FIFA-Streit: Zen-Ruffinen beschwichtigt

publiziert: Montag, 6. Mai 2002 / 21:10 Uhr

Zürich - Michel Zen-Ruffinen reagierte auf die mediale Streuung seines brisanten Dossiers mit einem beschwichtigenden Communiqué. Von einem persönlichen Konflikt zwischen ihm und dem von seiner Seite her schwer angeschuldigten Präsidenten Joseph Blatter will der FIFA-Generalsekretär nichts (mehr?) wissen.

Michel Zen-Ruffinen.
Michel Zen-Ruffinen.
Er habe in seinem 21-seitigen Dossier lediglich die Probleme «bezüglich der organisatorischen Abläufe» sowie «festgestellte Unregelmässigkeiten» festgehalten, erklärte Zen-Ruffinen in einem ausführlichen, sechs Punkte umfassenden Communiqué. Dem Exekutivkomitee habe er am vergangenen Freitag seiner Eigenschaft als Kontrollorgan Bericht erstattet.

«Es ist ausschliesslich dem Exekutivkomitee vorbehalten, den Inhalt der unterbreiteten Dokumente zu beurteilen und gegebenenfalls Massnahmen zu treffen», schrieb der Generalsekretär in seiner offiziellen Botschaft an die Sportöffentlichkeit. Glaubt man den Worten in seinem Communiqué, wird er «in dieser Angelegenheit nicht mehr weiter aktiv» sein.

Auf die Einzelheiten seines der gesamten Weltpresse zugespielten Berichtes mag der offenbar leicht verunsicherte Walliser nicht mehr eingehen, zumal die Informationen ohne sein Einverständnis an die Öffentlichkeit gelangt seien.

Dass die gegenwärtige Probleme «innerhalb der zentralen Verwaltung» von einem persönlichen Konflikt zwischen ihm und dem derzeit in Asien weilenden FIFA-Präsidenten Joseph Blatter herrühren, stellte Zen-Ruffinen in seinem Communiqué in Abrede. Die Medien hätten ihr Verhältnis fälschlicherweise als Konflikt dargestellt.

Gleichwohl endete seine schriftliche Stellungnahme mit folgenden Worten: «Er (Zen-Ruffinen) behält sich indessen vor, sich zu verteidigen, wenn seine persönliche Integrität wie auch die Qualität seiner Arbeit durch gewisse Personen in Frage gestellt werden, wie dies verschiedene kürzlich erfolgte Aussagen des FIFA- Präsidenten annehmen lassen.»

Zen-Ruffinens Communiqué im Wortlaut:

Im Nachgang zu verschiedenen Zeitungsartikeln, die in den vergangenen Tagen in Schweizer Zeitungen zum Thema der Situation innerhalb der FIFA erschienen sind, möchte FIFA-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen folgende Präzisierungen anbringen:

1. Die gegenwärtigen Probleme innerhalb der zentralen Verwaltung der FIFA rühren nicht von einem persönlichen Konflikt zwischen dem Präsidenten und dem Generalsekretär her, werden jedoch fälschlicherweise als solcher dargestellt.

2. Bei den durch den Generalsekretär beanstandeten Punkten handelt es sich um Probleme bezüglich der organisatorischen Abläufe sowie durch ihn festgestellte Unregelmässigkeiten. In diesem Sinne und einer entsprechenden Aufforderung des FIFA-Präsidenten nachkommend, hat der Generalsekretär dem FIFA-Exekutivkomitee in dessen Eigenschaft als Kontrollorgan am 3. Mai 2002 über die ihm bekannten Tatsachen Bericht erstattet. Gleichzeitig wurden dem Exekutivkomitee Dokumente zur Verfügung gestellt, auf welchen die rapportierten Fakten gründen.

3. Es ist ausschliesslich dem Exekutivkomitee vorbehalten, den Inhalt der unterbreiteten Dokumente zu beurteilen und gegebenenfalls Massnahmen zu treffen. Der Generalsekretär ist der Auffassung, mit seinem Bericht allen seinen statutarischen Verpflichtungen nachgekommen zu sein. Er gedenkt daher nicht, in dieser Angelegenheit weiterhin in irgendeiner Weise aktiv zu sein.

4. Der Generalsekretär ist der Ansicht, sich in ausreichender Weise zu dieser Angelegenheit geäussert zu haben. Insbesondere wird er nicht mehr auf die Einzelheiten seines Berichtes eingehen, die im übrigen ohne sein Einverständnis in verschiedenen Medien veröffentlicht worden sind.

5. Der Generalsekretär wird aus diesem Grund auch keine weiteren Kommentare zu den erwähnten Akten und Fragen abgeben.

6. Er behält sich indessen vor, sich zu verteidigen, wenn seine persönliche Integrität wie auch die Qualität seiner Arbeit durch gewisse Personen in Frage gestellt werden, wie dies verschiedene kürzlich erfolgte Aussagen des FIFA-Präsidenten annehmen lassen.

(sk/sda)

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