Erste Runde der internen EM-Qualifikation

publiziert: Freitag, 1. Sep 2006 / 19:44 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Sep 2006 / 08:50 Uhr

Im ersten von zwei EM-Tests innerhalb von fünf Tagen empfängt das Schweizer Nationalteam am Samstag in Basel Venezuela. Für Nationalcoach Köbi Kuhn ist das Resultat gegen die Südamerikaner aus verschiedenen Gründen nicht zweitrangig.

«Wir sind uns und der Öffentlichkeit gute Resultate schuldig», so Köbi Kuhn.
«Wir sind uns und der Öffentlichkeit gute Resultate schuldig», so Köbi Kuhn.
3 Meldungen im Zusammenhang
Die Testphase bis zum Auftakt der Euro 2008 dauert noch fast 22 Monate. Es ist Zeit genug vorhanden, um den Kreis der Kandidaten zu sichten - oder wie es der Schweizer Selektionär im Vorfeld der ersten Partie formulierte, «das Kontingent zu erweitern». Kuhn wird in den Vergleichen mit Venezuela und Costa Rica in Genf sämtliche 17 Feldspieler einsetzen; so zumindest sei es geplant.

An den Leistungsvorgaben ändern die Umstellungen im Team indes nichts. Nur weil fünf A-Internationale (Barnetta, Djourou, Vonlanthen, Margairaz und Dzemaili) leihweise der U21 abgetreten wurden und ein Trio (Regazzoni, von Bergen sowie Inler) debütieren wird, verändert Kuhn an der Zielsetzung nichts: «Das Wort Freundschaftsspiel werden wir nicht mehr gebrauchen. Es sind Vorbereitungsspiele für die EM. Wir sind uns und der Öffentlichkeit gute Resultate schuldig.»

Gute Ergebnisse tragen nicht nur zu einem guten Klima bei, sie sind auch die Grundlage dafür, die starke Position (13.) im FIFA-Ranking zu konservieren. Mit weitem Blick auf die Ausscheidung für die WM 2010 in Südafrika will Kuhn, dass die Schweiz bei der Gruppenauslosung vorteilhafte Karten in der Hand hält. «Nur schon in dieser Hinsicht sind die Resultate wichtig.»

«Zubi» nicht mehr gesetzt

Das Team ist als Co-Gastgeber neben Österreich für die EM-Endrunde gesetzt. «Die Spieler aber haben sich noch nicht qualifiziert», deutete Kuhn an, dass ihm an einer Verschärfung des Konkurrenzkampfes durchaus gelegen ist. Einer der zweiten Reihe ist Gökhan Inler. Der FCZ-Mittelfeld-Akteur, der im Mai noch für die türkische U21-Auswahl im Einsatz stand, nahm die Einladung von Kuhn an und will sich im exklusiven Rahmen «mit nachhaltiger Wirkung» präsentieren.

Gleiches wie Inler haben sich Sions Alberto Regazzoni, im linken Couloir oder als Spitze einsetzbar, und Zürichs Innenverteidiger Steve von Bergen vorgenommen. Die Auftritte der Neulinge wird Kuhn genau beobachten. «Schliesslich kann ich für die EM 2008 nicht nur mit 20 Spielern planen.»

In der Torhüterfrage ist offenbar nichts entschieden. Bis Ende 2007 wird der Nationalcoach jedem des Goalie-Trios Zuberbühler/Coltorti/Benaglio ungefähr gleich viel Einsatzzeit gewähren. «Zubi», der an der WM in vier Partien bis zum Achtelfinal-Out keinen Treffer zugelassen hatte, muss demzufolge hart um seinen Stammplatz zu kämpfen. Gesetzt ist der Keeper von West Bromwich Albion Kuhns Aussagen zufolge nicht (mehr).

Lange ungeschlagen

Seit dem 2:4 in der WM-Barrage in Istanbul im letzten November haben die Schweizer in der regulären Spielzeit nicht mehr verloren. Fünf der neun Begegnungen 2006 gewann die SFV-Auswahl - und seit der EM 2004 verliessen die Schweizer den Platz in 24 Spielen nur einmal geschlagen.

Gegen Venezuela, die Weltnummer 65, ist nicht mit dem Ende dieser beachtlichen Serie zu rechnen. Kuhn betonte zwar, die Venezolaner hätten sich in Südamerika vom Punktelieferanten «zum ernst zu nehmenden Gegner entwickelt».

In bester Besetzung treten die Schweizer aus bekannten Gründen nicht an. Neben den ins U21-Team delegierten Professionals fehlt der verletzte Philippe Senderos. Mehr und mehr zeichnet sich auch ab, dass Johann Vogel wegen Beschwerden an der Achillessehne geschont wird. Der Captain trainierte auch am dritten Tag nicht mit dem Team. Die anderen angeschlagenen Schweizer, unter ihnen Philipp Degen und Ricardo Cabanas, dürften zur Verfügung stehen.

Ablenkung in Hinwil

Mit einem Ausflug ins Hinwiler Werk des Formel-1-Rennstalls BMW-Sauber wurde das Programm der Nationalmannschaft aufgelockert. Der vom Hauptsponsor CS organisierte Besuch vermittelte den Fussballern einen Einblick in den Windkanal der von Peter Sauber aufgebauten Hightech-Fabrik. Im Simulator erlebten die Spieler das Rennsportfeeling fast hautnah.

Schweiz - Venezuela
St.-Jakob-Park, Basel. -- Samstag, 2. September, 17.15 Uhr. -- SR Alain Hamer (Lux).

Mögliche Startformation der Schweiz: Zuberbühler; Philipp Degen, Grichting, Müller, Magnin; Gygax, Huggel, Yakin, Wicky; Frei, Streller.

Bemerkung: Schweiz ohne Barnetta, Djourou, Margairaz, Dzemaili, Vonlanthen (alle in der U21-EM-Qualifikation eingesetzt) und ohne Senderos (verletzt).

(von Sven Schoch/Si)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nati-Captain Johann Vogel gehört ... mehr lesen
Vogel kommt nur für einen Kurzeinsatz in Frage.
Weltmeister Italien empfängt Litauen.
EURO 2008 Die Qualifikation für die Euro 2008 ... mehr lesen
Köbi Kuhns Vorgabe für den ... mehr lesen
Alex Frei peilt im 51. Einsatz das 30. Tor an.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt wechselnd bewölkt
Basel 2°C 5°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen 0°C 2°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel wechselnd bewölkt
Bern 1°C 4°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel wechselnd bewölkt
Luzern 2°C 4°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt wechselnd bewölkt
Genf 3°C 5°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt wolkig, aber kaum Regen
Lugano 5°C 7°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten