Faire Arbeitsbedingungen in Südafrika vor Fussball-WM 2010

publiziert: Dienstag, 23. Jan 2007 / 13:52 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Jan 2007 / 14:43 Uhr

Nairobi - Die Bauarbeiten zur Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika sollen unter fairen Arbeitsbedingungen vor sich gehen. Am Weltsozialforum (WSF) in Nairobi haben Gewerkschaften und linke Politiker auch aus der Schweiz die Initiative «Fair Play» lanciert.

Am Weltsozialforum in Nairobi (Bild) beschäftigte man sich in Hinblick auf die WM in Südafrika mit Fussball.
Am Weltsozialforum in Nairobi (Bild) beschäftigte man sich in Hinblick auf die WM in Südafrika mit Fussball.
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Bei den Arbeiten zur WM - etwa dem Bau und Umbau von Fussballstadien - müssten die Arbeiter den Lohn erhalten, der ihnen zustehe, sagte Crecentia Mofereng von der südafrikanischen Baugewerkschaft am Montag am WSF. Es müssten anständige Arbeitsbedingungen gelten, und soziale Sicherheit müsse garantiert werden.

«Fussball ist Sozialismus ohne politische Ideologie», sagte Kristian Weise vom Internationalen Gewerkschaftsbund. Auf der ganzen Welt stosse der Sport auf Begeisterung und Interesse. Deshalb sei die WM eine gute Gelegenheit zur Mobilisierung.

Einen direkten Bezug zur Schweiz stellte Vania Alleva von der Schweizer Gewerkschaft Unia her. Schweizer Aktivisten seien besonders gefordert, sich im Zusammenhang mit der WM für Arbeitsrechte einzusetzen: Schliesslich habe der Weltfussballverband FIFA seinen Sitz in Zürich und werde mit Sepp Blatter von einem Schweizer geführt.

Die Unia werde die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz für Aktionen nutzen, die auf die Kampagne «Fair Play» aufmerksam machen sollten. Sie suche auch den Austausch mit südafrikanischen Gewerkschaften. «Hier bietet sich die Chance für internationale Zusammenarbeit», sagte Alleva.

Die Kampagne wird in der Schweiz unterstützt von der SP, dem Gewerkschaftsbund (SGB) und dem Arbeiterhilfswerk (SAH).

Zuhanden der FIFA übergaben die Initianten dem kenianischen Fussballverband ein Memorandum mit ihren Forderungen. Dann starteten sie zu einer Kundgebung rund um das Sportstadion, in dem das WSF stattfindet; anschliessend stand ein gemeinsames Fussballspiel auf dem Programm.

(fest/sda)

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