Basel locker in die Cup-Achtelfinals

Heiko Vogels geglückter Einstand

publiziert: Samstag, 15. Okt 2011 / 19:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Mrz 2012 / 19:14 Uhr
Zufriedener Heiko Vogel.
Zufriedener Heiko Vogel.

Heiko Vogel hat sich bei seinem Debüt als Cheftrainer des FC Basel wie erwartet über einen souveränen Sieg freuen dürfen. In den Sechzehntelfinals des Schweizer Cups gewannen die «Bebbi» beim 1.-Liga-Verein Schötz diskussionslos mit 5:1.

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Wie sein Vorgänger und ehemaliger Boss Thorsten Fink benützte Heiko Vogel den Cup als Gelegenheit, um ein paar Stars zu schonen und Ergänzungsspielern Wettkampf-Praxis zu gönnen. Während auf der einen Seite Captain Marco Streller als verletzt gemeldet war, Stammgoalie Yann Sommer nicht einmal im Aufgebot figurierte und Alex Frei zu Beginn der Partie auf der Ersatzbank Platz genommen hatte, erhielten Talente wie Taulant Xhaka und Arlind Ajeti die Chance, sich zu bewähren.

Einer, dem ebenfalls die Möglichkeit geboten worden war, sich vor den rund 2800 Zuschauern in den Vordergrund zu drängen, war Stephan Andrist. Der im Laufe dieser Saison aus Thun gekommene Mittelfeldspieler wusste von der Situation zu profitieren und erzielte im Luzerner Hinterland zwei Tore. Beim Gastgeber fiel Captain Michael Koch in der 83. Minute die Ehre zu, für das 1:4 zu sorgen. Den sehenswerten Schlusspunkt setzte kurz vor dem Abpfiff der eingewechselte Alex Frei.

Für die von Marcel Hottiger (Ex-Sportchef des FC Basel) betreuten Schötzer wird nun wieder der Alltag einkehren, der FCB hingegen darf am Dienstag auf die Champions-League-Bühne zurückkehren. Auf die Rot-Blauen wartet mit dem Heimmatch gegen Benfica Lissabon eine eminent wichtige Aufgabe.

Aarauer Abwehrfehler

Hat der FC Zürich nach der Länderspiel-Pause einen ersten Schritt auf der Krise machen können? Im Cup-Duell mit dem FC Aarau jedenfalls hat das in der Kritik stehende Team von Urs Fischer einen weiteren Misstritt vermieden. Es siegte auf dem Brügglifeld mit 3:1. Zu Beginn hatten die Zürcher einen herben Rückschlag einstecken müssen. Sie gerieten in der 6. Minute ins Hintertreffen - ausgerechnet durch ein Tor ihrer Leihgabe Remo Staubli. Der FCZ konnte sich aber in der Folge auffangen, bald den Ausgleich erzielen und in der zweiten Hälfte die entscheidende Differenz schaffen. Das 3:1 ging auf das Konto des brillanten Yassine Chikhaoui. Dem FCZ bleibt somit nach dem ersten Sieg seit dem 17. September (5:0 gegen den FC Grenchen) der Cup als Strohhalm, nachdem man in der Meisterschaft schon sehr viel Terrain eingebüsst hat.

Die Hoffnungen der Aarauer auf einen Einzug in die Achtelfinals waren durchaus berechtigt gewesen. Hätten sie nicht in der Defensive leichtsinnige Fehler begangen, die prompt bestraft worden sind, hätten sie das Weiterkommen realisieren können.

Sion und Servette in Bedrängnis

Zwei Westschweizer Super-League-Mannschaften bekundeten gegen unterklassige Gegner massive Probleme. Titelverteidiger Sion musste gegen Stade Nyonnais aus der Challenge League ebenso einem 0:1-Pausen-Rückstand hinterher rennen wie Servette Genf bei der 1.-Liga-Equipe von Yverdon-Sport. In der Schlussphase konnten die Oberklassigen jeweils den Kopf noch aus der Schlinge ziehen.

Für Sion schoss der nach der Pause eingetretene Guineer Pascal Feindouno den Ausgleich, ehe Michael Dingsdag der glückhafte Siegtreffer zum 2:1 gelang. Eine missratene Flanke des holländischen Verteidigers senkte sich in der 75. Minute ins Netz. Stade Nyonnais, das beinahe noch die Verlängerung erzwang, hatte das Skore durch seinen Goalgetter Frédéric Besseyre in der 37. Minute eröffnet. Bis zu jenem Zeitpunkt hatte Sion eine miserable Vorstellung abgeliefert. Die Partie fand im Sittener Tourbillon statt, weil der Aussenseiter aus Nyon aus finanziellen Gründen auf das Heimrecht verzichtet hatte.

Zugunsten von Servette zeichnete Goran Karanovic für die Wende verantwortlich. Der Stürmer markierte zwei Tage nach seinem 24. Geburtstag das 1:1 und in Unterzahl das 2:1. In der Nachspielzeit reüssierte bei den Genfern auch noch Eudis.

Keine Sensation in Schattdorf

Der letzte verbliebene Vertreter der 2. Liga regional, der FC Schattdorf, hatte keine realistische Chance auf eine Sensation. Die Amateure aus dem Kanton Uri mussten sich Lausanne-Sport mit 0:5 beugen. Der vom FC Sion ausgeliehene Schweizer U21-Internationale Aleksandar Prijovic hatte den Tabellenletzten der Axpo Super League in der 12. Minute in Führung gebracht. Nicolas Marazzi kürte sich bei Lausanne zum einzigen Doppel-Torschützen.

Ein Erfolgserlebnis gab es für den arg gebeutelten FC Winterthur und Boro Kuzmanovic, dessen Trainer-Posten auf der Schützenwiese zuletzt akut gefährdet war. In der Begegnung zweier «Kellerkinder» aus der Challenge League schlug «Winti» auf eigenem Terrain Brühl St. Gallen mit 2:0. In der Meisterschaft ist Winterthur in dieser Saison zuhause noch ohne Punkt (fünf Spiele, fünf Niederlagen!).

Bellinzona setzte sich dank eines Treffers von Alessandro Ciarrocchi mit 1:0 bei Malley (1. Liga) durch. Somit ist in den Cup-Partien vom Samstag kein einziger Oberklassiger auf der Strecke geblieben. Bei Malley, das von Stéphane Chapuisats Vater Gabet betreut wird, half der Schweizer Ex-Internationale Fabio Celestini aus. Der Mittelfeldspieler, der offiziell seine Profi-Karriere beendet hat, konnte gegen Bellinzona nur wenige Impulse geben.

Im Duell zweier 1.-Liga-Spitzenvereine unterlag Breitenrain Bern zuhause dem FC Tuggen mit 1:2.

Resultate:
Schattdorf (2.) - Lausanne-Sport 0:5 (0:2). Breitenrain Bern (1.) - Tuggen (1.) 1:2 (1:2). Schötz (1.) - Basel 1:5 (0:2). Aarau - FC Zürich 1:3 (1:1). Stade Nyonnais - Sion (in Sitten) 1:2 (1:0). Yverdon (1.) - Servette Genf 1:3 (1:0). Winterthur - Brühl St. Gallen 2:0 (1:0). Malley (1.) - Bellinzona 0:1 (0:0).

Am Sonntag spielen:
Chiasso - Grasshoppers 14.30 Uhr. Kriens - Neuchâtel Xamax 14.30 Uhr. Grand-Lancy (1.) - Luzern 14.30 Uhr. Freienbach (2. inter) - Young Boys 14.30 Uhr. Lugano - Biel 14.30 Uhr. Cham (1.) - Wohlen 14.30 Uhr. St. Gallen - Thun 15.30 Uhr. Locarno - Wil 16.00 Uhr.

(bert/Si)

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