Was machen Shaqiri und Xhaka?

Kosovo wird Mitglied der UEFA

publiziert: Dienstag, 3. Mai 2016 / 13:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Mai 2016 / 15:55 Uhr
Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Valon Behrami (v.l.n.r.) haben zusammen 156 Partien für die SFV-Equipe bestritten. (Archivbild)
Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Valon Behrami (v.l.n.r.) haben zusammen 156 Partien für die SFV-Equipe bestritten. (Archivbild)

Der Kosovo ist von den Delegierten des UEFA-Kongresses als 55. Mitglied in den europäischen Fussballverband aufgenommen worden. Die sportpolitischen Folgen sind nicht absehbar, verschiedene Nationalspieler könnten einen Verbandswechsel in Betracht ziehen.

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Nach einer kontroversen Debatte stimmten in Budapest 28 UEFA-Verbände für den Beitritt des Balkanlandes, 24 lehnten die Integration ab, zwei Stimmen waren ungültig. Serbien stemmte sich vehement gegen die Aufnahme der 1,8-Millionen-Einwohner-Republik, die von der UNO noch nicht vollumfänglich anerkannt wird.

Ende nächster Woche strebt die Crew um Verbandschef Fadil Vokkri beim Kongress in Mexico City nach einer zweijährigen Übergangsperiode nun die vollwertige FIFA-Mitgliedschaft an. Bei einem positiven Entscheid könnte die 2007 neu formierte Equipe bereits im kommenden Herbst zur Qualifikations-Kampagne zur WM 2018 in Russland antreten.

Der umstrittene UEFA-Beschluss ist auch für den Schweizerischen Fussball-Verband (SFV) von Relevanz. Drei Schlüsselfiguren der SFV-Auswahl stammen aus dem Kosovo: Der Mönchengladbacher Captain Granit Xhaka, Topskorer Xherdan Shaqiri und Wortführer Valon Behrami - zusammen haben sie 156 Partien für die SFV-Equipe bestritten.

Einzig Behrami schloss Trikotwechsel kategorisch aus

Noch sind die Modalitäten allfälliger Nationenwechsel nicht im Detail geklärt, die FIFA verhält sich zurückhaltend. Stichtag wird der 13. Mai sein. Dann ist das komplizierte Thema beim in dieser Frage massgebenden Kongress traktandiert. Signalisieren auch die FIFA-Abgeordneten grünes Licht, wovon auszugehen ist, werden entsprechende Übertrittsgesuche womöglich von Fall zu Fall beurteilt.

Von den möglichen Betroffenen im Schweizer Nationalteam äusserte sich in den letzten Monaten einzig Valon Behrami deutlich. In einem Interview auf der Onlineplattform von "20min.ch" schloss er einen Trikotwechsel kategorisch aus: "Ich bin zu alt und spiele zudem sehr gerne für die Schweiz." Mit Abgängen seiner Kollegen rechne er ebenfalls nicht, so Behrami.

Albanien hingegen, der Gegner im EM-Startspiel der Schweiz, könnte von den Wogen in anderem Umfang erfasst werden. Dem EURO-Neuling droht im ungünstigsten Fall ein regelrechter Exodus. Weit über die Hälfte der Leistungsträger sind mutmasslich für den Kosovo spielberechtigt.

Erboste Reaktionen

Die Brisanz des Politikums ist beträchtlich. Serbiens Verbands-Präsident reagierte erbost und sprach von einem Bruch der Regularien. Er unterstellte den Befürwortern politische Absichten, die er aber seinerseits auch veröffentlichte: "Wir müssen konsequent die Grundsätze einhalten, damit der Fussball Sport ist und nichts anderes."

Eine Anpassung der UEFA-Statuten zur Präzisierung der Aufnahmekriterien hatten die europäischen Delegierten im Vorfeld der Kosovo-Abstimmung abgelehnt. Die Administration ist gleichwohl der Ansicht, der Beitritt sei rechtens.

(arc/Si)

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