BSC Young BoysFC BaselFC LuganoFC LuzernFC SionFC St.GallenFC ThunFC VaduzFC ZürichGrasshopper-Club Zürich

FCZ vor dem wichtigsten Klassiker seit 25 Jahren

publiziert: Samstag, 13. Mai 2006 / 00:05 Uhr / aktualisiert: Samstag, 13. Mai 2006 / 18:11 Uhr

Im Zürcher Lager herrschte 24 Stunden vor dem entscheidenden Gipfeltreffen mit Basel gespannte Ruhe: Die selbstbewusste FCZ-Gemeinde wähnt den ersten Meistertriumph seit 1981 in Griffnähe.

Dem FCZ wurden für den Gästesektor exakt 544 Tickets zur Verfügung gestellt.
Dem FCZ wurden für den Gästesektor exakt 544 Tickets zur Verfügung gestellt.
5 Meldungen im Zusammenhang
Der Zwang zum Auswärtssieg gegen den Titelhalter belastet beim mutigen Herausforderer offenkundig niemanden.

Lucien Favre vermutet nicht ohne gewisse Erfahrungswerte, dass die Basler «mit Orkanstärke» zum wichtigsten Klassiker seit einem Vierteljahrhundert starten werden. Die Qualität, dem Ansturm des angeschlagenen Meisters zu widerstehen, besitzt Favres drei Punkte hinter dem FCB klassierte Mannschaft zweifellos.

Und das Selbstvertrauen der Gäste ist kaum zu übertreffen. 19 Treffer schossen sie in den vergangenen sechs Spielen; nur vier Gegentore liess die Defensive in der gleichen Zeitspanne zu. In seiner aktuellen Verfassung ist dem FCZ alles zuzutrauen - oder wie es Captain Marc Schneider formulierte: «Es gelingen derzeit Dinge, an die man sonst gar nie denkt.»

Prickelnder Showdown

Gerechnet hat mit dem prickelnden Showdown vor der Saison niemand; nicht einmal die Treusten in der Südkurve thematisierten dieses Szenario. Dem FCB wurde eine weitere Saison in der eigenen Kategorie prognostiziert. Allenfalls das investitionsfreudige YB, sagten die Experten voraus, würde eine Annäherung an den Branchenleader vollziehen können.

Zürich kam in den nationalen Planspielen keine tragende Rolle zu. Bis zum 15. Spieltag war der Rückstand der Zürcher in der Tat bereits auf neun Punkte angewachsen. Sechs Monate und eine verblüffende FCZ-Serie später ist die Ausgangslage eine diametral andere: Erstmals seit 25 Jahren bietet sich dem populären Stadtklub wieder die Chance, den Titel zu gewinnen.

Steigerung zum imposanten Lauf

Am 16. Oktober, vor 23 Runden, verliess Zürich nach dem 2:4 gegen Basel im Letzigrund den Platz letztmals als Verlierer. Dann folgte die Steigerung zum imposanten Lauf. Taktisch auf erstklassigem Super-League-Niveau und auf spektakulär offensive Art stürmte die Mannschaft durch die Schweizer Fussball-Landschaft.

Selbst Basel war dem offensiven Variantenreichtum im Cup-Achtelfinal vor eigenem Anhang (ein erstes Mal) nicht gewachsen. Unter der Leitung des in der Anfangsphase seines Zürcher Engagements harsch kritisierten Trainers Lucien Favre erarbeitete sich der FCZ jene Konstanz, die über Dekaden hinweg fehlte, die bestenfalls ein Produkt des Wunschgedankens war.

Wandlung zum Spitzenteam

Die Wandlung zum Spitzenteam erfolgte ausgerechnet in der Periode, in welcher Sven Hotz seine privaten Millionen nicht mehr «wahllos» zur Verfügung stellte. Auf inflationäre und teure Transfers verzichtete der FCZ. Dem finanziell engeren Rahmen gehorchend forcierte Favre den Einbau der Jugend konsequent.

Im St.-Jakob-Park wird dem schwer unter Druck geratenen Gigant Basel nun eine im Schnitt 23-jährige Auswahl gegenüber stehen. Topskorer Alhassane Keita (22) und sein raffinierter Partner Rafael (21) sind gar noch jünger.

Nicht das Alter aber ist der gewinnbringende Faktor, sondern die klug gewählte Zusammenstellung der Equipe. Aussenverteidiger Schneider, der nach langwierigen Problemen mit der Achillessehne rechtzeitig wieder in die Startformation zurückgekehrt ist, bewertet den Aspekt der erfolgreichen Teambildung hoch: «Unsere grösste Qualität ist vermutlich die Geschlossenheit. Wir haben keine klassischen Ersatzspieler, die nie zum Einsatz kommen. Es brauchte alle. Es werden auch bei uns kaum je alle miteinander in die Ferien fahren, aber menschlich passt es hier. Die Mischung der Charaktere ist ideal gewählt worden.»

Heikle Phasen mit Bravour gelöst

Im Verlaufe der Meisterschaft haben die im Vergleich zu den letzten Jahren markant stilsichereren Zürcher diverse heikle Phasen mit Bravour gelöst. Schneider denkt in diesem Zusammenhang an die Partie gegen Neuenburg: «Vor zwei Jahren hätten wir dort mit der gleichen Leistung 0:2 verloren. Jetzt mogelten wir uns zu einem 1:0.»

Lucien Favre erinnert sich an den letzten Heimauftritt gegen die Young Boys. 0:3 lag sein Team zurück, ein 3:3 erzwang es kurz vor Schluss noch. «Nach diesem Spiel wussten wir, was zu erreichen wäre», offenbarte der Genfer nun im Vorfeld des Showdowns.

Mit sechs Siegen in Serie und entsprechend breiter Brust werden die Aussenseiter zum «Endspiel» antreten. Zu verlieren haben die FCZler verhältnismässig wenig. Keiner forderte von ihnen ernsthaft den Titelgewinn. «Die Basler müssen, wir dürfen», erklärten die Zürcher Vertreter ohne falsches Understatement.

Und doch bleibt abzuwarten, wie die «Titellosen» mit der Situation klarkommen, im nationalen Brennpunkt zu stehen. Zweimal bot sich ihnen bislang die Chance, auf Platz 1 vorzurücken, in beiden Fällen enttäuschten die Zürcher mit Unentschieden gegen Schaffhausen und das damals formschwache GC. Nun müssen sie gewinnen, dann ist ihnen bei Punktgleichheit die Trophäe wegen der besseren Tordifferenz (+3) gewiss.

544 Anhänger im FCZ-Sektor

Fest steht, dass die Sektoren im St.-Jakob-Park (neu 32 700 Plätze) bis auf eine marginale Ausnahme zur Hauptsache von «Rot-Blauen» besetzt sind. Dem FCZ wurden für den offiziellen und höher als üblich eingezäunten Gästesektor exakt 544 Tickets zur Verfügung gestellt.

In verschiedenen Internetforen beklagten sich die Zürcher Supporter über das ihrer Ansicht nach unverhältnismässig geringe Angebot. Es ist indes anzunehmen, dass mehrere Hundert FCZ-Anhänger vom Kontingent der 4500 «frei» verkauften Billette profitiert haben. Anderen hat der Stadtklub offeriert, das Spiel für 10 Franken pro Eintritt in der Maag-Event-Hall (3500 Zuschauer) zu verfolgen.

Mögliche Zürcher Startformation:
Leoni; Stahel (Nef), Filipescu, Von Bergen, Schneider; Margairaz, Inler, Dzemaili, César; Keita, Rafael.

(Sven Schoch, Zürich/Si)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich durchbrach überraschend ... mehr lesen
Meisterjubel mit Alhassane Keita, Freddy Bickel und Lucien Favre.
Goekhan Inler, Marc Schneider, Alhassane Keita und Cesar mit dem Meisterpokal.
Als alles auf den zwölften Meistertitel vorbereitet war, entschied Iulian Filipescu mit seinem ersten Meisterschaftstor für den FC Zürich die entscheidende Partie in Basel mit dem 2:1 ... mehr lesen
«Wir sind die Saison angegangen, mit dem klaren Ziel, Meister zu werden», sagt Trainer Christian Gross.
Den ersten Matchball hat der FC ... mehr lesen
Weil Basel (4:0 in Schaffhausen) und ... mehr lesen
Die Zürcher bedanken sich bei den Fans - und bleiben weiter dem FCB auf den Fersen.
Goalie Zivko Kostadinovic verlängert beim FC Zürich einen neuen Vertrag bis 2024.
Goalie Zivko Kostadinovic verlängert beim FC Zürich einen neuen Vertrag bis 2024.
Vertrag bis 2024  Der FC Zürich gibt die Vertragsverlängerung mit Ersatzkeeper Zivko Kostadinovic bekannt. mehr lesen 
Bis 2025  Der FC Zürich kann nach dem Sieg ... mehr lesen
Mirlind Kryeziu hält dem FCZ die Treue und verlängert bis 2025.
Nach Platzsturm  Am Sonntag verirrte sich eine der Hunde von FCZ-Präsident Ancillo Canepa kurz vor dem Halbzeitpfiff auf dem Rasen. Dieser Platzsturm könnte nun Folgen haben. mehr lesen  
Der FCZ verleiht Flügelspieler Henri Koide in die Challenge League.
An den FC Wil  Der FC Zürich verleiht seinen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
News
         
Die Markenrechte der WM werden von der FIFA penibel geschützt.
Publinews Bevor Vereine, Betreiber einer Fussballkneipe und andere Kleinunternehmen die Fussball-WM ohne offizielle Lizenzierung für ... mehr lesen
Der Fussball in Deutschland hat sich in den letzten Jahren verändert.
Publinews Für viele Menschen ist Fussball mehr als nur ein Spiel. Das Spiel um den runden Ball schweisst Menschen ... mehr lesen
Fussball ist ein anstrengender, körperlicher Sport.
Publinews Sobald das Fussballtraining oder das Spiel beendet wurde, beginnt die Phase der Erholung. Hierbei stehen die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Verfügung, die je nach ... mehr lesen
Die deutsche Bundesliga ist seit jeher eine Ziel-Liga für Schweizer Fussballer.
Publinews Die Schweiz bringt immer wieder das Kunststück fertig, den grossen Nationen die Stirn zu bieten. Das gilt vor allem im Sport, wo die ... mehr lesen
Heutzutage ist es schwierig, komplett kostenlos und ohne Anmeldung Fussball live zu verfolgen.
Publinews Am Wochenende steht das Spiel der Lieblingsmannschaft an und wird nicht im Free-TV übertragen - jeder Fan war schon einmal in ... mehr lesen
Der Weg zum Profifussballer ist hart und lang.
Publinews Es ist der Traum vieler Jugendlicher Karriere als Fussballer zu machen. Der Reiz Fussballprofi zu werden, scheint allgegenwärtig. Schaut man etwa in die ... mehr lesen
Fussball als Zuschauer ist zudem ebenfalls sehr interessant, da es klare Spielzeiten gibt und zwischendurch eine Pause besteht.
Publinews Sport ist seit geraumer Zeit von grösster Bedeutung für die Menschheit. Sport verknüpft Menschen, schafft ein gemeinsames Interesse und sorgt gleichzeitig dafür, ... mehr lesen
Auch der Torwart braucht eine Ausstattung.
Publinews Fussball ist eine beliebte Sportart. Ob man diese nun aktiv ausübt oder nur vor dem Fernseher verbringt, spielt dabei keine Rolle. Kaum ein Sport verbindet ... mehr lesen
Wenn das Team nicht stimmt, dann wird sich auch kein Erfolg einstellen.
Publinews Kaum eine Sportart ist so beliebt wie diese. Fussball schweisst die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Jedes Wochenende aufs Neue wird im Stadion die Lieblingsmannschaft ... mehr lesen
CBD als schmerztherapeutische Unterstützung bei Verletzungen.
Publinews Wir wollen in diesem Zusammenhang nicht von Aufputschmitteln im Fussball sprechen. Allerdings muss man diese Begriffe auch im zeitlichen Kontext sehen. Wenn man die ... mehr lesen
Fussball Videos
FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim ...  
Neue Zeitrechnung für den Nati-Star  Granit Xhaka (23) wechselt zu Arsenal London in die ...  
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge ...  
Grosse Ehre für «King Claudio»  Wenig überraschend heisst der Trainer des Jahres ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -1°C 2°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee bedeckt, etwas Schnee
Basel 0°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee bedeckt
St. Gallen -1°C 1°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee immer wieder Schnee
Bern 0°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig immer wieder Schnee bedeckt, etwas Schnee
Luzern 1°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregen immer wieder Schnee
Genf 0°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregen
Lugano 1°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten