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Heusler: «Ein atypischer Entscheid»

publiziert: Montag, 19. Mai 2014 / 23:51 Uhr
Murat Yakin wird verabschiedet, rechts Präsident Bernhard Heusler.
Murat Yakin wird verabschiedet, rechts Präsident Bernhard Heusler.

Zwei Tage nach der Trennung von Erfolgstrainer Murat Yakin haben die Exponenten des FC Basel Stellung genommen. Man habe gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit nicht fortzusetzen, betonten sie vehement - und wiederholten sich damit.

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Gesprochen wurde einiges während der einstündigen Orientierung, gesagt indes wurde kaum etwas. Über das Wochenende vertrösteten FCB-Vorstand und -Trainer auf den Pressetermin am Montag. Viel kam aber auch dann nicht heraus. Von Präsident Bernhard Heusler etwa tönte es so: «Unter Berücksichtigung aller Tatsachen haben wir entschieden, nicht gemeinsam in die kommende Saison zu gehen.» Oder: «Es ist ein atypischer Entscheid. Normalerweise werden solche Entscheide gefällt, wenn alles in die Brüche geht und der Trainer als Opfer gehen muss.»

Unterstrichen wurde die offizielle Version, wonach der Entscheid zur Trennung gemeinsam gefällt wurde. Heusler: «Es war keine Entlassung, weil er Silberbesteck gestohlen hat. Sondern es war ein gemeinsamer Entscheid, dass es vorwärtsschauend mit so hohen Zielen schwierig ist, die Zusammenarbeit fortzusetzen.» Komisch erschien deshalb, dass Yakin noch am Freitag, rund 24 Stunden vor der Bekanntgabe der Trennung, gesagt hatte, gerne Coach bleiben zu wollen.

Deshalb nochmals die Frage: Wieso also endete die 19 Monate dauernde Amtszeit? «Es gibt keinen klaren Grund», stellte Heusler klar. An Yakin die Frage, ob das Team noch hinter ihm gestanden sei: «Wir sind nun an einem Zeitpunkt angelangt, an dem mich das nicht mehr betrifft», so der nunmehr ehemalige FCB-Trainer. «Ich habe nie um Applaus oder eine Schulterklopfmaschine gebeten. Ich war in der Verantwortung, Resultate zu liefern. Das habe ich. Ich war erfolgreich», sagte er. «Um meine Person gab es immer Unruhe. Da ist auch das Präsidium irgendwann machtlos.» Jetzt spürt Yakin «leichte Enttäuschung und leichte Befreiung». Ihm bleibt nun Zeit, «all das zu geniessen, wofür ich in den letzten 19 Monaten keine Zeit hatte».

Yakin war gestern, was aber ist morgen? Auch zum Anforderungsprofil für den Nachfolger sagte Präsident Bernhard Heusler nichts. Auf die Frage folgt - eine Frage: «Es stellt sich zum wiederholten Mal die Frage: Wer soll das toppen?» Das hat man sich beim FC Basel schon nach den Abgängen von Christian Gross, Thorsten Fink und Heiko Vogel gefragt - und stets eine erfolgreiche Lösung präsentiert.

(fest/Si)

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