Nati-Test in Südkorea lohnt sich allemal

Exzellente Positionierung und offene Fragen

publiziert: Mittwoch, 13. Nov 2013 / 15:12 Uhr
Die Suche nach einem Nachfolge von Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld ist in vollem Gange.
Die Suche nach einem Nachfolge von Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld ist in vollem Gange.

Der SFV und das A-Team sind exzellent positioniert. Für den Schweizer Generalsekretär Alex Miescher ist der WM-Test in Seoul aus verschiedenen Gründen ebenso lohnenswert wie aus der Optik Ottmar Hitzfelds.

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Auf personeller Ebene ist (noch) nicht alles geregelt - der SFV führt nach wie vor Gespräche mit Kandidaten, die infrage kommen, im Sommer die Nachfolge von Star-Trainer Ottmar Hitzfeld anzutreten. Champions-League-Sieger Roberto Di Matteo, Jürgen Klinsmann, aktueller US-Nationalcoach, und der frühere FCB-Stratege Christian Gross gehören zum Kreis seriöser Anwärter - ebenso möglich ist eine interne Lösung mit U21-Coach Pierluigi Tami oder Michel Pont. Noch vor der WM-Auslosung im Dezember will der Nationalteam-Delegierte Peter Stadelmann in dieser Causa für Klarheit sorgen.

Die Einkünfte reinvestieren

Andere Ergebnisse hingegen liegen ziemlich detailliert vor. 2013 war in jeglicher Sicht ein einträgliches Jahr - sportlich mit dem dritten WM-Vorstoss in Serie und ohne einzigen Fehltritt ohnehin, wirtschaftlich ebenfalls. «Anfang des Jahres sagten wir: Wenn wir es maximal läuft, qualifizieren wir uns ohne Barrage für die WM und haben alle Sponsorenplätze besetzt», sagt Generalsekretär Alex Miescher zur nahezu perfekten Bilanz.

«Wir sind nur knapp unter dem Best Case», so Miescher. Es sei damit zu rechnen, dass der Verband dank der Teilnahme an der Endrunde in Brasilien vergleichbare Einkünfte wie vor vier Jahren (rund 10 Millionen Franken) erzielt. Anhäufen wird der SFV das Geld nicht. Die Liga und die Spieler (Prämien) partizipieren an der Summe, ein Teil fliesst in die Technische Abteilung. Die Verantwortlichen haben bereits mehrere Projekte angeschoben - die Arbeit an der Junioren-Basis (U14) und im Scouting soll weiter optimiert werden.

Eine Aufblähung des Apparats haben die Entscheidungsträger nicht im Sinn. Die in diesem Jahr generierten Mittel sollen sinnvoll investiert werden. «Wir wollen das Geld in der Spitze und in der Breite gescheit ausgeben», betont Miescher. «Wenn mehr hereinkommt ist es für eine Firma oft die gefährlichere Variante, als wenn man Geld entziehen muss.»

Südkorea als gutes Paket

Für Miescher ist der ökonomische Ansatz auch beim Südkorea-Trip nicht unerheblich. «Er ist einer von drei Aspekten. Es geht sicher darum, kein Geld mehr in den Sand zu setzen. Das ist uns bei den Heimspielen gegen die Ukraine und Norwegen passiert und sollte sich eigentlich nie mehr wiederholen.» Die unüblich lange Reise (total über 20 Stunden und gesamthaft gegen 17'500 Flugkilometer) sei vertretbar, das Gesamtpaket stimme: «Sportlich, wirtschaftlich und kulturell.» Die Einladung soll mit rund 300'000 Franken dotiert sein.

Den WM-Test in Asien könne man sich durchaus leisten, denkt Miescher. «Man darf den Spielern auch mal etwas mehr mitgeben als nur das Spiel und die Übernachtung im Hotel.» Der eher skeptischen Haltung der Klubs entgegnet Miescher, dass man auf eine zweite Partie bewusst verzichtet habe. «Wären wir nur ökonomisch gefahren, hätten wir auf dem Heimweg in Dubai noch gegen Russland gespielt. So stehen die Spieler ihren Klubs am nächsten Montag wieder zur Verfügung.»

Hitzfelds Gedankenspiele

Ottmar Hitzfeld hat selbstredend nicht nur die «Belastungsprobe Südkorea» im Blick. Der SFV-Selektionär plant wie die Finanzspezialisten im Verband schon das nächste Quartal. Im Kopf hat er selbstredend die WM-Auslosung am 6. Dezember: «Wenn wir die Gegner kennen, können wir die Details der Vorbereitung regeln.» Er spielt mit dem Gedanken, im März gegen Kroatien zu testen. «Vielleicht ist aber auch Italien frei. Wir müssen abwarten.» Erste Erkenntnisse wird Hitzfeld in Korea gewinnen - die Empfehlungen der nicht gesetzten Kandidaten für das 23er-WM-Kader dürfte der Nationalcoach genau prüfen.

(bg/Si)

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