Fussball: EM-Auslosung in Porto

Fussball-EM-Auslosung: Deutschland wieder im Glück

publiziert: Freitag, 25. Jan 2002 / 16:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 25. Jan 2002 / 16:33 Uhr

Porto - Einmal mehr hat Deutschland ein Traumlos erwischt. Die Mannschaft von Rudi Völler erhielt schon für die WM-Endrunde 2002 eine «lösbare» Gruppe, doch die Auslosung für die EM- Qualifikation in Gruppe 5 mit Schottland, Island, Litauen und die Färöer ist schon fast als «Freilos» zu bezeichnen.

«Man darf natürlich keinen Gegner unterschätzen. Aber wir müssen zufrieden sein», meinte Völler, der Teamchef der DFB-Auswahl. Die Deutschen werden voraussichtlich auf einen alten Bekannten treffen: Der frühere Bundestrainer Berti Vogts steht kurz vor der Anstellung als Nationalcoach beim schottischen Verband. Unter Vogts wurden die Deutschen 1996 letztmals Europameister.

Welt- und Europameister Frankreich bekommt in Gruppe 1 gegen Israel die Chance zur Revanche. In der WM-Qualifikation für 1994 war die Heimniederlage gegen die Israelis ausschlaggebend, dass die «Equipe Tricolore» nicht zur Endrunde in die USA fuhr. «Das ist eine Gruppe, die uns gute Chancen für die Qualifikation gibt», meinte der französische Teamchef Roger Lemerre zu den weiteren Gegnern Slowenien, Zypern und Malta.

Duell England gegen die Türkei

Einige Brisanz birgt das Duell in Gruppe 7 zwischen der Türkei und England. Die Beziehungen zwischen den Fans aus beiden Länderm sind äusserst angespannt, nachdem im April 2000 vor der UEFA-Cup- Partie zwischen Galatasaray und Leeds zwei englische Anhänger in Istanbul erstochen worden waren. «Wir wollen diese Probleme hinter uns lassen. Wir haben viele Freunde in der Türkei», erklärte David Davies, Exekutiv-Direktor des englischen Verbandes. Der englische Teamchef Sven-Göran Eriksson zeigte sich mit der Gruppe, der zudem die Slowakei, Mazedonien und Liechtenstein angehören, zufrieden: «Es wird nicht einfach, aber es ist gut, dass wir nicht gegen die ganz Grossen im europäischen Fussball spielen.»

Österreich nur Aussenseiter

Noch nie hat sich Österreich für eine EM-Endrunde qualifiziert. Auch die Chance, dass das neu von Hans Krankl betreute Team 2004 in Portugal präsent sein wird, ist gering. Die portugiesische Legende Eusebio zog für Österreich mit Tschechien, Holland, Weissrussland und Moldawien die stärkste Gruppe.

Krankl kann sich zwar eine Spionagereise zur WM 2002 in Südkorea und Japan ersparen, weil keiner der Gegner für das Turnier von 31. Mai bis 30. Juni qualifiziert ist, doch glücklich ist der Teamchef keineswegs. «Holland wollten wir wie Frankreich unbedingt vermeiden. Holland spielt modernen Fussball und ist nach verpatzter WM-Qualifikation heiss und deshalb Favorit für Platz eins. Tschechien hat grossartige Legionäre und ist im Aufschwung», erklärte Krankl, der erst seit Montag im Amt ist.

(sk/sda)

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