Ohne echten Stürmer gegen Favorit Irland

publiziert: Montag, 6. Sep 2004 / 15:40 Uhr

Bern - Nicht in bestmöglicher Besetzung zwar, aber selbstbewusst tritt die Schweizer U21-Auswahl etwas mehr als drei Monate nach der Endrunde zur nächsten EM-Ausscheidung an. In Bern trifft die umformierte Equipe auf den Gruppenfavoriten Irland.

Bernard Challandes zeigt die Richtung an.
Bernard Challandes zeigt die Richtung an.
Vom Stamm jener Mannschaft, die in Deutschland an der Endrunde unnötigerweise in der Vorrunde scheiterte, sind noch noch acht Spieler dabei. Davide Chiumiento fehlt; das "Herz" des bisherigen Teams will sich ganz auf seine neue Aufgabe im Serie-A-Verein Siena konzentrieren. Coach Bernard Challandes bedauert die Absenz, sagt aber auch, dass es "komisch wäre, wenn er der A-Nationalmannschaft eine Absage erteilt und dann bei uns spielt".

Challandes mag über das Fehlen Chiumientos nicht lange lamentieren, zeigt für die Haltung des Appenzeller Ballartisten gar Verständnis: "Er braucht jetzt erst einmal ein bisschen Ruhe. Und es ist mir auch klar, dass er eine Woche vor dem Start zur Meisterschaft unbedingt in Siena sein wollte. Er kämpft dort um einen Stammplatz. Das ist wichtig. Zu gegebener Zeit werde ich ihn wieder kontaktieren."

Vonlanthen hinterlässt grosse Lücke

Im Zentrum stand für Challandes in der Vorbereitung die Frage, wen und wie viele Stürmer er aufstellen soll. Aus dem Reservoir der U20 mochte er sich nicht übermässig bedienen. Ein Goran Antic (Xamax), oder Slavisa Dugic (Aarau) oder ein Johann Djourou (Arsenal-Nachwuchs) und Guilherme Afonso (Twente Enschede) seien in absehbarer Zeit ein Thema, jetzt allerdings wäre es noch zu früh dafür.

Die an sich erfreuliche Beförderung von Johan Vonlanthen ins A-Team hinterliess eine kaum zu schliessende Lücke. Im letzten Test gegen Nordirland stürmte deshalb der stämmige Basler David Degen. "Wir haben zur Zeit im Vergleich zur EM-Mannschaft keinen echten Stürmer. Deshalb müssen die Mittelfeldspieler unbedingt mehr Torgefahr entwickeln", fordert Challandes. Einer davon ist der Genfer Profi Davide Callà, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall Philipp Degens im rechten Couloir beginnen wird.

Irland ist Favorit

Die Schweiz und Irland standen sich letztmals am 10. Oktober in Neuenburg zum Abschluss der EM-Qualifikation gegenüber. Die Schweizer verloren 0:2 und damit erstmals nach vier Jahren wieder ein (damals allerdings bedeutungsloses) Wettbewerbsspiel. Die Iren sind in ihrer aktueller Besetzung eher stärker als vor Jahresfrist. Daran zweifelt auch Challandes nicht: "In Irland sagt man, es sei die beste Junioren-Mannschaft überhaupt. Für mich sind sie die Favoriten dieser Gruppe."

Das Gros des irischen Teams, das mit wenigen Ausnahmen in englischen Vereinen der höchsten und zweithöchsten Klasse -- teils im Nachwuchs -- unter Vertrag steht, bildete das Gerüst der U20-WM-Mannschaft. Diese scheiterte im Dezember in den Vereinigten Arabischen Emiraten erst im Achtelfinal mit einem 2:3 gegen den späteren Halbfinalisten Kolumbien. Die U21, die seit Jahren vom ehemaligen Xamaxien Don Givens betreut wird, überstand zuletzt 13 Spiele ohne Niederlage. Viele Teammitglieder standen vor zwei Jahren im EM-Halbfinal der 19-Jährigen.

"Und vergessen wir nicht, dass die Spieler seit Jahren auf verschiedenen Stufen über 30 Spiele zusammen absolviert haben", wies Challandes auf eine wichtige Qualität der Iren hin. "Nach diesem Härtetest wissen wir, wo wir wirklich stehen." Derzeit sind die Iren vor den Schweizern klassiert; sie gewannen ihr Startspiel gegen Zypern problemlos 3:0.

Schweiz - Irland. -- Dienstag, 7. September, 19.30 Uhr im Stadion Neufeld in Bern. Mögliche Aufstellung:

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, von Bergen, Senderos, Rochat; Callà, Baykal, Margairaz, Ziegler; Zambrella; David Degen.

Bemerkungen: Schweiz ohne Chiumiento (Saisonvorbereitung mit Siena) und Philipp Degen (verletzt).

Rangliste der Gruppe 4: 1. Irland 1/3 (3:0). 2. Frankreich 1/3 (1:0). 3. Israel 1/0 (0:1). 4. Zypern 1/0 (0:3). -- Schweiz 0/0.

(von Sven Schoch/Si)

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