Fussball: WM-Qualifikation Schweiz - Jugoslawien

Köbi Kuhn dürfte Sforza statt Vogel bringen

publiziert: Donnerstag, 30. Aug 2001 / 17:15 Uhr

Bern - Das 13. Länderspiel zwischen der Schweiz und Jugoslawien am Samstagabend im ausverkauften Basler St.-Jakob-Park ist das Schlüsselspiel in der WM-Quali. Nur ein Erfolg lässt beide Mannschaften weiter auf den zweiten Rang hinter dem wahrscheinlichen Gruppensieger Russland hoffen.

«Wir benötigen nicht nur einen Sieg über Jugoslawien, sondern auch Erfolge in Luxemburg und Russland, wenn wir noch zur WM- Endrunde nach Japan und Südkorea wollen», rechnet Nationalcoach Köbi Kuhn aus. Der 58-jährige Zürcher steht in Basel vor seiner ersten grossen Bewährungsprobe als Teamverantwortlicher und ist überzeugt, dass der «WM-Zug für die Schweiz noch nicht abgefahren ist».

Auch Jugoslawien ist in der WM-Qualifikation als Dritter nach sieben Spielen in Rücklage. 12 Punkte totalisieren die Osteuropäer, 11 die Schweizer. «Siegen ist Pflicht», sagt auch Jugoslawiens neuer Nationalcoach Dejan Savicevic (35).

Kuhns Qual der Wahl

Ungewiss ist, welche elf Schweizer den Sieg gegen die Ballkünstler aus dem Balkan realisieren sollen. Köbi Kuhn, der am 10. Juni mit uneingeschränktem Goodwill die Nachfolge von Enzo Trossero angetreten hat, entfachte durch sein natürliches, unkompliziertes Wesen neue Begeisterung. Für die Teamzusammensetzung hat er die Qual der Wahl. «Es ist eine angenehme Situation. Ich schaue weder auf Namen noch Verdienste, sondern beurteile nur die aktuelle Situation. Ich mache keine Kompromisse, um Schwierigkeiten auszuweichen. Auch stelle ich keinen auf einer ungewohnten Position auf. Die Besten beginnen.»

Gesetzt ist die Achse mit Pascolo im Tor, Henchoz in der Verteidigung, Fournier im zentralen Mittelfeld und Chapuisat im Sturm. An FCZ-Goalie Marco Pascolo hält Kuhn trotz des haltbaren Treffers beim 2:1-Sieg im Aufgalopp in Österreich fest. «In entscheidenden Spielen hat er noch nie versagt», lautet die Begründung des Teamchefs. Vier Plätze sind also vergeben, sieben offen.

Als Ergänzung zu Henchoz in der Innenverteidigung stehen Murat Yakin, der sich ausgezeichneter Form erfreut, und der bewährte Patrick Müller zur Auswahl. Kuhn scheint sich für den Basler zu entscheiden, den er eher als Leaderfigur einschätzt als den ruhigen Müller. Auf den Aussenbahnen bieten sich der St. Galler Marc Zellweger und England-Söldner Bernt Haas an, der sich bei Sunderland auf Anhieb zurecht gefunden hat. Links muss sich der Teamchef zwischen Haudegen Yvan Quentin (FCZ) und Bruno Berner (GC) entscheiden. Quentin ist der zweikampfstärkere und unerbittlichere, Berner der schnellere und bessere Fussballer. Die Tendenz für die Abwehr: Zellweger, Henchoz, Murat Yakin, Quentin.

Sforza oder Vogel

Gegeben scheinen im Mittelfeld die beiden Aussenpositionen zu sein, wo es an Konkurrenz mangelt. Kuhn dürfte David Sesa, der mit Absteiger Napoli mit einem 2:0-Sieg in der Serie B gestartet ist, und Alexandre Comisetti, dessen Moral mit zwei Toren zum 3:0- Heimsieg gegen YB gestiegen ist, vertrauen. Doch wer ergänzt «Laufmaschine» Fournier im Zentrum? Ciriaco Sforza oder Johann Vogel? Der Eindhovener hat sich mit einem herrlichen Tor in Österreich empfohlen und ist defensiv solider. Der wieder vollständig genesene Sforza kann offensiv mehr bewirken. In Form übernimmt er Verantwortung und geht häufiger in den Abschluss. Wir tippen auf ein Mittelfeld mit Sesa, Sforza, Fournier, Comisetti.

Wer sekundiert Chapuisat?

Im Sturm kann Köbi Kuhn sogar unter drei valablen Partnern für den 83-fachen Internationalen Chapuisat wählen: Kubilay Türkyilmaz, Hakan Yakin und Alex Frei. Erfahrung und Treffsicherheit sprechen für Nationalmannschaftsrückkehrer Türkyilmaz (32 Tore in 60 Länderspielen). Auch ist er topmotiviert und hinterliess im Training einen nachhaltigen Eindruck, was Kuhn zur Aussage verleitete: «Nicht jeder schiesst so herrliche Tore.» Hakan Yakin markierte das Siegestor in Österreich und hat auch in den letzten Meisterschaftsspielen stets getroffen. Frei ist ein Rechtsfuss, ergänzte sich mit Chapuisat gegen Luxemburg bestens und hat in sechs Länderspielen schon viermal reüssiert. Wir wagen die Prognose: Hakan Yakin beginnt neben Chapuisat, Kubi ist der Joker.

Jugoslawien mit Alt- und Jungstars

Der neunfache WM-Teilnehmer Jugoslawien, seit Ende Mai unter der Leitung des Montenegriners Dejan Savicevic, hat ebenfalls turbulente Monate und sportliche Rückschläge hinter sich. Seit der EM 2000, in der Jugoslawien in die Viertelfinals vorgestossen war (1:6 gegen Holland), ist Savicevic schon der fünfte Nationalcoach. Auf Vujadin Boskov folgten der ehemalige Servette-Trainer Ilija Petkovic, Milovan Djoric und ein Triumvirat mit Boskov, Partizan- Präsident Curkovic und Savicevic, ehe der ehemalige Milan-Star die Alleinverantwortung übernahm. Er holte den frustrierten Mijatovic (Fiorentina) zurück und baut um ihn, EM-Torschützenkönig Milosevic (Parma), Abwehrchef Djukic (Valencia) und Mittelfeld-Star Jokanovic (Chelsea) seine Mannschaft, in der sich die Routiniers mit Jungstars wie Eindhoven-Goalgetter Kezman (22), Lazetic (23, Fenerbahce) und Dejan Stankovic (23, Lazio) ergänzen sollen. Freistoss-Spezialist Mihajlovic (Lazio) und Jugovic (Monaco, vorher Inter) sind verletzt und fallen aus.

(sda)

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