Nacktinstallation im Finalstadion der EURO 2008

publiziert: Samstag, 19. Apr 2008 / 14:50 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Apr 2008 / 16:01 Uhr

Wien - Der New Yorker Fotograf Spencer Tunick will am 11. Mai im Wiener Ernst-Happel-Stadion, dem Austragungsort des Fussball-EM-Endspiels, eine «Körper- und Landschaftsskulptur» aus nackten Menschen formen und bildlich festhalten.

Aufmerksamkeit ist der Installation gewiss.
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«Wir suchen keine Nudisten , keine Exhibitionisten und keine Models. Wir suchen Alltagsmenschen, Studenten, Ärzte, Arbeiter, Sportler und Fussballspieler», gab der Künstler anlässlich der Vorstellung des Projekts bekannt. Im Europameisterschaftsjahr erwarte er sich dementsprechend 2008 Teilnehmer.

Im Jahr 1992 hat Tunick damit begonnen, nackte Menschen in den Strassen New Yorks zu fotografieren. Seither hat er über 75 Installationen weltweit realisiert, in denen er Menschen zu Skulpturen und Symbolen formt und sie im öffentlichen Raum platziert, um sich gegen die «starre Ästhetik grossstädtischer Strukturen» abzugrenzen oder bestimmte gesellschaftliche Tabus und Probleme aufzuzeigen.

So geschehen im Jahr 2007, als er mit 600 Menschen auf den Schweizer Aletschgletscher zog, um - nackt - auf den massiven Klimawandel aufmerksam zu machen. Dis bisher grösste Installation stammt ebenfalls aus dem vergangenen Jahr: 18'000 Menschen fotografierte Tunick in Mexiko City auf einmal - und übertraf damit zugleich seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2003, als er 7000 Menschen in Barcelona in Szene setzte.

Bereits 2000 Anmeldungen

Wien ist für den New Yorker kein unbeschriebenes Blatt, bereits vor neun Jahren inszenierte Tunick eine der sogenannten «Körperlandschaften» mit 400 Personen in der Innenstadt. Das diesjährige Projekt ist Teil des Kulturprogramms rund um die Europameisterschaft, das von der Initiative «Österreich am Ball» realisiert wird. «Wir haben bereits über 2000 Anmeldungen erhalten», sagt Julia Fuchs von «Österreich am Ball» im Gespräch. Das Soll sei also erfüllt, eine Grenze nach oben gebe es aber nicht.

Die Teilnahme am Kunstprojekt erfolgt unentgeltlich, jeder Protagonist erhält aber eine signierte Fotografie der Installation. Anmeldungen sind im Internet unter noch bis zum 1. Mai möglich. «Kurzentschlossene können sich aber auch am 11. Mai noch vor Ort registrieren», so Fuchs. Wie Tunick die Massen arrangieren wolle, sei indes noch ungewiss. Das werde der Fotograf erst am Tag der Inszenierung bekannt geben.

Die Fotoserie und die filmische Dokumentation zur Installation werden ab dem 24. Juni im public space der Kunsthalle Wien ausgestellt. Im Zuge der Ausstellungseröffnung einen Tag zuvor werden die Fotos an die Teilnehmer der «Lebenden Skulptur» überreicht.

(ht/pte)

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