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Fischer: FCB-Laudatio soll widerlegt werden

Keine Spur von Nervosität

publiziert: Dienstag, 10. Mai 2011 / 15:04 Uhr
Basel-Trainer Thorsten Fink bleibt vor dem wichtigen Spiel ruhig.
Basel-Trainer Thorsten Fink bleibt vor dem wichtigen Spiel ruhig.

In Zürich steht das richtungsweisende Spiel der Axpo Super League im Programm der 33. Runde: Der FCZ begegnet dem FCB auf gleicher Augenhöhe. Nur hat der Gastgeber gegen den Titelhalter seit bald einem halben Jahrzehnt nicht mehr gewonnen.

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Das Kompliment aus Basel ist ernst gemeint: Thorsten Fink attestiert dem FCZ bis anhin «eine tolle Saison». Die Zürcher Serie von acht Siegen und einem Remis hat dem FCB zugesetzt. Aber der Basler Coach hat natürlich auch erkannt, «dass Zürich in St. Gallen den Druck gespürt hat». Der Platzverweis gegen Aegerter sei nur ein Indiz dafür. «Aber wir sollten uns vor allem auf uns konzentrieren.»

In Basel ist zwar ein Klub mit national nahezu unvergleichbar grosser Wirtschaftskraft am Werk, aber die Bodenhaftung hat auf Führungsebene keiner der Beteiligten verloren - schon gar nicht Fink: «Wir sind nicht der FC Barcelona. Ich bin nicht so vermessen, ständig zu glauben, wir könnten einfach jeden in der Meisterschaft schlagen, nur weil wir vor einem Jahr das Double holten.» Auf Muskelspiele lässt sich Fink vor dem Klassiker nicht ein.

Für den Fakt, dass der FCB in den letzten Wochen einen komfortablen Vorsprung von sieben Punkte verspielt hat, hat Fink keine detaillierte Erklärung bereit. Die Geschichten um den Doppel-Rücktritt von Frei/Streller aus dem Nationalteam und die Spekulationen um die (mittlerweile geregelte) Zukunft von Keeper Franco Costanzo seien nicht förderlich gewesen. «Aber mit solchen Schlagzeilen muss ein Team wie Basel eigentlich umgehen können.»

Nervosität war beidseits trotz der enormen Bedeutung nicht auszumachen. Trotz der beträchtlichen wirtschaftlichen Interessen - der Meister ist erstmals überhaupt direkt für das Millionen-Business Champions League qualifiziert - hielten sich die Protagonisten zurück. An einer Verschärfung der Tonlage ist im Interesse der allgemeinen Sicherheit niemand interessiert.

Fischer verlangt Emotionen

Die Bebbi berufen sich gerne auf die Serie, seit 19 Spielen im Cup und in der Axpo Super League gegen den FCZ nicht mehr verloren zu haben. Auf dem Trainingsgelände der Zürcher hielt sich die Aufregung über die unerbittlichen Fakten der Statistiker in engen Grenzen. Oliver Buff, der im Zentrum den gesperrten Captain Silvan Aegerter ersetzen wird, zeigte sich wenig beeindruckt: «Wenn wir das 20. Spiel gewinnen, interessieren die 19 vorherigen niemanden mehr, oder?»

Das missratene Spiel gegen St. Gallen mochte Coach Urs Fischer 48 Stunden vor dem Topspiel der Saison nicht mehr allzu sehr thematisieren: «Das kann mal passieren. Wir haben es abgeschlossen. Gegen Basel wird man einen anderen FCZ sehen.» Fischer verlangt von seiner Equipe im restlos gefüllten Letzigrund Emotionen: «Das Team muss sich die Unterstützung erarbeiten. Die Zuschauer müssen unsere Leidenschaft sofort spüren. »

Fischer redete beim letzten Termin mit den Reportern auffallend oft von der Passion, vom «tollen Rahmen». Seine Augen funkelten. Fischer will das bislang wichtigste Spiel seiner Trainerkarriere unter allen Umständen gewinnen. Der Chef an der Linie hält nichts von vornehmer Zurückhaltung. Er will den selbstbewussten Gast in einen offenen Schlagabtausch verwickeln und ein positives Feuer entfachen.

«Ich bin nicht für grosse Sprüche bekannt. Ich will Taten und einen guten Auftritt sehen.» Fischers verspürt eine grosse Lust, die von ein paar Kommentatoren voreilig verfasste Laudatio für den FCB zu widerlegen. Von einer Vorentscheidung geht er hingegen nicht aus. In drei Runden könne viel passieren. «Vor vier Wochen haben einige Herrschaften dem FCB auch bereits zur Meisterschaft gratuliert.»

Die Suche nach dem geeigneten Stilmittel

Wie glücklos und naiv die St. Galler sich gegen den Abstieg stemmen, hat zuletzt die Partie gegen den FCZ offenbart. Die Ostschweizer bedrängten den Leader zwar mit allen Mitteln, verspielten aber erneut in Überzahl leichtsinnig drei Punkte. Das 2:2 war aus ihrer Sicht deshalb fast wie eine Niederlage zu werten. Gegen die AC Bellinzona hat der FCSG im Tessin seit 1989 nicht mehr verloren. An die Statistik klammern sich in der Regel aber nur Verlierer. Am Ende der Tabelle zählt anderes. Trainer Jeff Saibene muss gegen die destruktiven Südschweizer auf dem schwierig zu bespielenden Rasen im «Comunale» das geeignete Stilmittel finden. Eine weitere Niederlage hätte mutmasslich fatale Folgen.

Le Matin und Dieguito

Die neuen tschetschenischen Investoren von Neuchâtel Xamax unterhalten im fernen Grosny mit Terek einen weiteren Fussball-Klub. Zur Einweihung des neuen Stadions haben Tschagajew und Co. eine Reihe früherer Grössen eingeladen, unter ihnen Diego Armando Maradona. «Le Matin» will aus unbekannten Quellen erfahren haben, dass «Dieguito» für einen Posten bei Xamax infrage kommen soll. Mit «El Pibe de Oro» lassen sich immer gute Schlagzeilen fabrizieren - sogar an der Westschweizer Fussball-Peripherie.

Das Gastspiel Thuns löst offenbar weniger Interesse aus. Dabei ist der sportliche Hintergrund höchst brisant: Der Cupfinalist darf sich in seiner aktuellen Situation keine weitere Heimniederlage leisten. Sonst droht der Fall auf einen Relegationsplatz. Diametral anders präsentiert sich die Lage bei den Gästen. Sie könnten erster Profiteur der Krise im FC Luzern sein. In den letzten vier Runden wird deshalb sogar der Vorstoss auf Platz 5 zum Thema.

(dyn/Si)

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