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Fussball: Zürcher Derby 2003 im Zeichen des Abstiegskampfs

publiziert: Dienstag, 28. Okt 2003 / 19:02 Uhr

Das 193. Zürcher Derby zwischen dem FC Zürich und den Grasshoppers am Mittwoch um 19.30 Uhr im Letzigrund steht unter einer besonderen Affiche: Der Zweitletzte trägt gegen den Drittletzten der Super League ein Spiel gegen den Abstieg aus.

"Ich weiss um die Bedeutung des Derbys", sagt FCZ-Trainer Lucien Favre. "Zwischen den beiden Zürcher Klubs herrscht eine grosse Rivalität. Ich spüre das in Weiningen, meinem Wohnort, wo sich die Leute als FCZ- oder GC-Anhänger outen."

Statistik spricht für GC

Die Statistik sieht die Grasshoppers deutlich im Vorteil. In 192 Duellen siegte der Rekordmeister 96-mal und verlor 67-mal. 29 Partien endeten unentschieden. Der letzte FCZ-Heimsieg liegt sogar mehr als 19 Jahre zurück; am 28. August 1984 siegte der FCZ im Letzigrund letztmals gegen GC.

1:0 hiess es damals vor 10 300 Zuschauern. Torschütze war der Tessiner Massimo Alliata in der 9. Minute.

Seit diesem letzten FCZ-Sieg hat im Zürcher Fussball die Vormachtstellung eingenommen und zu seinen 17 Titeln weitere acht hinzugefügt; der FCZ hingegen seit 1981 keinen mehr. Seit 1984 erreichte der Zürcher Stadtklub auf seinem Terrain gegen den noblen Nachbarn nurmehr 10 Remis und erlitt 15 Niederlagen.

Formkurve spricht für FCZ

Nach vier Niederlagen in Serie kehrte Zürich am Sonntag mit dem 3:1 gegen Xamax endlich wieder zum Erfolg zurück. "Dieser Sieg tat uns sehr gut. Er war wichtig für die Spieler, den Verein, das Präsidium, die Fans und auch für den Trainer", bekennt Favre ohne Umschweife.

Sein Schachzug mit dem Marokkaner Tariq Chihab als zweite Spitze neben dem kleinen, wirbligen Goalgetter Keita zeitigte Erfolg. "Vielleicht werde ich den Versuch wiederholen. Chihab ist aber ein polyvalenter Spieler", so Favre.

"In diesem Derby wird ohnehin nicht die Position eines einzelnen Spielers, sondern das Engagement und die Aggressivität des Kollektivs werden entscheidend sein. Wir werden kämpfen, um zu gewinnen. Wir müssen aber auch spielen, um zu gewinnen."

Mit "spielen" meint Favre das schnelle Umschalten vom Defensiv- zum Offensivspiel und umgekehrt. "Wir müssen laufen, Spielwitz entwickeln, mögliche Situationen ausnützen und antizipieren können."

Meister Grasshoppers, der die grösste Krise seit einem Jahrzehnt durchlebt und sich mit vielschichtigen Problemen (Trainersuche, ungenügendes Spielerpersonal, Geldmangel, Imageverlust) konfrontiert sieht, hat mit dem 2:3 gegen Servette in Genf einen erneuten Rückschlag erlitten.

Nicht nur die neunte Saisonniederlage an sich, die sechste in sieben Auswärtsspielen, verdeutlichte die offenkundige Faiblesse. Selbst der vor dreienhalb Wochen zurückgetretene Meistertrainer Marcel Koller erkannte, dass "sein" GC auch nach seinem Rückzug nicht weitergekommen sei.

GC: Es kriselt überall

GC hat derzeit viele Mängel. Die Abwehr ist nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Gamboa, Castillo, Spycher und Tararache, der Defensiv-Versicherung im Mittelfeld, anfällig und unsicher wie kaum zuvor.

Die wenigen Individualisten wie Nunez, Petric oder Eduardo rennen ihrer Form hinterher und vermögen weder Verantwortung für die ganze Truppe zu übernehmen, noch Eigendynamik zu entwickeln. Koller konstatierte, dass gewisse Tendenzen, die sich schon unter ihm abgezeichnet hatten, Tatsache geworden sind.

GC und Koller sind also weiter auf der Suche. Koller hält Ausschau nach einem neuen Verein und betont, verschiedene Kontakte (ins Ausland) zu haben. GC hat seine Trainersuche, die bis spätestens zur Winterpause abgeschlossen sein dürfte, intensiviert.

Die Palette möglicher Kandidaten ist gross. Sie umfasst von A wie Martin Andermatt, B wie Georges Bregy, C wie Bernard Challandes oder Gilbert Castella, D wie Jochen Dries, E wie Andy Egli, F wie Rolf Fringer, G wie Mats Gren oder Alain Geiger, H wie Heinz Hermann, J wie Kurt Jara, dem vom HSV geschassten ehemaligen GC-Lehrmeister, M wie Roberto Morinini bis zu S wie Marco Schällibaum oder Pierre-André Schürmann. Alle würden sie wohl ein GC-Angebot zumindest prüfen.

7000 Tickets im Vorverkauf

7000 Eintrittskarten wurden im Vorverkauf für das 193. Zürcher Derby bis Dienstagmittag verkauft. Eine bescheidene Anzahl, wenn man weiss, dass der Letzigrund 19 400 Besucher fasst und das Hinspiel im Hardturm, das GC durch einen Treffer seines Goalgetters Nunez 1:0 gewann, 13 600 Zuschauer anlockte.

Vielleicht werden aber heute mehr als 15 000 - wie zuletzt am 21. Mai dieses Jahres (1:1) - zugegen sein, kann doch der FCZ mit einem Sieg das reputiertere GC in der Tabelle überholen und auf einen Platz unter den Strich bugsieren.

(Peter Wyrsch/Si)

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