FIFA gesteht Fehler beim Ticketverkauf ein

publiziert: Freitag, 23. Apr 2010 / 16:58 Uhr
Präsident Joseph S. Blatter glaubt an das soziale  Engagement der FIFA. (Archivbild)
Präsident Joseph S. Blatter glaubt an das soziale Engagement der FIFA. (Archivbild)

49 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fussball-WM in Südafrika bleibt man bei der FIFA zuversichtlich. Präsident Sepp Blatter und Generalsekretär Jérôme Valcke, die sich am Hauptsitz in Zürich den Medien stellten, zerstreuten gewisse Zweifel.

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Blatter gab erneut ein klares Bekenntnis ab zum Titelkampf am «Kap der Guten Hoffnung». Der Walliser meinte: «Wir müssen Afrika etwas zurückgeben. Dies ist eine Anerkennung durch die internationale Sportfamilie. Wir sind stolz, dass wir nach Südafrika dürfen. Und wir haben Vertrauen. Dieses Land ist bereit.»

Blatter verspricht sich, dass die WM den Kampf gegen Armut, Analphabetismus und Gesundheitsprobleme ankurbeln kann. Das soziale Engagement der FIFA sei nicht zu unterschätzen und die getätigten Ausgaben für die Infrastruktur seien eine Investition in die Zukunft. Südafrika habe nun diese Chance und müsse den Schwung der entfachten Begeisterung nützen.

Zum umstrittenen Thema Sicherheit sagte Blatter: «Ich habe überhaupt keine Zweifel. Wieso würden sonst pro Jahr elf Millionen Touristen nach Südafrika reisen? Es kommt nicht von ungefähr, dass der deutsche Botschafter in Pretoria kürzlich verlauten liess: Kommen Sie, und besuchen Sie uns.» Die FIFA rechnet, dass alleine wegen der WM rund 360'000 «Ausländer» an die südliche Spitze Afrikas fliegen.

Erfolgreicher Direktverkauf

Bislang sind zirka 2,4 Millionen Eintrittskarten (von 2,9 Mio. verfügbaren) verkauft worden. Zu Beginn war der Ticketverkauf, als er noch übers Internet abgewickelt wurde, schleppend verlaufen, was Generalsekretär Jérôme Valcke dazu veranlasste, jetzt Fehler einzugestehen. Er räumte ein, dass im Hinblick auf die WM 2014 in Brasilien die Ticketing-Politik überdenkt werden müsse.

Er könne sich ein flexibleres System vorstellen, in dem Verkaufsstände in den Teilnehmer-Ländern vorgesehen seien. Seit dem 15. April und der Einführung des Direktverkaufs in Südafrika sind bis am Freitagmorgen in dieser kurzen Zeitspanne 200'000 Billette abgesetzt worden. Bei der FIFA hofft man, dass die WM-Spiele zu 95 Prozent ausverkauft sein werden. Eine 100-prozentige Auslastung hatte man letztmals 1994 in den USA.

Valcke berichtete weiter, dass man bereits in diesen Tagen fast bereit sei für den Kick-off. Es gelte nur noch, Details zu regeln, beispielsweise im Soccer-City-Stadium von Johannesburg. Bis am 27. Mai, wenn mit Brasilien das erste Team in Südafrika eintrifft, sei man definitiv parat.

(bert/Si)

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