Die Schweizer Presse feiert unsere Weltmeister

publiziert: Montag, 16. Nov 2009 / 13:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Nov 2009 / 16:05 Uhr

Schweizweit wird der Erfolg der U17-Nationalmannschaft gewürdigt und gefeiert. In die Jubelberichte mischten sich auch Zeilen, die zum Nachdenken animieren.

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Sie zielen darauf ab, dass die Helden von Nigeria noch Teenager sind, und der Weg zur A-Nationalmannschaft weit ist. «Es geht schnell nach oben, aber auch schnell nach unten», schrieb die «NZZ». Um Zweites zu verhindern, nimmt der «Tages-Anzeiger» den Verband in die Pflicht, «die Spieler weiterhin zu fördern».

In einen schweizerisch-gesellschaftlichen Zusammenhang stellt der «Blick» den Erfolg der «Multikulti-Kicker». Sie hätten ein ermutigendes Zeichen gesetzt in einer Zeit, in der sich viele Landsleute bedroht wähnten, unter anderem «von den Fremden im Land». Die jungen Weltmeister seien Schweizer, die Herausforderungen anpacken statt zu jammern. Das sei «ein Fingerzeit für die Nation».

Neue Zürcher Zeitung: «Dieser Erfolg stellt dem Verband ein erstklassiges Zeugnis aus. Seine Langfristigkeit, Kontinuität und Ruhe hat mit der eindrücklichen Leistung der Mannschaft von Coach Daniel Ryser einen für die Schweiz sporthistorischen Erfolg herborgebracht. Er ist singulär. Und er dürfte es auch bleiben. Denn das Ziel für den Schweizer Nachwuchs können nicht Titel sein. Das bleibt den grossen Fussballnationen vorbehalten. (...) Es waren Junioren, die den WM-Titel gewonnen haben. Sie sind noch sehr weit entfernt von jener Mannschaft, die im Juni an die WM nach Südafrika fährt. Siebzehnjährige stehen - in jeder Beziehung - erst am Anfang. Es geht schnell nach oben, aber es geht ebenso schnell nach unten.»

Unwirklicher und skurriler Satz

Tages-Anzeiger: «Die Schweiz ist Fussballweltmeister. So unwirklich und skurril und absurd der Satz auch scheint, er stimmt seit gestern (...). Es ist nichts Geringeres als eine Sensation. Seit 1993 wird in der Schweiz Nachwuchsförderung betrieben, und der Verband geht diesen Weg mit grossem Aufwand. Weniger die finanziellen Mittel, sondern vielmehr die personellen Resourcen sind bescheiden. (...) In der Schweiz will jedes Pflänzchen behütet sein und geniesst der Sport erst recht nicht den Status als wichtigeste Staatsgewalt überhaupt. (...) Der WM-Titel ist (...) allerdings auch eine Verpflichtung. Auf dass dem Verband gelingt, die Spieler der Weltmeistermannschaft weiterhin so zu fördern, dass sie irgendwann zum Thema für Ottmar Hitzfelds A-Nationalmannschaft werden.»

Blick: «Unsere U17-Giganten krönten sich in der globalisierten Sportart schlechthin. Der Konkurrenzkampf im Fussball ist weltumspannend und gnadenlos. Wer sich darin durchsetzt, verdient Respekt. (...) Die Multikulti-Kicker setzen ein ermutigendes Zeichen zur Zeit, in der viele Landsleute sich bedroht wähnen von der Wirtschaftskrise, dem Ausland und den Fremden im Land. Endlich Schweizer, blutjunge Secondos zumal, die Herausforderungen anpacken statt zu jammern. Die gemeinsam Ziele verfolgen statt angstvoll auf andere zu zeigen. Ein Fingerzeig für die Nation.»

Basler Zeitung: «Ein Fernsehpublikum weltweit erlebte gestern ein Fussball-Wunder mit, eine unbezahlbare Werbekampagne für die Nachwuchsarbeit des SFV und der Schweizer Klubs. (...) Diese ´Swiss Boys´ haben sich in wenigen Tagen zu Sympathieträgern entwickelt, die weltmeisterliche Klasse zeigten und denen vielleicht eine goldene Zukunft gehört.»

Triumph mit Köpfchen

Neue Luzerner Zeitung: «Haris Seferovic gelang in der 63. Minute das wichtigste Tor seit Bestehen des SFV per Kopf. (...) Überhaupt war es ein Triumph mit Köpfchen. 1995 nahm Hansruedi Hasler den neu geschaffenen Job als Technischer Direktor des SFV auf. Er hatte eine Vision, er hatte ein Konzept, er impfte allen Nachwuchsteams das gleiche Spielkonzept ein. Dieses Nachwuchskonzept ist Vorbild für viele Fussballnationen.»

Le Matin: «Seit gestern Abend (Sonntagabend -- Red.), 20.54 Uhr, ist die Schweiz in der Geschichte und im geschlossenen Zirkel der richtigen Fussball-Nationen. (...) Sie (die Spieler -- Red.) sind bis zum Ende ihres Traumes gegangen, der auch unser Traum geworden ist. Es ist der Lohn für eine Politik, die vor über zehn Jahren ihren Anfang genommen hat, als die Philosophie der Nachwuchszentren aufkam. Aber diese Schweiz hätte nie den Pokal in den Händen ohne die natürliche Klasse ihrer einzelnen Spieler. Diese sind Symbol für unsere reichhaltigen Unterschiede. Ben Khalifa, Seferovic oder Xhaka verkörpern dies mehr als die Öffnung des Landes. Sie sind die modernen Helden der Generation »Weiss-schwarz-Balkan«, mit der sich jeder identifizieren kann.»

BBC Online: «Die Schweizer behielten die Nerven und verdarben die Party der ´Golden Eaglets´ und ihrer stimmgewaltigen Fans. Sie bewiesen mit jedem Sieg, dass sie würdige Champions sind.»

(fkl/Si)

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