommt.

Bei den Südamerikanerinnen steht mit Marta, der fünffachen und aktuellen FIFA-Weltfussballerin des Jahres, die wohl beste Spielerin der Welt im Kader. Die 25-jährige Stürmerin erzielte seit 2002 in 53 Länderspielen 51 Treffer für Brasilien. Im Gegensatz zu der männlichen «Seleçao», die bereits fünf WM-Titel auf dem Konto hat, gelang es Brasiliens Frauen aber noch nie, ein WM-Turnier zu gewinnen. Die Gruppen-Auslosung meinte es auch dieses Mal nicht gut mit den Brasilianerinnen: Bereits im Viertelfinal könnten sie auf die USA treffen. Die Amerikanerinnen, die als einziges Team an allen WM-Endrunden mindestens die Halbfinals erreichten, sind neben Deutschland die erfolgreichste Frauen-Nation. Allerdings verloren die «US-Girls» 2007 den WM-Halbfinal gegen Brasilien gleich 0:4.

Beim DFB hofft man fünf Jahre nach dem Halbfinal-Out der deutschen Männer an der Heim-WM nun auf ein Sommermärchen mit grossem Happy-End, was den Fans 2006 verwehrt blieb. Im Land, wo von 1955 bis 1970 Frauenfussball offiziell verboten war, ist das Interesse an Birgit Prinz und Co. so gross, dass sogar erstmals ein Panini-Album für eine Frauen-WM auf den Markt gebracht wurde. Das Eröffnungsspiel am Sonntag gegen Kanada im Berliner Olympiastadion ist mit fast 78'000 Zuschauern ausverkauft, alle weiteren deutschen Gruppenspiele sowie der Final am 17. Juli in Frankfurt finden ebenfalls vor vollen Rängen statt. Insgesamt konnten die Organisatoren über 700'000 Tickets - rund 80 Prozent des gesamten Kontingents - verkaufen. Damit wird die WM 2011 hinter den Turnieren in den USA (1999/1,2 Millionen Zuschauer) und China (2007/1,07 Millionen) am drittmeisten Zuschauer für Frauen-Fussball begeistern.

Frauen-WM in Deutschland: (26. Juni bis 17. Juli)
Gruppe A: Deutschland (Titelverteidiger), Kanada, Nigeria, Frankreich.
Gruppe B: Japan, Neuseeland, Mexiko, England.
Gruppe C: USA, Nordkorea, Kolumbien, Schweden.
Gruppe D: Brasilien, Australien, Norwegen, Äquatorial-Guinea.

Gruppenphase (26. Juni bis 8. Juli). - Viertelfinals (9./10. Juli). - Halbfinals (13. Juli) in Frankfurt und Mönchengladbach. - Final (17. Juli) in Frankfurt.

Spielorte: Berlin (Eröffnungsspiel), Frankfurt (4 Spiele), Mönchengladbach (3), Sinsheim (4, darunter Spiel um Platz 3), Wolfsburg, Augsburg, Bochum, Dresden und Leverkusen (je 4).

(bert/Si)

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