Fussball: WM-Splitter
publiziert: Montag, 12. Jul 2010 / 19:07 Uhr
Ein kurzer, grosser Augenblick der Schweizer nach dem Sieg gegen Spanien.
Ein kurzer, grosser Augenblick der Schweizer nach dem Sieg gegen Spanien.

Weltmeister-Besieger oder einziger Stolperstein auf dem Weg zum Ruhm: Die Schweiz nahm sich mit einem Augenzwinkern ihren (zugegebenermassen minimalen) Anteil am ersten spanischen WM-Titel.

Die für ihre originellen Werbespots bekannte Baselbieter Firma Ricola schaltete am Montag ein Inserat mit dem rot-gelben Titel: «Ricolééé: Wer hat ein Kraut gegen die Spanier gefunden? Die Schweizer.»

Farbenfroher Final

Howard Webb ist in der Schiedsrichter-Welt nicht als «Pistolero» bekannt. Dennoch wird der englische Polizist als Referee in die Geschichte eingehen, der die (mit Abstand) meisten Verwarnungen in einem WM-Final aussprechen musste. Webb zückte zwölf Mal gelb und stellte zudem den Holländer John Heitinga mit gelb-rot vom Platz. Bislang «farbenfrohstes» Endspiel war Ende Juni 1986 Argentinien - Deutschland mit sechs gelben Karten.

Iniestas Zeichen

Im Moment der puren Freude zeigte sich Andrés Iniesta nach seinem Tor im WM-Final von der emotionalen Seite. Als er sein Trikot auszog (und dafür verwarnt wurde), kam ein Shirt mit einer handgeschriebenen Widmung an einen ehemaligen U21-Kollegen zum Vorschein. Der Satz «Dani Jarque siempre con nosotros» (Dani Jarque immer mit uns) erinnert an den Tod seines Freundes im August 2009. Jarque, der Captain von Espanyol Barcelona, war vor einem Jahr im Trainingslager in Italien im Alter von nur 26 Jahren abseits des Platzes an einem Herzstillstand verstorben.

Pauls Traumquote

Der tierische WM-Star blieb auch am Finalwochenende traumhaft treffsicher. Die Krake Paul aus dem Oberhausener Aquarium «tippte» Spanien als Weltmeister und Deutschland als Dritter richtig und prophezeite damit die Sieger aller acht WM-Spiele, um die er mittels Wählen einer Futterbox mit Muscheln gefragt wurde. Die EM in zwei Jahren wird Paul nicht mehr erleben. Kraken werden nicht älter als drei Jahre.

Fast ganz Spanien vor dem TV

Der erste WM-Titel hat auch bei den Fernsehstationen in Spanien für Jubelstürme gesorgt. In der Spitze verfolgten 16,8 Millionen Menschen die Übertragungen im Free- und Pay-TV. Der durchschnittliche Marktanteil lag bei sagenhaften 91,4 Prozent.

Weltmeisterlicher Kuss

Iker Casillas bringt während eines Spiels nichts so schnell aus der Fassung. Nach dem Gewinn des WM-Titels weinte der spanische Captain hemmungslos und brach wenig später im Live-Interview mit der TV-Station «Telecinco» erneut in Tränen aus. Dann küsste er die Reporterin innig. Die Szene wurde aus dem Studio heftig beklatscht: Die schöne Journalistin heisst Sara Carbonero und ist seit rund zwei Jahren Casillas' Freundin.

Doch ein Grachtenkorso

Nach der ersten Enttäuschung über die holländische Niederlage im WM-Final soll das Team daheim nun doch uneingeschränkt wie ein Sieger gefeiert werden. Ein festlicher Bootskorso über Amsterdams schönste Grachten wird entgegen früherer Erklärungen nicht abgesagt. Zum «Umzug» und einer anschliessenden Jubelfeier auf der Fanmeile vor dem Reichsmuseum wird ein Ansturm von rund einer Million Besuchern erwartet. Danach wird «Oranje» im Amtssitz von Königin Beatrix offiziell empfangen.

Ooijer tritt ab

Neben Giovanni van Bronckhorst, der nach 106 Länderspielen seine Karriere mit der Auswechslung im WM-Final beendet hat, wird ein zweiter Verteidiger nicht mehr für «Oranje» auflaufen. André Ooijer, der beim PSV Eindhoven keinen neuen Vertrag mehr erhalten hat, tritt nach 55 Einsätzen für Holland (einer davon an der WM in Südafrika) ab.

(fest/sda)

 
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