UEFA-Cup

Grasshoppers überfuhren Dinamo Bukarest mit 3:1

publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2001 / 18:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Sep 2001 / 19:54 Uhr

Bukarest - Mit einem 3:1-Erfolg in Rumänien schufen sich die Grasshoppers gegen Dinamo Bukarest eine hervorragende Ausgangslage, um im Rückspiel in einer Woche im Hardturm in die zweite UEFA-Cup-Runde einzuziehen. Stéphane Chapuisat (28.), Benjamin Mwaruwari (81.) und Ricardo Nunez (87.) erzielten mit viel Kaltblütigkeit und auch einigem Glück die drei wichtigen Auswärtstreffer.

«Wir machten zwar in der zweiten Halbzeit eine schwierige Phase durch, die ins Auge hätte gehen können. Zum Glück aber erzielten wir in wichtigen Momenten immer wieder Tore, die uns aus der Verlegenheit halfen», sagte GC-Trainer Hans-Peter Zaugg und sprach dabei die zweite Halbzeit an, die widersprüchlicher nicht hätte verlaufen können. Die Einheimischen machten das Spiel, rannten unentwegt gegen das Tor des fehlerlosen Stefan Huber an, doch die Treffer fielen mehrheitlich auf der Gegenseite.

Die Zürcher hatten nach dem herrlich herausgespielten Führungstreffer von Chapuisat und der souverän kontrollierten Schlussphase der ersten Halbzeit den Fehler gemacht, sich nach dem Wechsel weit in die eigene Platzhälfte zurückdrängen zu lassen. Und dabei hätte ihnen das Supertor von Chapuisat eigentlich genügend Sicherheit geben müssen. Der Internationale, der sich vorübergehend aus der Schweizer Nationalmannschaft zurückgezogen hat, war auf der linken Seite mit einer weiten Spielverlagerung von Roland Schwegler enteilt. Wie in seinen besten Bundesliga-Zeiten vernaschte Chapuisat dann auf engstem Raum drei Gegenspieler und fand auch noch die Lücke zum Schuss in die freie hintere Torecke. Es war die zweite gute GC-Chance gewesen, nachdem Slaven Petric in der 18. Minute alleine vor Goalie Florin Prunea die Führung beinahe fahrlässig vergeben hatte.

In der zweiten Halbzeit hätte der Ausgleich für die Rumänen aber beinahe im Minutentakt fallen können. Niculescu (53.), Pirvu (56.), Niculescu (60.), Kirita (61.) und nochmals Niculescu (63.) hatten ihr Visier aber denkbar schlecht eingestellt und als Huber in der 79. Minute nach einem 25-Meter-Knaller von Kirita doch geschlagen schien, rettete für ihn der Pfosten. Dieser Knaller rüttelte jedoch die Schweizer nochmals auf: Chapuisat lancierte den eingewechselten Benjamin in den freien Raum, der Simbabwer umdribbelte Goalie Prunea und liess auch Kirita auf der Torlinie keine Abwehrchance. Kalblütiger ging es gar nicht mehr. Und hätte Chapuisat eine Minute später die gleiche Coolness gezeigt, es hätte 0:3 geheissen.

Ein Penaltygeschenk des isralischen Schiedsrichters brachte dann aber Dinamo nochmals ins Spiel zurück: Huber und Zicu waren in der Luft zusammengeprallt, der Unparteiische zeigte überraschend auf den Elfmeterpunkt. Nur drei Minuten nach dem 1:2 führte ein weiteres Geschenk zum 1:3-Schlussresultat: Dinamo-Goalie Prunea liess einen 35-Meter-Freistoss von Nunez zum Entsetzen der lautstark mitgehenden 12 000 Zuschauer ins Netz springen.

GC bot in diesem abwechslungsreichen Spiel die bessere Kollektiv-Leistung und profitierte auch von den genialen Geistesblitzen einiger Einzelspieler (Chapuisat, Benjamin, Huber). Die Abwehr wirkte zu Beginn etwas sorglos, wehrte sich aber in der Druckphase nach der Pause mit Händen und Füssen. Vor allem Marc Hodel rettete verschiedentlich als letzter Mann in heissen Szenen. Das Mittelfeld wirkte für einmal etwas überfordert und liess sich zu stark nach hinten drängen.

Stimmen zum Spiel:

Hans-Peter Zaugg: «Wir haben uns zwar eine günstige Ausgangslage geschaffen und stehen mit einem Bein bereits in der zweiten Runde, doch entschieden ist noch nichts. Der Gegner darf im Hardturm nicht unterschätzt werden. Wir machten in der zweiten Halbzeit schwierige Phasen durch. Weshalb wir uns so stark zurückdrängen liessen, ist mir noch ein Rätsel. Da hatten wir einige Probleme und kamen nur mit Glück um den Ausgleich herum. Das Glück war dann beim dritten Tor auf unserer Seite, nachdem der Penalty doch sehr diskutabel war.»

Stéphane Chapuisat: «Drei Tore in einem Auswärtsspiel sind natürlich super. Nur müssen wir nun konzentriert bleiben und auch das Rückspiel mit dem gleichen Engagement angehen. Bei meinem Tor hatte ich Glück, dass ich das winzige Loch fand, um den Ball im Netz unterzubringen.»

Stefan Huber: «Wir hätten den Gegner nie so stark aufkommen lassen dürfen. Das war brutal gefährlich. Der Penaltyentscheid war lächerlich. Eigentlich habe ich auf einen Foulpfiff für uns gewartet. Das Glück stand dann dafür beim Tor von Nunez auf unserer Seite.»

Dinamo Bukarest - Grasshoppers 1:3 (0:1)

Dinamo-Stadion. -- 12 000 Zuschauer. -- SR Koren (Isr). -- Tore: 28. Chapuisat 0:1. 81. Benjamin 0:2. 84. Mihalcea (Foulpenalty) 1:2. 87. Nuñez 1:3.

Dinamo Bukarest: Prunea; Lupescu; Kirita, Nastase, Tilvan; Bolohan (35. Semeghin), Pirvu (58. Buia), Stinga, Tames; Mihalcea, Niculescu (64. Zicu).

Grasshoppers: Huber; Schwegler, Hodel, Smiljanic, Berner; Spycher, Tararache (79. Gerber), Ippoliti, Nuñez; Petric (65. Benjamin), Chapuisat (92. Morales).

Bemerkungen: Dinamo ohne Lobont (nicht spielberechtigt); Grasshoppers ohne Papa Bouba, Baturina (beide gesperrt), Castillo, Cabanas und Denicolà (alle verletzt). 79. Pfostenschuss Kirita. Verwarnungen: 51. Nastase (Foul), 57. Huber (Zeitspiel).

(sda)

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