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Mission Impossible für den FC Basel?

publiziert: Montag, 23. Aug 2004 / 20:56 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Aug 2004 / 10:09 Uhr

Der FC Basel kann sich am Dienstagabend in Mailand nur mit einem Exploit zum zweiten Mal nach 2002 für die Champions League qualifizieren.

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Nach dem 1:1 im Hinspiel benötigt er im San Siro gegen Inter einen Sieg oder ein Remis mit mindestens zwei Toren.

Mut und Hoffnung auf eine Überraschung kann derzeit vor allem aus der Vergangenheit geschöpft werden. Vor neun Jahren übersprang der FC Lugano im Europacup in Mailand die "Hürde Inter" dank eines 1:0-Auswärtssieges; das Hinspiel war auch damals 1:1 ausgegangen. Und im Spätsommer 2002 bezwang der FCB in der Qualifikation für die "Königsklasse" Celtic Glasgow trotz ungünstiger Ausgangslage (1:3 im Auswärtsspiel) mit 2:0. Im entscheidenden Moment fanden die Spieler zur Bestform, nachdem sie zuvor in der Meisterschaft mit Niederlagen gegen Luzern und Thun nicht brilliert hatten.

Parallelen zur damaligen Ausgangslage gibts durchaus. Vor dem Auftritt des FCB in der "Scala des Fussballs", wie die Mailänder ihr San Siro nennen, kam er gegen die Young Boys und den Aufsteiger Schaffhausen nicht über ein 1:1 hinaus. Trotzdem deutet diesmal nicht viel auf einen Glanzauftritt hin. Das Team scheint in der (in puncto internationale Ambitionen) wichtigsten Phase der Saison nicht in der Lage, auf höchstem Niveau zu spielen.

Torhüter Pascal Zuberbühler musste zuletzt zwei Tore hinnehmen, die zumindest nicht unhaltbar waren. Die Innenverteidigung mit Murat Yakin und Boris Smiljanic agierte oftmals passiv und langsam. Im Mittelfeld ging in den Couloirs weder von Scott Chipperfield noch von Benjamin Huggel, die Power aus, die den FCB in den letzten beiden Jahren so stark gemacht hatte. In der Offensive ist Matias Delgado als Regisseur (noch) kein vollwertiger Ersatz für Hakan Yakin, und im Sturm hat Trainer Christian Gross das optimale Duo noch nicht gefunden. Am vergangenen Freitag präsentierte der Coach mit Mladen Petric und Julio Hernan Rossi im sechsten Meisterschaftsspiel bereits die fünfte von sechs möglichen Varianten.

Gross: "Übertriebene Kritik"

Gross wehrte sich vor dem Duell gegen Inter Mailand gegen die allzu negativen Beurteilungen, sagte aber auch. "Wir müssen ans äusserste mögliche Limit gehen, um uns gegen Inter durchzusetzen. Dazu braucht es eine Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel gegen Schaffhausen. Aber diese Partie war nicht so schlecht wie sie von den meisten gesehen wurde."

Vor allem gegenüber seinen defensiven Säulen und langjährigen Weggefährten Zuberbühler und Yakin lässt Gross keine Kritik zu. Die Besetzung der Abwehrabteilung mit Philipp Degen, Yakin, Smiljanic und Kleber ist unantastbar. Im Mittelfeld werden Mario Cantaluppi, Chipperfield und Huggel wie gehabt zur Startformation gehören. Für die Formation des Angriffs ist denkbar, dass nur ein Stürmer nominiert und dafür die Mittelreihe mit dem Australier Mile Sterjovski verstärkt wird.

Je länger der FCB im San Siro das 0:0 hält, desto grösser werden Chancen und Hoffnungen auf einen Exploit. Vielleicht denkt Gross auch deshalb über ein System mit nur einem Stürmer nach. "Wir müssen mindestens ein Tor schiessen", sagte der Coach. "Das ist uns in der Champions League auch auswärts fast immer geglückt." In Liverpool, Manchester und Moskau war dies der Fall, nicht aber gegen die südeuropäischen Kontrahenten Juventus und La Coruña; und auch die beiden Treffer bei der 2:6-Pleite in Valencia haben nur statistischen Wert.

Das Selbstverständnis des Favoriten

In welcher Aufstellung auch immer sich der FCB präsentieren wird -- Inter Mailand verschwendet keinen Gedanken ans Scheitern gegen die "Svizzeri". Es tritt erstmals mit dem neuen Trainer Roberto Mancini und den diversen Neuverpflichtungen vor den eigenen Tifosi an. Dies mache Basels Aufgabe auch nicht einfacher, ist Gross überzeugt. Die Stars der "Nerazzurri" drückten zwar gegenüber Medienvertretern brav ihre Wertschätzung für den FCB aus ("Wir haben Respekt vor den Schweizern" oder "Das 1:1 ist eine günstige Ausgangslage, aber wir müssen konzentriert sein" oder "Basel hat eine gut organisierte Mannschaft"), dass sie gegen Basel den Einzug in die Champions League verpassen könnten, ist für die Mailänder jedoch absolut undenkbar.

Der Holländer Edgar Davids unterstrich die Haltung des Favoriten, als er erklärte, noch nie in einem Mittelfeld mit derart viel Qualität gespielt zu haben. Der Serbe Dejan Stankovic, der Argentinier Juan Sebastian Veron und der Brasilianer Ze Maria sind seine Spielkameraden im diesem gelobten Mannschaftsteil. Stankovic verwies zudem auf die jetzt schon weit fortgeschrittene Vorbereitung und die verbesserte Physis: "Das macht uns noch sicherer als vor dem Hinspiel."

Davids wird im Vergleich zum Duell vor zwei Wochen in Basel für den Argentinier Esteban Cambiasso ins Team rücken. Ansonsten dürfte Inter mit der gleichen Squadra antreten wie im St.-Jakob-Park. Noch nicht zum Einsatz kommen wird Christian Vieri. Der Internationale scheint sich allerdings von diversen muskulären (und mentalen?) Problemen erholt zu haben und sitzt wohl auf der Ersatzbank. Noch soll der Topskorer für grössere Partien geschont werden, denn der FCB ist für Inter nur eine Zwischenstation auf der zum x-ten Mal versuchten Rückkehr an europäischen Spitze.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Inter Mailand: Toldo; Javier Zanetti, Cordoba, Materazzi, Favalli; Ze Maria, Veron, Davids, Stankovic; Recoba; Adriano. -- Abwesend: Cristiano Zanetti (verletzt), Cannavaro und Martins (beide rekonvaleszent) sowie Kily Gonzalez (an den Olympischen Spielen).

Basel: Zuberbühler; Philipp Degen, Murat Yakin, Smiljanic, Kleber; Sterjovski/Delgado, Huggel, Cantaluppi, Chipperfield; Petric; Gimenez. -- Sollte Delgado spielen, wird er die Rolle hinter den Stürmern im 4-3-1-2-System einnehmen. -- Abwesend: Ergic (krank).

(sl/Si)

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