FC Zürich Frauen verliert Hinspiel der Champions League

publiziert: Mittwoch, 22. Sep 2010 / 19:35 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Sep 2010 / 21:40 Uhr
Trifft zum 2:1 in der Champions League: Selina Zumbühl
Trifft zum 2:1 in der Champions League: Selina Zumbühl

Im Sechzehntel-Final Hinspiel unterliegt der FCZ dem Italienischen Meister Torres Calcio aus Sardinien knapp mit 2:3

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Bereits in der zweiten Minute konnte der FCZ vor 1500 Zuschauerinnen und Zuschauern dank eines von Rahel Kiwic sicher verwerteten Elfmeters mit 1:0 in Führung gehen. Die erste nennenswerte Torchance der favorisierten Italienerinnen konnte in der 12. Minute verzeichnet werden. Das junge Team der Zürcherinnen, mit einem Altersschnitt vom 20.5 gegenüber 31.8 desjenigen der Italienerinnen, konnte dem Gegner über weite Strecken Paroli bieten. Die kompakte Defensive, angeführt von der sicheren Torhüterin Stenia Michel, konnte nur selten überwunden werden. In der 24. Minute war es Elisa Camporese aus abseitsverdächtiger Position, die den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Die anfängliche Sicherheit des Heimteams wich mit dem Verlauf der Partie einiger Nervosität und damit auch einigen Ungenauigkeiten, die vom Sardischen Team eiskalt ausgenutzt wurden.

Zumbühl trifft auch in der Champions League

Selina Zumbühl, die eben erst ihr Comeback in der Nationalmannschaft mit zwei Treffern krönte, traf in der 36. Minute zum erneuten Führungstreffer des FCZ. Diese Führung dauerte aber nicht lange an. Nur gerade eine Minute später konnte Torres erneut ausgleichen. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es wiederum eng vor dem Tor der Gäste. U20-Nationalspielerin Cora Canetta verfehlte die Torumrandung nur knapp und prüfte Michela Cupido im Sardischen Tor.

Die Italienerinnen erhöhten den Druck bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit. Dank eines Treffers durch Elisa Camporese konnten sie dann auch in der 50. Minute erstmals verdient in Führung gehen. Danach gestaltete sich die Partie wieder ausgeglichener. Keines der beiden Teams kam zu zwingenden Chancen, das Spiel wurde zum Duell der Mittelfeldspielerinnen. Torres machte den Eindruck, mit dem Spielstand zufrieden zu sein. Immer mehr ungeahndete Verzögerungen wurden zur Normalität. Die Zürcherinnen machten weiter Druck. Alt-Nationalspielerin Manuela Zürcher kam in der 75. Minute zu einer weiteren Chance für den FCZ, konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen. Der von Torres lancierte Konter endete in einer Chance von Siliva Fuselli, welche von Schlussfrau Stenia Michel mit einer Glanzparade pariert werden konnte.

Der erwartete, deutliche Klassenunterschied war, auch wenn die Italienerinnen teilweise dominierten, nicht zu erkennen. Verglichen mit dem letzten Auftritt der FCZ Frauen, konnte eine deutliche Steigerung festgestellt werden. Dennoch wird das Rückspiel auf Sardinien für die Schweizer Meisterinnen ein hartes Stück Arbeit, will man sich erstmals für den Achtelsfinal qualifizieren.

«Es war für unser junges Team tempomässig eine neue Erfahrung. Im Rückspiel muss uns der Gegner etwas entgegen kommen, wenn wir die Qualifikation noch schaffen wollen», so Trainer Markus Kummer nach der Partie.

Einen ausführlichen Bericht über den Auftritt des FCZ in der Champions League finden Sie in der nächsten Ausgabe des Frauenfussball-Magazins.

(Chris Blattmann/Frauenfussball-Magazin)

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