Ausrede und Schönfärberei

Fabio Capello anerkennt die eigenen Leistungen

publiziert: Freitag, 27. Jun 2014 / 10:02 Uhr
Capello lobte sein Team: «Wir haben keinen Fehler gemacht. Wir spielten gut.»
Capello lobte sein Team: «Wir haben keinen Fehler gemacht. Wir spielten gut.»

Wie 2010 mit England scheitert Fabio Capello jetzt auch mit Russland in den WM-Gruppenspielen. Der italienische Star-Trainer streicht nach dem Out jedoch vor allem die eigenen Verdienste heraus.

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Die Frage nach dem neuerlichen frühen Ausscheiden regte Fabio Capello sichtlich auf. Der sonst so stoische Trainer trommelte genervt mit den Fingern auf den Tisch und konterte dann kühl: «England habe ich zur EM und zur WM geführt. Und Russland hat sich unter mir erstmals seit zwölf Jahren wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert.»

«Wir haben keinen Fehler gemacht»

Für Capello ist es keinesfalls peinlich, dass der nächste WM-Gastgeber jetzt in einer relativ einfach scheinenden Gruppe mit Belgien, Südkorea und Algerien den fest eingeplanten Einzug in die Achtelfinals kläglich verpasst hat. Er lobte nach dem abschliessenden 1:1 gegen Aussenseiter Algerien sein Team: «Wir haben keinen Fehler gemacht. Wir spielten gut.»

Seinen Zorn richtete Fabio Capello vielmehr auf die Schiedsrichter: «Das war vorher ein Foul an uns. Wie schon auch im Spiel gegen Belgien.» Und den beim Ausgleich patzenden Torhüter Igor Akinfejew nahm er vehement in Schutz: «Er ist von einem Laserpointer geblendet worden.»

Ausrede und Schönfärberei

Es tönte alles ein bisschen nach Ausrede und Schönfärberei. Vielleicht dachte der 68-jährige Altmeister ja auch an seinen Job und seine Zukunft bei der Sbornaja: «Wenn sie mich weiter wollen, mache ich weiter», sagte er. Ein Rücktritt aus freien Stücken ist für Capello kein Thema.

(ig/Si)

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